Neuer Glanz fürs Strandbad Plötzensee

Der Wedding hat im Laufe der Jahre viel von seiner Geschichte verloren. Für eine über 100 Jahre alte „blaue Perle“ scheint es nun aber einen Rettungsanker und eine Zukunft zu geben. Das Freibad am Westufer des natürlichen Gewässers mit seinem markanten Backsteingebäude ist seit diesem Jahr an ein neues Team verpachtet. Die Betreiber Michael Verhoeven und Katharina Zahn – Geschäftsführerin – wollen das Potenzial dieses Naturparadieses mitten in der Stadt heben, und etwas gegen die permanente Übernutzung des Sees an seinem Ostufer tun. Statt wild im Landschaftsschutzgebiet zu baden soll es wieder gute Gründe geben, ins frisch renovierte Strandbad zu gehen.

Die Julius-Leber-Kaserne, terra incognita.

Nur wenige Bewohner unseres Stadtteils haben in dieses gut einen Quadratkilometer große Stück Wedding schon einmal einen Fuß gesetzt. Und das, obwohl sich darin sogar ein Freibad und ein Hallenbad befinden. Es handelt sich um die Julius-Leber-Kaserne, die größte Kaserne Berlins, einen militärischen Sicherheitsbereich, von einer Mauer mit Stacheldraht umgeben. Wir bringen ein bisschen Licht ins Dunkle.

Weddinger Tipps gegen die Hitze

Der Trinkwasserbrunnen am Vinetaplatz. Foto: Hensel
Foto: Hensel

Lieber Sommer, schön, dass du uns zeigst, wozu du in der Lage bist. In manchen Sommern regnet es mehrere Tage am Stück, in anderen testest du unsere Hitze-Tauglichkeit bei tropischen Temperaturen. Das kann einen ganz schön beeinträchtigen, aber du solltest wissen: der coole Weddinger an sich lässt sich davon genauso wenig beeindrucken wie von vielem, was anderswo für Erstaunen sorgt. Wir haben da nämlich einiges in petto.

5 Möglichkeiten, im Wedding nasse Füße zu bekommen

Es gibt ein paar Tage im Jahr, und nur ein paar,  da ähnelt der Wedding einem gnadenlos aufgeheizten Häusermeer voller schwitzender Menschen. Oder einer schattenlosen Steinwüste, über die sich eine dicke Dunstglocke gelegt hat, vereinzelt durchsetzt von vertrockneten Einöden, die früher einmal Parks gewesen sein sollen. Doch echte Wedding-Kenner wissen, wo nicht nur der Schweiß, sondern echtes Wasser fließt! Wir verraten fünf Orte, wo es sich bei mehr als dreißig Grad einigermaßen aushalten lässt….

Hitzewelle: Länger baden, auch im Wedding

Die große Rutsche im Humboldthain ist die Attraktion bei den Kindern. Foto: Dominique Hensel

Die Hitze hat die Stadt im Griff, auch der Wedding schwitzt. Die Berliner Bäder-Betriebe bereiten sind auf den erwarteten Ansturm in den Freibädern am Wochenende vor. Es wird mehr Personal eingesetzt, die Öffnungszeiten werden in einigen Bädern  ausgeweitet. Im Sommerbad Humboldthain gibt es am Sonnabend eine besondere Attraktion, die tropische Nacht unter dem Motto „Schwimmen im Ramadan“.

Wedding am Wasser: Der Plötzensee, nicht einfach irgendein See…

Jedenfalls ist er kein Baggersee und schon gar kein künstlich aufgestauter Weiher! Der einzige natürliche See in Berlin-Mitte ist nämlich stolze 740 Meter lang und 7,85 Hektar groß. Wie auch viele brandenburgische Seen ist die „Plötze“ ein Relikt der Eiszeit. Das beliebte Ausflugsziel hat aber weder einen Zu- noch einen Abfluss. Früher war der See für seinen Fischreichtum bekannt – daher auch die Bezeichnung nach dem Karpfenfisch Plötze…

Weddinger Kinder gehen baden

 

Leserfoto, Quelle: Mirko
Leserfoto, Quelle: Mirko

Schillerpark-Plansche blieb im Juni gesperrt

Viele Weddinger Eltern fragen sich Jahr für Jahr, wenn im Frühjahr das Thermometer in den sommerlichen Bereich steigt, wann denn die Wasserspielplätze des Bezirks eröffnet werden. Nun teilt das Bezirksamt Mitte mit, dass die Saison der Kinderplanschen im Goethepark (am Dohnagestell) und im Schillerpark (Dubliner Ecke Barfusstr.) am 31. Mai eröffnet wurde. Beide Planschen werden grundsätzlich bei Temperaturen ab 25 Grad von 10 bis 18.00 Uhr betrieben. Die Temperaturvorhersage der RBB-Abendschau vom Vortag ist dabei maßgeblich. Allerdings beginnt der Badebetrieb im Goethepark wegen einer automatischen Steuerung erst, wenn die Mindesttemperatur tatsächlich erreicht ist. Und wenn Gewitter oder Stürme vorhergesagt werden, findet sicherheitshalber gar kein Badebetrieb an den Kinderplanschen statt.

Aufgrund von Vandalismusschäden konnte der Betrieb der Plansche im Schillerpark aber erst im Juli aufgenommen werden. Unbekannte hatten die 2011 für 450 000 Euro sanierte Schillerpark-Plansche kaputtgemacht und drei Sprühköpfe abgetreten, schreibt die Berliner Woche.  Mindestens 12 000 Euro kostet die Reparatur, wie Jürgen Götte vom Grünflächenamt der Berliner Woche sagte. Die Teile mussten jetzt neu angefertigt werden. Das Geld nimmt der Bezirk aus seinen Unterhaltsmitteln für Grünflächen.

Bleiben noch das Strandbad Plötzensee, das Kombibad Seestraße und das Sommerbad Humboldthain. Hier muss man allerdings Preise zwischen 4,00 und 5,50 Euro pro Erwachsenem einkalkulieren…