Vision: Eine Farm auf dem Karstadt-Dach

Eine Farm auf dem Dach von Karstadt
Foto/Rendering: Raum­star Architekten

Puh, der Wed­ding atmet auf. Die Schlie­ßung von Kar­stadt an der Mül­ler­stra­ße ist abge­wen­det. Vor­erst. Denn eine Bestands­ga­ran­tie für das Kauf­haus gibt es nur für drei Jah­re. Es ist also drin­gend gebo­ten, neue Ideen zu ent­wi­ckeln, um das Gebäu­de in die Zukunft zu füh­ren. So gibt es seit drei Jah­ren die Idee einer Gemü­se­f­arm mit Küche auf dem Dach. Wir stel­len euch die­ses inno­va­ti­ve Pro­jekt vor, als Denk­an­stoß für Kar­stadt und die Politik. 

ElisaBeet entsteht – zunächst digital

ElisaBeet Team
M. Stie­ger und J. Kuhl­bur­ger von der Him­mel­beet gGmbH

Im nord­öst­li­chen Teil des St. Eli­sa­beth II-Fried­hofs im Sol­di­ner Kiez ent­steht ab Juni schritt­wei­se ein soli­da­ri­scher (Gemü­se-) Gar­ten für Umwelt­bil­dung namens Eli­sa­Beet. Dane­ben soll eine Auf­ent­halts- und Erho­lungs­flä­che für und mit der Nach­bar­schaft ent­wi­ckelt wer­den. Im Rah­men einer digi­ta­len Zukunfts­werk­statt zwi­schen dem 25. Mai und dem 5. Juni wer­den jetzt Ideen gesucht.

4 Tipps für regionale Lebensmittel

Sechs von zehn Befrag­ten legen beim Ein­kauf Wert dar­auf, dass die Lebens­mit­tel aus der Regi­on kom­men. Und der Han­del nutzt die­ses neu ent­stan­de­ne Bewusst­sein des Kun­den auch aus. Manch­mal fin­det das Nie­der­schlag im Ver­kauf von wirk­lich vor Ort pro­du­zier­ten Lebens­mit­teln. Oder es wird ein Regio­nal­sie­gel ver­ge­ben und die Preis­schil­der ent­hal­ten eine Kenn­zeich­nung des Her­kunfts­or­tes. Mit etwas mehr Auf­wand ist es jedoch mög­lich, gezielt tat­säch­lich in der Regi­on pro­du­zier­te Lebens­mit­tel zu kau­fen und manch­mal sogar den Pro­du­zen­ten selbst kennenzulernen.

Too Good to Go: Mit einer App Weddinger Lebensmittel retten

Jähr­lich wer­den mehr als ein Drit­tel aller pro­du­zier­ten Lebens­mit­tel welt­weit weg­ge­wor­fen. Die App Too Good To Go ver­sucht dem ent­ge­gen­zu­wir­ken, indem Betrie­be über­schüs­si­ges Essen kurz vor Laden­schluss zu einem güns­ti­ge­ren Preis anbie­ten. Beson­ders Cafés, Super­märk­te und Bäcke­rei­en im Wed­ding ste­hen nun im Fokus des Manage­ments. Bereits 17 Betrie­be – dar­un­ter Cafés, Ket­ten und Cate­rer – haben ein Pro­fil in der App. 

Für wen sich der Ökomarkt auf dem Leo lohnt

Auf dem Leo­pold­platz befin­det sich, man mag es kaum glau­ben, der ältes­te noch bestehen­de Öko­markt der Stadt. Diens­tags und frei­tags gibt es hier Bio­brot, Bio-Obst und ‑Gemü­se, Bio-Milch und ‑Käse und fri­sche Säf­te. Nur Frei­tags wer­den auch regio­na­le Fleisch­pro­duk­te ver­kauft und es gibt einen Räu­cher­fisch­stand. Das alles ist sehr über­sicht­lich, aber wer sich mit den Markt­stän­den aus­kennt, wird ein aus­rei­chen­des Ange­bot vor­fin­den. Für wen ist die­ser Markt denn genau das Richtige?

Weddinger Wochenmärkte

Wochenmarkt Genter Str“Ham’ Se schon jehört?” Tja, auf einem Markt wer­den eben nicht nur Waren aus­ge­tauscht, son­dern auch Infor­ma­tio­nen. Beson­ders heu­te, in Zei­ten von Online­han­del und recht anony­men Super­märk­ten, ist ein Markt­be­such eine gute Mög­lich­keit, Pro­du­zen­ten und Händ­lern wie­der Auge in Auge gegen­über­zu­ste­hen, ein Gespräch zu füh­ren und Fra­gen zu den Pro­duk­ten zu stel­len. Ein­kau­fen hat so auch wie­der etwas mit Sozi­al­kon­tak­ten zu tun, und teu­rer ist ein Markt­ein­kauf auch nicht unbe­dingt. Seit dem Ver­schwin­den der alten Mül­ler­hal­le gibt es kei­nen über­dach­ten Markt mehr im Wed­ding. Somit ist der Markt­be­such eher etwas für Tage mit tro­cke­nem Wet­ter. Doch wo gibt es im Wed­ding Wochen­märk­te und an wel­chen Tagen? Hier ein Überblick…

Marktschwärmer: Gib deinem Bauern die Hand!

Obst Gemüse[Aktu­el­ler Bei­trag vom 2. Mai 2017: Bit­te, erklä­re mir Markt­schwär­mer] – Pro­duk­te aus der Regi­on gibt es jetzt direkt vom Erzeu­ger. Immer mehr Men­schen schät­zen fri­sche und gesun­de Lebens­mit­tel aus der Regi­on. Im Haus der Jugend und im Cast­le Pub fin­det in der Win­ter­zeit jeden Mitt­woch­abend ein Bau­ern­markt mit regio­na­len Pro­duk­ten aus Ber­lin und Bran­den­burg statt.

Der Kartoffelladen von Bauer Reppin: Direkt vom Hof in den Wedding

Bauer Reppin 2Wen die Wed­din­ger in ihr gro­ßes Herz geschlos­sen haben, den las­sen sie nicht so leicht wie­der zie­hen. Ein bekann­ter Markt­stand aus der alten Mül­ler­hal­le – wer erin­nert sich nicht an ihren rau­en Charme – ist durch den Abriss und Neu­bau der Markt­hal­le als Ein­kaufs­zen­trum hei­mat­los gewor­den. In der neu­en Mül­ler­hal­le sind kei­ne geeig­ne­ten Gewer­be­flä­chen für ein sol­ches Ange­bot vor­han­den. Anfangs hat der Bau­er Hei­ko Rep­pin aus der Alt­mark noch auf dem Bür­ger­steig vor der Mül­ler­hal­le Eier und Kar­tof­feln ver­kauft. Spä­ter gehör­te sein Gemü­se­stand vier Jah­re lang zum Inven­tar der schumm­ri­gen Ein­kaufs­höh­le, bis das legen­dä­re Gebäu­de im Jahr 2012 sei­ne Pfor­ten für immer schloss. Doch die Stamm­kun­den, über­wie­gend älte­re Kiez­be­woh­ner des nörd­li­chen Wed­ding, trau­er­ten „ihrem“ Bau­ern nach. Für sie muss es kein Bio­ge­mü­se sein, kein Wohl­fühlam­bi­en­te geben, kei­ne Treue­punkt­ak­ti­on für die Bin­dung sor­gen – sie wün­schen sich ein­fach nur die bewähr­te Qua­li­tät aus der Regi­on, ein freund­li­ches Gespräch mit der Ver­käu­fe­rin und ver­läss­li­che Preise.

Himmelbeet: Ein Gartencafé braucht Unterstützer

Noch bis zum 30. April wird im Gemein­schafts­gar­ten him­mel­beet in der Ruhe­platz­stra­ße 12 in Wed­ding ein neu­es Gar­ten­ca­fé gebaut.  Hil­fe in Form von Arbeits­leis­tun­gen bzw. Arbeits­ma­te­ri­al oder Geld­spen­den ist drin­gend not­wen­dig, damit das Vor­ha­ben gelingt.