Weddingmelder-Wochenschau #11/17

Grüntaler Straße, Nachtaufnahme, Vollmond, Nacht, Straßenschild
Vollmond im März [Foto: Sulamith Sallmann]
Der unverhangene Vollmond hat selbst zu später Stunde noch so manchen Stubenhocker vor die Tür gelockt. Man könnte auch sagen: Mitternacht, der Wedding erwacht. Wenige Stunden später fehlten angeblich mehrere Hundert Wahlaufrufe der Stadtteilvertretung. Sie wurden einfach abgerissen.
Habt ihr mitbekommen, die Kanzlerin war da! Nee? Dann seid ihr guter Gesellschaft, denn selbst im Paul-Gerhardt-Stift wunderten sich einige Mitarbeiter, als Merkels dunkle Limousine vorfuhr. Damit ihr in Zukunft auf dem Laufenden bleibt: Immer schön die Wochenschau lesen! Abgemacht?

Goodbye Stattbad, und danke für den Fisch

Stattbad Wedding, alles ruhig auf der Gerichtstraße?
Stattbad Wedding, alles ruhig auf der Gerichtstraße?

Jetzt sollte es auch wirklich der allerletzte Insasse unserer kleinen Kiez-Anstalt mitbekommen haben: Der Wedding verändert sich. Und das Dragoner-Areal in Kreuzberg? Das wird bebaut. Vorher wird jedoch erst einmal heimlich, still und leise abgerissen, und zwar genau jenes Gebäude, welches von der Straße aus derzeit noch fast völlig intakt aussieht. Die Rede ist vom Stadtbad Wedding. Als ehemaliger Anwohner war ich aus ganz unterschiedlichen Gründen nie wirklich ein großer Freund dieser Einrichtung. Doch hat es solch ein schändliches Ende wirklich verdient? Einfach mit dem Kran von hinten erdolcht und abgerissen zu werden? Ich sage, Goodbye Stattbad, und danke für den Fisch.

5 Themen, die den Wedding 2015 bewegten

Wedding, wie haste Dir verändert! Vieles verschwand für immer, manches konnte gerettet werden. Viele neue Nachbarn aus Nah und Fern konnten wir willkommen heißen – dass das nicht immer ohne Konflikte und Anpassungsschwierigkeiten geht, ist klar. Mehr Spielhallen, mehr Bioläden, mehr Einwohner: Wie verändert das uns im Wedding?

Die Kolumne: Viele Fragen offen

Stattbad TerrasseUngereimtheiten in Sachen Stattbad

Das Stattbad ist dicht. Nach einer anonymen Anzeige und der Begehung durch die zuständigen Stellen des Bezirksamtes wurde der komplette Gebäudekomplex geschlossen. Für die dort arbeitenden Firmen und Künstler eine die Existenz bedrohende Maßnahme. Die beiden Stattbad-Betreiber klagten darüber, „in vollem Umfang attackiert“ worden zu sein. Ihnen allerdings sollte unser Mitgefühl nicht gelten.

Gründe für die Stattbad-Schließung

Stattbad FassadeAufgrund einer Mängelanzeige und Veranstaltungsankündigungen im Internet fiel dem Bezirksamt Mitte auf, dass das Stattbad Wedding entgegen der 2012 erteilten Baugenehmigung genutzt wird. Daher wurden die Nutzer aufgefordert, den Zutritt zum Gebäude zu verhindern. Doch wer ist nun eigentlich schuld an der Schließung des Stattbades? Eine unkreative Verwaltung – oder gar Menschen, die dem Stattbad etwas Böses wollen?

Kiki Sol – Café: so was möchte man gerne hier haben

Viele kennen noch das KikiSol als kulturelle Oase in der Lindower Straße. Eingeklemmt zwischen dem Abschleppdienst, dem türkischen Fischhändler und dem Nettelbeckplatz hatte sich der Künstler- und Studententreff vor allem durch seine Konzerte etabliert. Im vergangenen Frühjahr zog die ungewöhnliche Bar um in die Reinickendorfer Straße 106, während die alten Räumlichkeiten als Vereinslokal genutzt wurden. Doch jetzt eröffnet dort das KikiSol-Café – sozusagen die Schwester der KikiSol-Bar….