Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappDas Wed­din­ger Leben geht wei­ter – vor allem natür­lich digi­tal. Solan­ge das Inter­net hält, tagen die Bezirks­po­li­ti­ker, wird über das Café Leo dis­ku­tiert, gibt es digi­ta­le Work­shops, die zei­gen, wie man den Wed­ding vor dem Rech­ner ver­än­dern kann. Auch Brie­fe wer­den ver­schickt, vie­le Brie­fe. Doch auch Nicht-Vir­tu­el­les haben unse­re sie­ben Wed­ding-News der Woche zu bieten.

Was wir über die neue S‑Bahn zum Hauptbahnhof wissen

Aktua­li­siert: Las­sen wir mal alle Pro­ble­me beim Bau der als S 21 / City-S-Bahn S 15 bezeich­ne­ten neu­en S‑Bahn-Linie außen vor, die zu Pla­nungs­än­de­run­gen, Bau­zeit­ver­län­ge­run­gen und pro­vi­so­ri­schen Zwi­schen­lö­sun­gen geführt haben. Der Bau schrei­tet jetzt jeden­falls wei­ter vor­an und wir kön­nen uns auf eine neue S‑Bahn-Ver­bin­dung zwi­schen Gesund­brun­nen und dem Haupt­bahn­hof freu­en. Die­se wird am Ende eine gute Mil­li­ar­de Euro gekos­tet haben und frü­hes­tens Ende 2021 eröff­net werden. 

Parkdecks zu Wohnheimen

Nach der Eröff­nung des Flug­ha­fens BER dürf­ten sich auch die Tage des Park­hau­ses in der Trift­stra­ße 17 ihrem Ende zunei­gen. Das soll dann abge­ris­sen wer­den, auf dem Gelän­de soll eine Kita errich­tet wer­den und Wohn­raum für Stu­den­ten und Geflüch­te­te ent­ste­hen. Aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den blo­ckiert bis­lang die Beuth Hoch­schu­le für Tech­nik die Ent­wick­lung des Areals.

Neue Verkehrsführung im Sprengelkiez

04.09.2019 “Ende Sep­tem­ber wird die Tege­ler Stra­ße geschlos­sen!” – “Was? Wie?” So oder ähn­lich könn­ten Gesprä­che im Spren­gel­kiez der­zeit begin­nen, denn: Ende Sep­tem­ber wird die Tege­ler Stra­ße end­lich wirk­lich gekappt, und zwar an der Stel­le, wo bereits jetzt die Eisen­bahn­brü­cke (der soge­nann­te Over­fly) hoch über die Stra­ße führt, hin­ter dem Spiel­platz an der Ecke Lynar­stra­ße. Geschlos­sen heißt: Kei­ne Autos, kei­ne Fahr­rä­der, kei­ne Men­schen zu Fuß kom­men noch durch, der gesam­te Ver­kehr wird dann über das neue Nord­ufer umgeleitet.

Hubertha: Vietnamesische Küche in der Tegeler Straße

Im Hubertha. Foto: Marco Kaufmann, www.marcokaufmann.de
Betrei­be­rin Thi Thuy Giang Dingh im Huber­tha. Foto: Mar­co Kauf­mann, www.marcokaufmann.de

Wenn man die Tege­ler Stra­ße ent­lang­geht und einen Moment nicht auf­passt, könn­te man den­ken, das Lokal Fei­ner Hubert exis­tiert wie­der. Aber nix da. An sei­ner Stel­le ist jetzt das Huber­tha. Ein authen­ti­sches, viet­na­me­si­sches Restau­rant – wel­ches dann doch nichts mit dem Vor­gän­ger am Plat­ze zu tun hat.

Die Moabit-Weddinger-Achterbahn

Beob­ach­tun­gen eines Baustellen-Kiebitzes

Der berühm­te „Over­fly” ist kei­ne Abschuss­ram­pe für eine Rake­te, auch kei­ne Ski­sprung­schan­ze,  son­dern die Ram­pe für die Über­füh­rung der kom­men­den S 21 vom Haupt­bahn­hof über die Per­le­ber­ger Stra­ße, den Ber­lin-Span­dau­er-Schiff­fahrts­ka­nal und der Tege­ler Stra­ße zum Bahn­hof Wed­ding. Ein Meis­ter­werk der Sta­tik und Archi­tek­tur. In wei­ser Vor­aus­sicht auch schon mit aus­rei­chen­den  zukünf­ti­gen Graf­fi­ti­flä­chen ver­se­hen. Mehr dazu, sehr detail­liert, vom Bau­stel­len­kie­bitz, Ehlert Puvogel.

Gastro-Hotspots im Sprengel- und im Brüsseler Kiez

AKTUALISIERT 2020 Auf den ers­ten Blick haben die bei­den Nach­bar­kieze höchs­tens die Beuth Hoch­schu­le gemein­sam. Abge­grenzt durch die lau­te See­stra­ße, die Mül­ler­stra­ße und den Ber­lin-Span­dau­er Schif­fahrts­ka­nal hat sich im Spren­gel- und im Brüs­se­ler Kiez an drei Hot­spots aber ein gas­tro­no­mi­sches Eigen­le­ben ent­wi­ckelt, wie es sonst kaum ein Gebiet im Wed­ding besitzt.

GESCHLOSSEN “Feiner Hubert”: Meister, die üben

© Fei­ner Hubert

„Das Café Hubert in neu­em Gewand“, so möch­ten Hai­dar Tahmaz und Yan­nick Pfeif­fer die gas­tro­no­mi­sche Wie­der­auf­er­ste­hung in der Tege­ler Stra­ße ver­stan­den wis­sen. Das 2012 eröff­ne­te Café-Restau­rant punk­te­te von Anfang an mit guter Qua­li­tät und war damit eine Art Weg­be­rei­ter im Spren­gel­kiez. „Alle, die danach kamen, haben an uns gese­hen, dass hoch­wer­ti­ges Essen im Wed­ding funk­tio­nie­ren kann“, erzählt Hai­dar. Der 36-Jäh­ri­ge muss­te das belieb­te Hubert Ende 2016 schlie­ßen, als es zu Dif­fe­ren­zen zwi­schen den Gesell­schaf­tern des nahe gele­ge­nen, vom Hubert mit­be­trie­be­nen Wein­kon­tors Die drei Lüg­ner kam. Doch nun star­tet Hai­dar mit einem neu­en Geschäfts­part­ner neu in den Räu­men des alten Wein­kon­tors durch: als “Fei­ner Hubert”.

Massage bei Thon Pho: Wie neugeboren

“Kei­ne Ero­tik” steht groß am Ein­gangs­schild des thai­län­di­schen Mas­sa­ge­sa­lons im Spren­gel­kiez. Angeb­lich der bes­te der Stadt. Zumin­dest behaup­tet das ein Freund, der Thai­land liebt und oft bereist und mir ver­si­chert, tra­di­tio­nel­ler und ori­gi­na­ler geht es nicht. Scha­de, dass der Ruf der Thai­mas­sa­ge so ver­rucht ist. Viel­leicht hät­te ich so etwas sonst schon frü­her aus­pro­biert. Memo an mich selbst: nicht vom Kli­schee beein­dru­cken las­sen.  Das Team von Thon Pho ver­spricht, dass der Kun­de sich nach einer Mas­sa­ge wie neu­ge­bo­ren fühlt. Soweit wür­de ich nicht gehen, aber zumin­dest hin­ge­hen wer­de ich sicher immer wieder.