GESCHLOSSEN „Zadar“: gut gegrillt ist halb gewonnen

Restaurant von außenBelebt Konkurrenz immer das Geschäft? Gleich drei kroatische Restaurants, die man früher der Einfachheit halber „Jugo“ nennen konnte, befinden sich recht nah beieinander in einem gastronomisch ansonsten eher leblosen Kiez. Aus der Tatsache, dass alle drei ihr Stammpublikum zu haben scheinen und noch keines die Rolläden herunterlassen musste, kann man schlussfolgern, dass die Menschen im Afrikanischen Viertel im Nordwesten des Wedding besonders gerne kroatisch essen.

„L’Escargot“: Feines Essen, das sein Geld wert ist

L'escargot RestaurantEin italienischer Koch, der spürbar Lust an seinem Beruf hat, freundliches Personal, viele Stammgäste nicht nur aus dem Brüsseler Kiez – das macht das L’Escargot in der Brüsseler Straße schon seit vielen Jahren aus. Das mediterran geprägte Essen mit seinen großen Portionen kommt bei den meisten Gästen gut an. Die Preise sind für Weddinger Verhältnisse recht stolz, aber für die gebotene Qualität und Frische kann sich das L’escargot durchaus mit vergleichbaren Restaurants in besseren Lagen messen.

„Naveena Path“: Es schmeckt, auch vegan oder vegetarisch…

Mal hieß es Prince, dann Shaktys, zwischendurch auch mal Volksmensa, und seit Ende 2009 Naveena Path. Wie die Namen wechselten auch die Besitzer, ebenso die Konzepte – aber eines blieb immer gleich: Der Koch. Und der ist es auch, der das Naveena Path zu einem wunderbaren Geheimtipp im Wedding macht.

Der kleine Laden in der Tegeler Straße ist eher rustikal eingerichtet, Probleme, einen Sitzplatz zu finden hat man in der Regel nicht, und auch sonst gibt es eigentlich nichts, was einen spontan dazu bringen könnte, das Lokal zu seinem zweiten Wohnzimmer zu machen. Bis zu dem Augenblick, an dem man dann sein Essen genießt.

Das Naveena Path bietet indische und tamilische Gerichte, sowohl mit Fleisch als auch fleischlos. Gerade auf die vegetarischen und veganen Gerichte hat sich der Koch spezialisiert, und man glaubt es ihm wenn er – immer wieder gerne – betont, dass solchen Speisen seine große Leidenschaft gilt. Die Zutaten sind frisch, die Schärfe variiert gerne mal, und dass man hungrig wieder aus dem Naveena Path rauskommt, geschieht wohl auch nie.

Die Schnelligkeit des Services variiert ebenfalls, ebenso die Bereitschaft des Kochs zu einem ausführlichen, einem sehr ausführlichen oder eben auch gar keinem Plausch. Das Preisniveau bewegt sich auf „gehobenem Wedding“, ist also völlig akzeptabel und angemessen. Im Sommer kann man die leckeren Gerichte auch draußen auf den Bierbänken zu sich nehmen, allerdings nur, wenn man über ein gut gepolstertes Hinterteil verfügt.

Kleiner Tipp: Als Vorspeise sollte man sich die sauer-scharfe Linsensuppe gönnen – ein Gedicht!

Autor: Stef, stefblog.de

Naveena Path, indische und tamilische Küche

Tegeler Straße 22, 13353
Berlin, U+S Wedding,
Geöffnet täglich 11.30 bis 23 Uhr.