Uferstudios: AUSUFERN ist zurück

Anknüpfend an die erfolgreiche Ausgabe in den vergangenenen Jahren lädt die Programmreihe „Ausufern“ von Juni bis September wieder zu Kunstprojekten in die Uferstudios und deren Umgebung ein. Immer an den ersten vier Tagen des Monats und immer eintrittsfrei präsentiert die Reihe auch in diesem Jahr wieder Tanzveranstaltungen an der Badstraße. Und auch den Nachbarschaftsflohmarkt gibt es in diesem Jahr wieder.

„Ausufern“ im August

Eine ganz besonderes Kunstexperiment: Ein einzelner Gast wird von Tänzer Jo Koppe mit Essen bewirtet und zu festgelegten Themen befragt. Jeder kann mitmachen! Bewerbungen werden noch bis zum 29. Juli entgegengenommen.

Anknüpfend an die erfolgreiche Ausgabe im vergangenen Jahr lädt die Programmreihe „Ausufern“ auch in diesem Sommer wieder zu Kunstprojekten in die Uferstudios und deren Umgebung ein. Immer an den ersten vier Tagen des Monats und immer eintrittsfrei präsentiert die Reihe auch in diesem Jahr wieder Tanzveranstaltungen an der Badstraße – so auch Anfang August.

Workshop in den Uferstudios: Der perfekte Bankraub

 

Foto (C) Joseph Plotzki
(C) Joseph Plotzki

Finanzielle Unabhängigkeit, den Kampf ums Überleben gewinnen, Superheld oder Pop-Star sein, Adrenalin-Kick, lebenslange Komplizenschaft und ewige romantische Verbundenheit, Verschwörung, siegreiches Überlisten, Täuschungstechniken – die Fantasien und Assoziationen, die sich mit Banküberfällen verbinden, sind beinahe so verschieden wie die Menschen, die sie haben.

Uferstudios öffnen sich durch „Ausufern“

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Quelle: Jiska Morgenthal

Über die eigenen Grenzen hinausgehen: Das ist das Ziel einer neuen interdisziplinären Sommer-Programmreihe namens AUSUFERN, die im Juli startet. Damit sollen Kunstprojekte angestiftet werden, die in besonderem Maße in den gesellschaftlichen Raum hineinwirken. Das ist auch räumlich gemeint: AUSUFERN soll auch den Dialog der Uferstudios vor allem mit der Nachbarschaft und Realität im Gesundbrunnen suchen. Die Uferstudios GmbH will so dem dringenden Wunsch aller Partner am Standort nach einer stärkeren Öffnung der Uferstudios nachkommen.

„Atlas“: Jeder könnte einer von hundert Darstellern sein

ATLAS_by Vasco Celio-129„Schon der erste Tag, wenn sich alle gegenseitig vor 50 weiteren Personen vorstellen, ist sehr berührend. Was erzählt man da über sich selbst?“ So beschreibt Andre Urba, ein portugiesischer Tänzer das Gefühl, wenn sich wildfremde Menschen beim ersten Theater-Workshop des „Atlas“-Projektes kennenlernen. „Nach zwei Stunden hat man schon das Gefühl, in das Leben von so vielen unterschiedlichen Menschen hineingeschaut zu haben. Und dann erst bei den Aufführungen das Gefühl, mit 100 Menschen als Gruppe auf der Bühne zu stehen! Da hat man das Gefühl, etwas bewegen zu können!“ Die Performance, die 2011 in Lissabon uraufgeführt wurde und in Warschau, Gent, Mailand, Budapest, Lausanne, Athen, Montpellier und Sao Paolo aufgeführt wurde, kommt jetzt auch in die Uferstudios in Berlin-Gesundbrunnen. Dafür werden 100 Darstellerinnen und Darsteller gesucht. Bühnenerfahrung müssen sie nicht mitbringen, denn die Teilnehmer spielen sich selbst und stellen keine Rolle dar. In keiner Stadt ist die Performance  gleich. Obwohl sie als Ausgangspunkt einer simplen Struktur folgt, hängt sie doch sehr von den Mitspielern und deren Lebenswelten und Ideen ab.

Wohnungsneubau an der Uferstraße

Foto: GESOBAU
Simulation: GESOBAU

Johann Wilhelm Jakob Bornemann, ab 1806 Geheimer Sekretär und später sogar Generaldirektor der Preußischen Staatslotterie, hat sich mit seinem Lied „Im Wald und auf der Heide“ ins kollektive Gedächtnis der Deutschen geschrieben. Berlin erinnert an Bornemann in Form eines Straßennamens im Weddinger Ortsteil Gesundbrunnen.Wie passend, dass sich in dieser Straße auch die Zufahrt zu einem 6.200 Quadratmeter großen Areal befindet, das bislang tatsächlich eher einer kleinen Heidelandschaft glich. Doch das wird sich jetzt ändern.