Ein entspanntes Frühstück in der Schiller-Oase

Endlich wieder Frühstück in der Schiller-Oase
End­lich wie­der Früh­stück in der Schiller-Oase

Seit eini­ger Zeit gibt´s ein neu­es Schild am Zaun der Schil­ler-Oase: „Ab 25. Mai Früh­stück von 9 – 12 Uhr“. Als Anwoh­ner und Neu-Wed­din­ger, der gera­de die High­lights des Bezirks erkun­det, wur­de ich natür­lich sofort dop­pelt neu­gie­rig. Bis­her war das Früh­stücks­an­ge­bot in mei­nem Teil des Wed­dings ger­ne tür­kisch ange­haucht: lecker mit frisch geba­cke­nen Simit zum Bei­spiel – doch sitzt man dabei meist in einem der Früh­stücks-Cafés an der Mül­ler­stra­ße. Und die ist nicht der ruhigs­te Ort, um bei einem lecke­rem Früh­stück ent­spannt in den Tag zu starten.

Mit Druck und Temperatur: Die Espresso Ambulance

Stafan Koch vor seinem Laden.
Ste­fan Koch vor der Espressoambulanz

Mus­kel­kraft statt Kap­sel­kaf­fee. Wenn man den sie­ben Qua­drat­me­ter klei­nen Laden in der Tür­ken­stra­ße im Wed­ding betritt, erin­nert im ers­ten Moment vie­les an eine Werk­statt: Das Werk­zeug, die vie­len Metall­tei­le und natür­lich das blit­zen­de Chrom. Tat­säch­lich ist es aber die neue Hei­mat von Ste­fan Koch. Und anstatt an alt­ge­dien­ten Autos her­um­zu­schrau­ben oder klei­ne Kap­seln in klei­ne Kaf­fee­ma­schi­nen zu schie­ben, restau­riert und repa­riert er vor­nehm­lich alte Espres­so­ma­schi­nen – genau­er gesagt: his­to­ri­sche Hand­he­bel­ma­schi­nen. Die Espres­so Ambu­lan­ce – ein ein­zig­ar­ti­ges Hand­werk im Wedding.

Der Faustball Wedding Cup im Schillerpark

Faustball Wedding-Cup, Schillerpark, (c) privat
Faust­ball Wed­ding-Cup, Schil­ler­park, © privat

Auf der Schil­ler­wie­se sowie im Sta­di­on Ungarn­stra­ße dür­fen an die­sem Wochen­en­de wie­der unge­niert die Fäus­te geschwun­gen wer­den. Der Wed­ding Cup, das welt­größ­te Ver­eins-Faust­ball­tur­nier fin­det in die­sem Jahr zum nun­mehr 31. Mal statt. Orga­ni­siert von der Faust­ball­ab­tei­lung der Ber­li­ner Tur­ner­schaft wer­den am nächs­ten Wochen­en­de mehr als 250 Teams auf ins­ge­samt 19 Spiel­fel­dern gegen­ein­an­der antre­ten. Neben amtie­ren­den Faust­ball-Welt­meis­tern wird es auch die­ses Mal wie­der ein Pro­mi­nen­ten-Team sowie wei­te­re klei­ne Häpp­chen zu ver­spei­sen geben.

Hasina EATERY: bengalisch-mexikanische Fusion im Wedding

Das Ehepaar Amin
Das Ehe­paar Amin

„Zuerst woll­ten wir ein rein vega­nes Restau­rant eröff­nen“, sagt Sho­r­ab Amin. Doch im nörd­li­chen Wed­ding, eher ein ruhi­ges Wohn­ge­biet als eine auf­re­gen­de Restau­rant­mei­le, war die Zeit dafür noch nicht reif. Gemein­sam mit sei­ner Frau Jes­min hat Sho­r­ab Amin ein indisch gepräg­tes Restau­rant mit mexi­ka­ni­schem Ein­schlag eröff­net. „Alko­hol gibt es bei uns kei­nen, und auch das Geflü­gel­fleisch ist nach Halal-Prin­zi­pi­en geschlach­tet“, erklärt der gebür­ti­ge Ban­gla­de­shi, der schon seit über 20 Jah­ren im Wed­ding wohnt. Nicht nur die Küche mit vegan/vegetarischem Schwer­punkt setzt an der nörd­li­chen Mül­ler­stra­ße, Nähe Schil­ler­park, einen außer­ge­wöhn­li­chen Akzent, auch die Ein­rich­tung kann sich sehen las­sen: „Das geht auf das Kon­to mei­ner bei­den Töch­ter“, sagt Sho­r­ab Amin stolz. Anders als in den meis­ten ande­ren indi­schen Restau­rants ver­zich­tet das Team der Hasi­na Eatery auf die typi­schen oran­ge-gel­ben Farb­tö­ne, son­dern setzt auf dunk­le Möbel und die Far­be violett.

Schönes Esslokal

Der Name Hasi­na Eatery bedeu­tet übri­gens schlicht „schö­nes Ess­lo­kal“ und ver­spricht nicht mehr und nicht weni­ger als lecke­re Gerich­te. Hier heißt das: Fusi­on-Küche mit klas­si­schen ayur­ve­di­schen Spe­zia­li­tä­ten aus der Regi­on um den Golf von Ben­ga­len, mexi­ka­ni­sche Nachos oder Enchil­adas. „ Alle Spei­sen sind frei von künst­li­chen Zusatz­stof­fen, Farb­stof­fen und Geschmacks­ver­stär­kern“, betont das Ehe­paar Amin. Mal sehen, ob das Expe­ri­ment im Eng­li­schen Vier­tel gelingt. Wer mit indi­scher Küche schlech­te Erfah­run­gen gemacht hat, kann übri­gens ganz beru­higt sein: zu scharf sind die Spei­sen auf kei­nen Fall, eher aus­ge­wo­gen gewürzt.

Hasi­na EATERY 

Face­book­sei­te

Ofe­ner Stra­ße 2/Nähe Müllerstraße.

Tel. 915 05 121

Öff­nungs­zei­ten: Mo bis So 15 – 22 Uhr geöffnet

Centre Français und anderswo: die Fête de la Musique wird bunt!

NettelbeckplatzDie Skan­di­na­vi­er bege­hen am 21. Juni seit Men­schen­ge­den­ken Mitt­som­mer – wäh­rend die Fran­zo­sen seit 1982 auf Initia­ti­ve des dama­li­gen Kul­tur­mi­nis­ters Jack Lang ein lan­des­wei­tes, kos­ten­lo­ses Open-Air-Musik-Fes­ti­val fei­ern. In kei­ner fran­zö­si­schen Alt­stadt kann man an die­sem längs­ten Tag des Jah­res den musi­ka­li­schen Klän­gen ent­ge­hen. Ab dem Jahr 1995 hat auch Ber­lin mit zahl­lo­sen Büh­nen nach­ge­zo­gen, und seit ein paar Jah­ren gibt es auch im Wed­ding ein paar Able­ger die­ses stim­mungs­vol­len Festivals.

Die Kolumne: Das Wunder vom Wedding

Gesobau erwirbt vom Bund Wohnungen

Cite Joffre TourcoingstrEs gesche­hen noch Wun­der. Auch im Wed­ding. Da hat doch die Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) nicht wie sonst üblich nach Höchst­ge­bot ver­kauft, son­dern der Ges­o­bau die 84 Miet­woh­nun­gen im Quar­tier Cité Wed­ding zum Ver­kehrs­wert über­las­sen. Ein Deal mit Signal­wir­kung. Soll­te ihn das Finanz­mi­nis­te­ri­um abni­cken, dürf­te es der BImA bei künf­ti­gen Ver­käu­fen schwer fal­len, ihre Ber­li­ner Lie­gen­schaf­ten aus­schließ­lich an den Meist­bie­ten­den zu ver­äu­ßern. Was in der Regel zur Fol­ge hat­te und hat, dass dort hoch­prei­si­ger Neu­bau ent­steht oder die dort woh­nen­den Men­schen mit Miet­erhö­hun­gen kon­fron­tiert wer­den, die sie meist nicht leis­ten kön­nen. Genau das soll den Mie­tern im Kiez zwi­schen Lon­do­ner und Them­se­stra­ße erspart blei­ben, die Ges­o­bau ver­sprach, „auf Luxus­mo­der­ni­sie­run­gen, Umwand­lun­gen und Ähn­li­ches zu ver­zich­ten“. Ein Prä­ze­denz­fall, der auch Druck macht auf all jene Poli­ti­ker, die glau­ben, Stadt nur mit Bau­lö­wen ent­wi­ckeln zu kön­nen. Für den Mau­er­park aller­dings kommt die­ses Wun­der lei­der zu spät …
Autor: Ulf Teichert
Die Kolum­ne erscheint eben­falls sams­tags im Ber­li­ner Abend­blatt, Aus­ga­be Wedding.

Weddinger Kinder gehen baden

 

Leserfoto, Quelle: Mirko
Leser­fo­to, Quel­le: Mirko

Schil­ler­park-Plan­sche blieb im Juni gesperrt

Vie­le Wed­din­ger Eltern fra­gen sich Jahr für Jahr, wenn im Früh­jahr das Ther­mo­me­ter in den som­mer­li­chen Bereich steigt, wann denn die Was­ser­spiel­plät­ze des Bezirks eröff­net wer­den. Nun teilt das Bezirks­amt Mit­te mit, dass die Sai­son der Kin­der­plan­schen im Goe­the­park (am Doh­na­ge­stell) und im Schil­ler­park (Dub­li­ner Ecke Bar­fusstr.) am 31. Mai eröff­net wur­de. Bei­de Plan­schen wer­den grund­sätz­lich bei Tem­pe­ra­tu­ren ab 25 Grad von 10 bis 18.00 Uhr betrie­ben. Die Tem­pe­ra­tur­vor­her­sa­ge der RBB-Abend­schau vom Vor­tag ist dabei maß­geb­lich. Aller­dings beginnt der Bade­be­trieb im Goe­the­park wegen einer auto­ma­ti­schen Steue­rung erst, wenn die Min­dest­tem­pe­ra­tur tat­säch­lich erreicht ist. Und wenn Gewit­ter oder Stür­me vor­her­ge­sagt wer­den, fin­det sicher­heits­hal­ber gar kein Bade­be­trieb an den Kin­der­plan­schen statt.

Auf­grund von Van­da­lis­mus­schä­den konn­te der Betrieb der Plan­sche im Schil­ler­park aber erst im Juli auf­ge­nom­men wer­den. Unbe­kann­te hat­ten die 2011 für 450 000 Euro sanier­te Schil­ler­park-Plan­sche kaputt­ge­macht und drei Sprüh­köp­fe abge­tre­ten, schreibt die Ber­li­ner Woche.  Min­des­tens 12 000 Euro kos­tet die Repa­ra­tur, wie Jür­gen Göt­te vom Grün­flä­chen­amt der Ber­li­ner Woche sag­te. Die Tei­le muss­ten jetzt neu ange­fer­tigt wer­den. Das Geld nimmt der Bezirk aus sei­nen Unter­halts­mit­teln für Grünflächen.

Blei­ben noch das Strand­bad Plöt­zen­see, das Kom­bi­bad See­stra­ße und das Som­mer­bad Hum­boldt­hain. Hier muss man aller­dings Prei­se zwi­schen 4,00 und 5,50 Euro pro Erwach­se­nem einkalkulieren…

Wohnungsneubau in besonderer Lage am Schillerpark

Am 13. Mai wur­de in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zum Schil­ler­park der Grund­stein für ein neu­es Bau­pro­jekt gelegt. An sich nichts Beson­de­res in der boo­men­den Metro­po­le Ber­lin – könn­te man mei­nen. Doch das Pro­jekt weist in die Zukunft: 2012 wur­de es im Neu­bau­wett­be­werb “Bezahl­ba­rer Wohn­raum für Ber­lin” mit dem ers­ten Preis ausgezeichnet.