Zwei Rangerinnen für die Stadtnatur

Stadtnaturrangerinnen
Simo­ne Völ­ker und Lau­ra Dame­ri­us sind die Stadt­na­tur-Ran­ge­rin­nen in Mit­te. Foto: And­rei Schnell

Auch wenn die Natur in einer Metro­po­le wie Ber­lin alles ande­re als unbe­rührt ist, so ist sie den­noch schüt­zens­wert. Die Stif­tung Natur­schutz Ber­lin pro­biert nun seit Mai die­ses Jah­res aus, ob Ran­ger eine gute Sache sind, um Stadt­men­schen die Natur in der City zu erklä­ren. Für den Wed­ding sind Simo­ne Völ­ker und Dr. Lau­ra Dame­ri­us als Ran­ge­rin­nen ange­stellt. „In unse­rem Job als Ran­ger in der Stadt ist sozia­le Kom­pe­tenz gefragt“, fas­sen die bei­den ihre Erfah­run­gen nach dem hei­ßen Som­mer 2020 zusammen. 

Diesterweg-Gymnasium setzt auf Französisch und Latein

Diesterweg Gymnasium mit Französisch und Latein
Das Dies­ter­weg Gym­na­si­um in der Bött­ger­stra­ße Ecke Pankstra­ße. Foto: And­rei Schnell

Das Dies­ter­weg-Gym­na­si­um gibt sich nun eben­falls einen Schwer­punkt. Die Schu­le an der Pankstra­ße wählt als eige­nes Pro­fil die Spra­chen Fran­zö­sisch und Latein. Außer­dem nimmt das Gym­na­si­um ab Herbst 2021 Schü­ler auch ab Klas­se 5 auf. Damit ist das Gym­na­si­um „grund­stän­dig“. Rund 45 der mehr als 110 staat­li­chen und nicht-staat­li­chen Gym­na­si­en in Ber­lin sind grund­stän­dig und bie­ten damit den Wech­sel in der 5. Klas­se an. Unge­wöhn­lich für ein Gym­na­si­um ist, dass das Dies­ter­weg eine Ganz­tags­schu­le bis 16 Uhr ist. Wäh­rend grö­ße­re Schü­ler schon allein auf­grund des Stun­den­plans täg­lich vie­le Stun­den in der Schu­le ver­brin­gen, haben nur sie­ben Gym­na­si­en in Ber­lin einen Ganz­tags­be­trieb mit Arbeits­ge­mein­schaf­ten und Freizeitangeboten.

Zukunft für Stephanus als Kiezkirche denkbar

Auf dem Platz vor der Stephanuskirche im Soldiner Kiez Foto: Hensel
Foto: Hen­sel

Die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de an der Pan­ke ist bereit, die Ste­pha­nu­s­kir­che für den Kiez zu öff­nen. Pfar­re­rin Vero­ni­ka Kröt­ke spricht von einer denk­ba­ren „Umnut­zung des Kir­chen­ge­bäu­des“. Die Gemein­de hat vor, Part­ner für das Haus zu suchen. „Ziel ist, nicht allein Trä­ge­rin zu sein“, sagt Vero­ni­ka Kröt­ke. Par­al­lel hat der Quar­tiers­rat einen Brief zur Unter­stüt­zung die­ser Idee ver­öf­fent­licht, der in die­sem Arti­kel wei­ter unten ver­linkt ist.

Geschichtsbuch der Weddinger SPD

Cover Humboldthain Rehbergen über die Geschichte der SPD
Cover des Buches von Bernd Schimm­ler: “Zwi­schen Hum­boldt­hain und Reh­ber­gen”. Gra­fik: Wal­ter Frey Verlag

Geschich­te: Kom­mu­nal­po­li­tik war einst die Stär­ke der SPD. Kom­mu­nal­po­li­tik ist in Ber­lin Bezirks­po­li­tik. Kom­mu­nal­po­li­tik, das ist Poli­tik vor Ort.  Der Ort ist in Bernd Schimm­lers Geschichts­buch “Zwi­schen Hum­boldt­hain und den Reh­ber­gen” der ehe­ma­li­ge Bezirk Wed­ding. Und die­ser “rote” Ort wur­de in den letz­ten hun­dert Jah­ren vor allem von der SPD gestal­tet. So ist Bernd Schimm­lers Rück­blick auf die star­ken Jah­re Sozi­al­de­mo­kra­tie gleich­zei­tig ein Blick auf ein Jahr­hun­dert Kom­mu­nal­po­li­tik – und somit nicht nur für SPD-Mit­glie­der inter­es­sant. Der Blick zurück mit die­sem Buch lohnt sich. Eine Buchempfehlung.

Kolonie10: Fledermaus und Gutachten

Koloniestraße Berlin Wedding Innenhof
Hof der Kolo­nie­stra­ße 10. © Til­man Vogler

Drei Gut­ach­ten kann die Gemein­schaft der Mie­ter in der Kolo­nie­stra­ße 10 vor­wei­sen und mit ihnen um den Erhalt ihres Hofes kämp­fen. Eines davon belegt, dass in dem Hin­ter­hof die sehr sel­te­ne Mops­fle­der­maus geor­tet wur­de. Ein Inves­tor will Gara­gen in dem his­to­ri­schen Par­al­lel­hof abrei­ßen, um Platz für ein Apart­ment­haus zu schaf­fen. Das geht nun aus Natur­schutz­grün­den nicht so ein­fach. Die Mie­ter wol­len, dass eine Genos­sen­schaft das Wohn­haus und die Remi­sen kauft. Sie haben sich zum Kul­tur­hof Kolo­nie­stra­ße 10 zusam­men­ge­schlos­sen. Zwei Genos­sen­schaf­ten kämen für den Kauf in Fra­ge. Doch die kön­nen nur kau­fen, wenn der Inves­tor sei­ne eige­nen Plä­ne begräbt.

Box und Zelle – Orte zum Büchertausch

Bücherbox
Bücher­box. Foto: And­rei Schnell

18.10.2020 Vor drei Jah­ren haben wir uns letz­tes Mal um die Stand­or­te der Bücher­bo­xen geküm­mert. Hier unser Update aus Anlass der Ein­wei­hung einer neu­en Zel­le auf der Grün­ta­ler Stra­ße. Kennt ihr wei­te­re Orte, an denen aktu­ell aktiv Bücher getauscht wer­den? Egal ob Box, Zel­le oder Regal.

AG will mehr Mobilität statt mehr Verkehr

Verkehrszählung
Zäh­lung des Durch­gangs­ver­kehrs Stee­ger Stra­ße bis Grün­ta­ler Stra­ße. Foto: Robert Schimanek

06.10.2020 Ihr Mot­to könn­te sein: Bei uns zählt jeder. Eine Grup­pe von etwa 20 Leu­ten aus dem Sol­di­ner Kiez setzt sich vor ihrer Haus­tür für ein neu­es Ver­ständ­nis von Mobi­li­tät ein. Und dazu zäh­len auch Ver­kehrs­zäh­lun­gen. Zähl­meis­ter wer­den gesucht. Eini­ges hat die erst 2019 gegrün­de­te Grup­pe AGNMV bereits geschafft. Das nächs­te gro­ße Ziel ist ein Work­shop. Ach ja, und die Dia­go­nal­sper­re auf der Grün­ta­ler ist auch noch nicht in tro­cke­nen Tüchern. Robert Schi­m­anek erzählt, war­um es sich lohnt mitzumachen.

Armdrücken mit dem Clanchef

Uwe Wilhlem Die Frau mit den zwei Gesichtern
Cover des Buches: Die Frau mit den zwei Gesich­tern. Gra­fik: blan­va­let Verlag

04.10.2020 Ein neu­er Wed­din­g­ro­man, par­don Gesund­brun­nen­ro­man, ist da. Uwe Wil­helm hat mit “Die Frau mit den zwei Gesich­tern” einen Roman geschrie­ben, der zu gro­ßen Tei­len in der Bad­stra­ße und teil­wei­se im Gesund­brun­nen­cen­ter spielt. Es ist ein Roman über Clans, über Frau­en, die sich durch­schla­gen (wort­wört­lich gemeint) und über die düs­te­ren Sei­ten des Lebens. Die Geschich­te spielt im kri­mi­nel­len Halb­mi­lieu und ist doch kein Kri­mi. Und wie der Titel ver­mu­ten lässt: die Haupt­rol­le über­nimmt eine Frau. Hier die Buchbesprechung: