Ein Beispiel für Vereinskultur im Wedding

Berlin - Wedding - Muellerstrasse (c) Foto von Susanne Haun
Foto Susanne Haun

Aus der Fülle an noch bestehenden Vereinen des Weddings greifen wir den Verein StandortGemeinschaft Müllerstraße .V. heraus und beleuchten ihn näher. Der Verein wurde 2013 gegründet und bietet seither seinen Mitgliedern zahlreiche Netzwerk- und Bildungsaktivitäten an. Unter dem Motto „Besonderheiten, und Interessantes der Müllerstraße herauszustellen oder zu entwickeln“ sind die Vereinsmitglieder im Umfeld von Waren oder Dienstleistungen in verschiedenen Branchen zu finden, wie im Bereich Wohnungen, Gewerbe- oder Ladenflächen, Ausüben eines Handwerks, Kunst und Kultur.

Pro und contra Leinenpflicht

Straßenschild. Foto: Sulamith Sallmann
Straßenschild. Foto: Sulamith Sallmann

Am 1. Januar hat Berlin eine weitreichende Leinenpflicht für alle Hunde eingeführt, die in Treppenhäusern, auf belebten Straßen oder auf Märkten gilt. Auch vorher schon galt dies für Spielplätze und Parks, die mit dem grünen Schild gekennzeichnet sind. Wenn sich Hundehalter davon befreien lassen wollen, müssen sie einen Sachkundenachweis oder einen Nachweis über die Haltung des Hundes im Juli 2016 vorlegen. Davon abgesehen, dass das kaum zu kontrollieren ist, scheiden sich die Geister: Ist die Leinenpflicht, so verständlich der Wunsch nach ihr ist, eigentlich noch im Sinne einer artgerechten Hundehaltung?

Warst auch schon mal besser, alte Dame BVG!

BVG Busbetriebshof. Entworfen von Jean Krämer. Foto Joachim Faust.

Liebe BVG, zu deinem 90. Geburtstag –am 10. Dezember 1928 wurde die BVG als Zusammenschluss von verschiedenen Verkehrsbetreibern gegründet und nahm dann am 1.1.1929 ihren Betrieb auf – ist Dir der Glanz abhanden gekommen. Hach, früher: Nur zwei Wochen lang rund um das Kriegsende 1945 war der Betrieb ganz eingestellt, nicht mal die Teilung in zwei Betriebe 1949 – 1991 legte die BVG wirklich lahm. Doch das Bild, das der im Besitz des Landes befindliche Verkehrsbetrieb im Moment abgibt, ist der einst so innovativen Verkehrsmetropole unwürdig.

Kommentar zur Lebensmittelverschwendung

Meinung Es war einer dieser Abende, an denen alles mit einem unverfänglichen Gespräch zwischen Fremden begann und mit einer leeren Weinflasche endete. Irgendwann drehte sich das Gespräch um die Verschmutzung der Meere, Klimawandel und das eigene Konsumverhalten. Hitzig wurden Maßnahmen debattiert, für die jedoch immer ein Gegenargument in irgendeinem Teil der Wertschöpfungskette lauerte. Fast zynisch schauten wir alle auf die leere Flasche Wein, bis sich eine der Beteiligten verabschiedete: „Das, was momentan passiert, ist schrecklich, aber was kann ich tun?“

Kapweg-Sperrung: Weniger Autos wären gut für alle

Kapweg
Kapweg

Meinung Nun ist es raus. Berlin muss bis Mitte nächsten Jahres Straßen für Euro 1-5-Diesel sperren. Bei der Umsetzung könnte es hapern. Prominentes Beispiel am nördlichen Rand des Wedding: Der Kapweg. 250 Meter lang, Ausfahrt eines Baumarkts, einer Tankstelle und einer Waschanlage. Dank Kapweg spart man sich die 450 Meter Umweg durch Reinickendorf. Genau diese kurze Straße soll nun gesperrt werden, die BVG wird sich freuen, werden doch die Busse an der Ecke Scharnweberstraße nun noch mehr im Stau stehen. Dafür kann man länger Flugzeugen beim Landen zusehen. Hat ja auch was.  Unser Autor fragt sich, wie sich das Problem mit den Fahrverboten lösen ließe.