Was, wann, wo Wedding (28. Woche)

Der Sommer hat bereits seinen Zenit überschritten. Zu merken ist das auch an den Veranstaltungstipps – an der Startzeit der Kinovorführungen im Freiluftkino Rehberge. Die Filme beginnen ab diesen Freitag wieder eine viertel Stunde früher, nämlich um 21.30 Uhr. Hier sind die Filme und noch viel mehr für alle, die gerade nicht im Sommerurlaub sind oder die ihn einfach Zuhause im Wedding verbringen.

Fußball-Weltmeisterschaft 2018: Public Viewing im Wedding

Was, wann, wo Wedding (23. Woche)

Yoga im Park oder ein erster Kinobesuch für die Dreijährige, so mit gedimmtem Licht und reduzierter Lautstärke? Comedy, Kiezspaziergang, Tango, Brotbacken im Garten oder Problemprinz aus dem Wedding? Hach, wir können uns mal wieder nicht entscheiden. Und ihr, zu welchen Veranstaltungen im Wedding wollt ihr gehen? Wir haben die Möglichkeiten zusammengestellt.

Was, wann, wo Wedding (17. Woche)

Veranstaltungstipps - RummelIn den Biergarten, zum Klavierkonzert, ins Kino! Ob ihr euch Fußfotografie anschauen möchtet oder lieber arabisch-andalusischern Jazz-Rock hören wollt … alles kein Problem. Der Wedding gibt in dieser Woche wieder alles für euch. Unsere Veranstaltungsvorschau  für das kommende Wochenende, den Feiertag und die Tage danach zeigt euch, wo was los ist.

Wohin im Wedding? Tipps für Studenten

Foto: Beuth Hochschule
Foto: Beuth Hochschule

Kneipen und Lokale sind in Deutschland seit jeher mit der studentischen Kultur verbunden. Man denke nur an die Hospitien der Studentenverbindungen am Vorabend der deutschen Demokratie – teils mit nachträglichen Karzer-Abstecher – und die abendlichen Diskussionen der 1968er. Manch tolldreister Entschluss wurde hier gefasst, manche fixe Idee warf später Althergebrachtes über den Haufen und manches Miteinander half einem einfach, die Wartezeit auf die Klausurergebnisse zu überstehen. Und da auch der Wedding stolz auf seine Hochschule sein kann, wollen wir euch hier und in weiteren Beiträgen einige Lieblingsecken der Beuth-Studierenden zeigen. Heute: Studentische Kneipen, Lokale und Rückzugsorte im Wedding.

GESCHLOSSEN: Prinzinger – eine ganz normale Bar

PrinzingerDie Kreuzung Osloer Straße/Prinzenallee ist heute hauptsächlich als verstopfter Verkehrsknoten bekannt. Früher gab es hier noch das Präpeleck, eine Eckkneipe, wie sie im Buche steht: große Schultheiss-Werbung, vergilbtes Intérieur und eine Kundschaft, die schon viele Jahre dort ihre Gewohnheiten pflegte. Ins Präpeleck habe ich mich nur am Tag des Abschieds getraut, zu fremd war mir diese Kneipe bis dahin.

Fête de la Musique: Mittsommer auf französisch

Die Skandinavier begehen am 21. Juni seit Menschengedenken Mittsommer – während die Franzosen seit 1982 auf Initiative des damaligen Kulturministers Jack Lang ein landesweites, kostenloses Open-Air-Musik-Festival feiern. In keiner französischen Altstadt kann man an diesem längsten Tag des Jahres den musikalischen Klängen entgehen. Ab dem Jahr 1995 hat auch Berlin mit zahllosen Bühnen nachgezogen, und seit ein paar Jahren gibt es auch im Wedding ein paar Ableger dieses stimmungsvollen Festivals.

Das Centre Français in der Müllerstraße 74 (zwischen U Rehberge und U Afrikanische Straße) ist der logische Ausgangspunkt, um diese sehr französische Idee von der Musik als universelle Sprache auch in Berlin zu verbreiten. Auf dem Rasen vor dem 60er-Jahre-Gebäude, direkt an der kleinen Eiffelturm-Nachbildung, ist eine Bühne aufgebaut. Das Programm findet von 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr statt und stellt französische Musik, Rock und Worldmusic in den Fokus.

16:00 Crash Test (keller band, rock), 16:45 Pussies in Boots (rock), 17:30 Mr. Bondy (französischer pop, indie, rock), 18:30 Di Grine Kuzine (klezmer, balkan, brass, ska), 19:30 Son Kapital (chanson ska, urban folk), 20:30 44 Leningrad (ska, punk, polka, folklore)

Auch auf dem Leopoldplatz wird am 21. Juni von 16:00 – 22:00 Uhr die Fête de la Musique gefeiert, wieder mit einem umfangreichen Programm. Die Bühne steht, anders als in den vergangenen Jahren, auf dem hinteren Teil des Leopoldplatzes vor der Neuen Nazarethkirche in der Turiner Ecke Nazarethkirchstraße. Es werden Musiker vorgestellt, die Brücken zwischen Musikstilen und Musikkulturen bauen. So reicht das Programm vom swingenden Jazz des AGVH-Quintetts über Indiepop und Loop-Klänge der Musikerin „Linse“. Auf der Bühne stehen die im Wedding gegründeten und für ihren mitreißenden Gypsyswing bekannten Django Lassi.

Während „Kumbiandina“ lateinamerikanische Rhythmen beisteuern, entführt der „Polyphonia-Chor“ in die griechische Folkmusik. Den Abschluss bilden „Beatsafari“, die mit treibenden Beats Reggae-, Rock- und Popmusik mit einander verbinden und ihr Publikum wie immer zum Tanzen bringen.

21. Juni 16.00-22.00 Uhr

Müllerstraße 74 bzw. Turiner-/Nazarethkirchstr.

Weitere Bühnen in Wedding und Gesundbrunnen

Brauerei Eschenbräu
Triftstr. 67,13353 Berlin-Mitte-Wedding, www.eschenbraeu.de
Programm: Rock, Blues, Swing, Open Air 16:00 – 22:00 Uhr

Jugend-Brunnen-Bühne
Bahnhofsplatte Bahnhof Gesundbrunnen, Badstraße 4, 13357 Berlin-Mitte-Wedding
Programm: Kinderprogramm, Hip Hop, Pop, Open Air 14:00 – 22:00 Uhr 

Klangbunker – Mit Pauken und Trompeten
Flakbunker im Humboldthain,13355 Berlin-Mitte-Wedding
Programm: Trommelgruppen, Blasmusik, Open Air 16:00 – 22:00 Uhr

STATTBAD Wedding
Gerichtstr. 65, 13347 Berlin-Mitte-Wedding, www.stattbad.net
14:00 Kinderprogramm mit Live Kunst Workshop an der Terrasse im Stattbad Wedding mit Parkanlage an der Panke, 15:00 Sqim (stattbad, gruppenzwang), 16:00 Shir Khan (exploited), 18:00 Oliver $ (made to play), 20:00 Zombie Disco Squad vs. Renaissance Man (made to play)
Fête de la Nuit: weiter indoor ab 22:00 – 06:00 Uhr

Nettelbeckplatz

Weddingwoche #4: Hopfen und Malz noch nicht verloren

Die Weddingwoche ist eine wöchentliche Kolumne über aktuelle Ereignisse in unserem Stadtteil. Diese erscheint auch samstags im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Die Bierkultur im Wedding hatte in letzter Zeit schwer zu leiden. Los ging’s mit dem Massensterben der guten alten Schulti-Eckkneipen. Sie mussten Nagelstudios, Fahrschulen und Spielhallen Platz machen. Das Pilsator für 60 Cent beim Spätkauf war eine schlechte Alternative. Zwar war es konkurrenzlos im Preis, aber nicht gerade ein Fördermittel für gesellige Runden. Einzig das Eschenbräu im Sprengelkiez stach positiv heraus aus dieser Bier-Tristesse. Nun wollen ein paar Jungs im Wedding dem Gerstensaft zu frischer Ehre verhelfen, wie auch schon an dieser Stelle berichtet. Hinter Beer4Wedding stehen drei Studenten der Brauerei- und Getränketechnologie an der TU Berlin. Technisch sind sie also gut beschlagen. Mit ihren ungewöhnlichen Bier-Kreationen wollen sie neue, individuelle Wege gehen und damit geschmacklich ein neues Zeitalter einläuten, fernab von bierernster Traditionspflege. Die erste Kreation, das Wedding Pale Ale, ist ein stark gehopftes Bier englischer Tradition, verfeinert mit Reis. Für das neueste Projekt, ein Bier mit zarter Austern-Note, haben sie gerade einen Preis beim Hamburger Bierwettbewerb gewonnen. Im frechen Werbespruch „Ich habe immer gesagt: Sozialismus, das heißt Austern für alle“ schwingt viel Bedeutung mit: Der Rote Wedding, die französische Prägung des Viertels samt Vorliebe für exquisites Meeresgetier und nicht zuletzt der Ruf der neuen Kreativszene nach außergewöhnlichen Schöpfungen. Global denken, lokal brauen wollen die Bier-Enthusiasten und so bauen sie den Hopfen für ihren Gerstensaft auch gleich selbst auf dem Balkon an. Es bleibt ihnen zu wünschen, dass sie Starthelfer einer neuen Bierkultur werden. Schon der Geselligkeit zuliebe.

Autor: Marcus Bauer

http://www.abendblatt-berlin.de/no_cache/ausgaben/?tx_pdfarchiv_pi1[disId]=21

Wer mehr über Beer4Wedding erfahren will, wird hier fündig.