Peter’s Art: Pastellfarbener Arbeitsalltag

Peter's Art - Angebot an Farben
Foto: Zbyszek Gorzow

Beinahe wie in einem Labyrinth fühlt man sich während eines Besuches bei Peter’s Art, dem Künstlerbedarfsgeschäft in der Gottschedstraße. Drei benachbarte Erdgeschoss-Wohnungen hat der Inhaber Peter nach und nach angemietet.

Das Durchstreifen der verschiedenen Räume lässt mich beinahe verwegen und abenteuerlich fühlen. Ist das hier ein Lager? Darf ich da rein? Kann ich diese Türe einfach öffnen? Spannend!

Vergessene Unternehmen aus dem Wedding

Der Wedding war einst DER Arbeiterbezirk im Norden Berlins. Klar, dass hier viele namhafte Unternehmen mit Weltruf produziert haben. Aber es gibt auch klangvolle Namen, mit denen jeder in Berlin früher etwas anfangen konnte – die heute fast vergessene Firmen sind.

Wir rufen sie wieder ins Gedächtnis – eine einst bekannte Supermarktkette, Schokolade (die jedes Kind kannte) oder eine Brotmarke.

Ungewöhnliches aus den Gerichtshöfen Teil 1 – denttabs

Foto: Tilman Vogler
Foto: Tilman Vogler

Unter Künstlerateliers, Werkstätten, Wohnungen und Handwerksbetrieben findet man in den Weddinger Gerichtshöfen so manch wundersame Dinge. Hier wird gewerkelt und gebastelt, gemalt und gelebt. Wir haben uns an diesem historischen Ort mal umgeschaut und berichten über unsere Begegnungen und Erlebnisse.

Schneeeule – Berliner Weiße ohne Schuss

Foto: Schneeeule

11.09.2020 Selbst für Berliner ist die Weiße mittlerweile dieses säuerliche Getränk, das nur mit Sirup zu ertragen ist. Ulrike Genz von der Brauerei Schneeeule will Berlin sein Stadtgetränk zurückbringen: die echte Weiße. Seit 2016 braut sie unter dem Namen Schneeeule Berliner Weiße nach alten (und auch nach neuen) Rezepten. Sie weiß, dass es heute Erkläungen braucht, was Berliner Weiße ausmacht. Auch deshalb hat sie im Englischen Viertel einen Salon eröffnet. Dort gibt es „Verkostung und Lehrstunden“ .

BELLE-ET-TRISTE: „Noch nie ohne Kauf aus dem Laden gekommen“

Bücher neben Büchern, Bücher über Büchern, Bücher unter Büchern – und dafür sehr wenig anderer Schnickschnack. Ein inzwischen fast schon ungewohnter Anblick in Buchläden! Aber: Nicht bei BELLE-ET-TRISTE. Seit bald 40 Jahren gehen in der Amsterdamer Straße Bücher über den Ladentisch. Und zwar nicht nur Belletristik, wie der Name suggerieren könnte; auch Sachbücher, Kinderbücher und Lyrik, Krimis, Englischsprachiges und natürlich eine umfangreiche (oder sogar vollständige?) Sammlung an Wedding-Büchern könnt ihr hier finden. Beim Eintreten in die überschaubare Buchhandlung herrscht Stille, einzig das Klappern der Computer-Tastatur und das leise Geräusch vom Umräumen der Bücher und Kisten füllen den Raum.

Das 4te Zimmer: Die Neuerfindung der Stulle

Dieses Café in der Transvaalstraße ist nicht trotz, sondern wegen Corona entstanden. Das Catering-Unternehmen von Alexandra Gritzko und ihrem Sohn Florian verzeichnete keine Aufträge mehr, und so wurde die Zeit genutzt, den Vorderraum in ein Café zu verwandeln. Hier gibt es ein Essen, das typisch für den Arbeiterbezirk Wedding ist, hier aber eine raffinierte Neuerfindung erfährt: die Stulle.