Fußball-Weltmeisterschaft 2018: Public Viewing im Wedding

Was, wann, wo Wedding (18. Woche)

Veranstaltungstipps - GärtnernJetzt geht es raus! Immer mehr Veranstaltungen finden jetzt unter freiem Himmel statt. Im Angebot gibt es Vieles. Ob Kräuterwanderung, Beetbau mit dem Sohnemann oder Yoga im Park – geht raus! Falls das Wetter noch nicht so ganz mitspielt, gibt es natürlich Alternativen. Zum Beispiel den Tanz in den Mai, Poetry Slam hinter einer Schattenwand oder einen Apfelstrudel-Workshop. In dieser Woche gibt es im Wedding wieder viel zu entdecken. Unsere Veranstaltungsvorschau  für das kommende Wochenende und die Tage danach zeigt euch, wo was los ist.

Was, wann, wo im Wedding: Gottesdienste an Weihnachten

Zumindest an Heiligabend werden die Kirchen im Wedding wieder überfüllt sein. Es gibt sehr unterschiedliche Formen wie Krippenandachten, Familiengottesdienste mit Krippenspiel, Christvespern, eine Christmette oder einen Gottesdienst mit Bildmeditation. Es lohnt sich, aus dem großen Angebot im Wedding auszuwählen und die teilweise sehr schönen Kirchengebäude von innen zu erleben. Leuchtende Kinderaugen, zahllose Kerzen an den großen Weihnachts­bäumen, eine feierliche und zugleich aufgeregte Stimmung beispielsweise in der voll besetzen St. Jo­sephskirche: Im Mittelpunkt steht dabei neben vielen bekannten Weihnachtsliedern ein Krippen­spiel, das von 4- bis 12-jährigen Kindern aufgeführt wird; in diesem Jahr das Stück „Der Sternenengel und die Hoffnung“. In St. Joseph wird auch die traditionelle Mitternachtsmesse gefeiert, sie beginnt also um 24 Uhr.  Wir geben einen Überblick über die deutschsprachigen Gottesdienstzeiten der evangelischen Kirche (EKBO) und des Erzbistums Berlin.

Ho Ho Ho! Weihnachtsmärkte im Wedding

Karussell. Foto: HenselIst Wedding schon in Weihnachtsstimmung? Na klar! Der 24. Dezember steht in einem guten Monat vor der Tür. Deshalb beginnt jetzt die Zeit der Weihnachtsmärkte. Schon an diesem Wochenende findet in der nördlichen Müllerstraße der erste Weihnachtsmarkt statt. Danach geht es quer durch den Wedding weiter bis zum Weihnachtsfest. Die Weddingweiser-Redaktion wünscht viel Spaß bei Punsch und Wärmefeuer, auf dem Karussell und beim Stöbern nach Geschenken!

Weddinger Freiheiten: Als die Kirche besetzt war

Auf den Stellwänden geht es um die Geschichte im Wedding und um soziales Engagement. Fotos: Andrei Schnell
Auf den Stellwänden geht es um die Geschichte im Wedding. Fotos: Andrei Schnell

Ja, das waren noch Zeiten! Als ein paar lautstarke Außenseiter verkündeten, die Stephanuskirche sei jetzt besetzt. Wobei sie mit Besetzung meinten, das Kirchenhaus gehöre jetzt ihnen und nicht mehr der amtlichen Kirche. Aus heutiger Sicht ist das unvorstellbar. Und noch viel erstaunlicher wirkt heute, dass damals nicht als erstes nach dem Sicherheitsdienst gerufen wurde. Nachzulesen ist diese Episode der Kirchenbesetzung auf einer von zwölf Stellwänden der Wanderausstellung „Weddinger Freiheiten“, die derzeit in der St.- Paul-Kirche in der Badstraße 50 zu sehen ist.

Stephanuskirche soll Kieztreffpunkt werden

Stephanuskirche
Viele Backsteine für eine Kirche. Die Stephanuskirche ist das Wahrzeichen des Soldiner Kiez. Foto: Andrei Schnell

Die Stephanuskirche im neogotischen Stil ist das bauliche Wahrzeichen des Soldiner Kiezes. Doch das Gotteshaus wird von der Kirchengemeinde an der Panke kaum genutzt. Pfarrerin Veronika Krötke will das ändern und die Kirche in der Prinzenallee wieder zu einem – nicht nur kirchlichen – Treffpunkt im Kiez machen.

Orgelmusik trifft Bio-Landküche

Der Innenraum der Stephanuskirche in der Prinzenallee. Foto: Resch
Der Innenraum der Stephanuskirche in der Prinzenallee. Foto: Resch

Das ist sicher keine Musik für jeden Tag. Aber für ausgewählte Tage ist Orgelmusik besonders und schön. Kostprobe gefällig? Am Freitag, den 5. Mai beginnt in der Stephanuskirche in der Prinzenallee die Reihe „Orgel mit Biss“. Die Kirchenmusikerin Annette Diening wird an diesem Tag und an weiteren Terminen die Schlag & Söhne-Orgel erklingen lassen. Dazu gibt es vor der Kirche Bio-Landküche. Los geht es um 19 Uhr.

Zwischen Willkommenskultur und Ärger im Bauch

Auf dem Platz vor der Stephanuskirche im Soldiner Kiez halten sich regelmäßig Roma-Familien auf. Das gefällt nicht allen. Foto: Hensel
Auf dem Platz vor der Stephanuskirche im Soldiner Kiez halten sich regelmäßig Roma-Familien auf. Das gefällt nicht allen. Foto: Hensel

Flüchtlinge gibt es nicht erst seit vorletztem Sommer. Schon seit neun Jahren leben zum Beispiel im Umfeld der Stephanuskirche im Soldiner Kiez mehrere Roma-Familien aus Rumänien. Sie sind Armutsflüchtlinge aus Bukarest, Sofia, Paris oder Mazedonien. Sie leben in den Autos an der Soldiner Straße und halten sich oft auf dem Platz vor der Kirche auf. Während manche Anwohner ihnen mit Verständnis begegnen, ärgern sich andere über die Probleme, die auch aus ihrer Anwesenheit entstehen.

5 Türme, mit denen der tiefe Wedding hoch hinaus will

Wenn der Wedding in einem negativen Zusammenhang genannt wird, fällt oft die Bezeichnung „Tiefer Wedding“. Wo genau sich dieser befindet, ist schwer zu sagen, aber gemeint ist meist der Weddinger Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings und rund um den Nettelbeckplatz. Aber auch der tiefe Wedding will ganz hoch hinaus. Hochhäuser wie der ehemalige Rathaus-Neubau (heute Job-Center) oder das Scheringgebäude (heute Bayer Pharma) sind auch von anderen Stadtteilen aus sichtbar, zum Beispiel von der Heidestraße in Moabit. Auf dem schlossartigen Altbau des Virchow-Klinikums, dem ehemaligen Zuckermuseum und auf so manchem anderen Altbau aus der Kaiserzeit sitzen metallische Turmhauben, die die schnöde Funktion der Gebäude kaschieren wollen und oft etwas Kulissenhaftes haben. Die ältesten Kirchen im Wedding sind bescheiden und haben gar keine Türme – die Schinkelkirchen Nazareth im Wedding und St. Paul in Gesundbrunnen (deren Glockenturm wurde erst nachträglich angebaut).