Spaziergang mit einem Staatspräsidenten

Es gibt Erleb­nis­se, die einen noch Jahr­zehn­te spä­ter bewe­gen und an die man sich bis ins Detail erin­nern kann. Mei­ne Gedan­ken gehen hier zurück ins Jahr 1979, genau­er zum 29. Okto­ber. Irgend­wie hat­te ich von Mit­schü­lern ver­nom­men, dass der dama­li­ge fran­zö­si­sche Staats­prä­si­dent Valé­ry Gis­card d’Estaing * nach Ber­lin kom­men würde. 

Wieso mich das Himmelbeet an Garten Eden erinnert

Foto: Wed­ding­wei­ser

Als ich klein war, saß ich oft ganz weit oben in den Baum­kro­nen. Es fühl­te sich gut an, in der Luft zu hän­gen und das Blau des Him­mels über sich zu haben. Den Wol­ken zuzu­schau­en, wie sie sich lang­sam fort­be­weg­ten und fast (!) die Ober­sei­te der Dächer zu sehen. Mein Bru­der hin­ge­gen klam­mer­te sich an den Baum und rief ängst­lich zu mir hoch, ich sol­le gefäl­ligst wie­der run­ter­kom­men (Ich erfuhr erst Jah­re spä­ter, dass er Höhen­angst hat­te. Das erklär­te so einiges.)

Wenn ich also an Frie­den den­ke, dann stel­le ich mir wie­der die wei­ßen Wol­ken am Him­mel vor und das Gefühl, los­ge­löst von allen irdi­schen Pro­ble­men zu sein. Ich den­ke an Natur, an Wär­me und viel­leicht an eine küh­le Limo bei 30 Grad Hit­ze. Genau das hat mir das Him­mel­beet in der Ruhe­platz­stra­ße 12 gegeben.

Weshalb die Schließung Karstadts dem Untergang der Titanic ähnelt

Foto: Andaras Hahn

Bei der aktu­el­len Schlie­ßung von Kar­stadt in der Mül­ler­stra­ße 25 im Wed­ding kommt man nicht umhin als an den Unter­gang der Tita­nic zu den­ken. Die Gemein­sam­kei­ten zwi­schen dem Schiff und dem mitt­ler­wei­le schon 40 Jah­re alten Kauf­haus sind kaum zu über­se­hen: Bei­de sind groß, luxu­ri­ös und viel­fäl­tig, bie­ten Essen an und erstre­cken sich über meh­re­re Stockwerke. 

Himmel noch mal! Wieder Gezerre ums Himmelbeet

So sicher wie die jähr­li­che Ern­te zit­tert das Him­mel­beet jedes Jahr aufs Neue um das, was bald kommt. Und das ist lei­der gar nichts. Der Bezirk bekommt das Ver­spre­chen von Bezirks­bür­ger­meis­ter von Das­sel nicht in die Rea­li­tät umge­setzt, für eine Ersatz­flä­che für den Gemein­schafts­gar­ten zu sor­gen. Und auch die­ses Jahr wird das Gezer­re um den Gemein­schafts­gar­ten ver­län­gert. Was steht auf dem Spiel?

Kampf gegen den Sperrmüll geht – punktuell – weiter

Wed­ding, der Sperr­müll gehört zu dei­nem Stra­ßen­bild. Das hat ver­schie­de­ne Grün­de. Zum Einen kön­nen vie­le Men­schen aus­ran­gier­te Möbel und Haus­rat nicht selbst zum Recy­cling­hof brin­gen, da sie kein Auto haben. Auf der ande­ren Sei­te gibt es aber auch vie­le, die gan­ze Woh­nungs­ein­rich­tun­gen ein­fach auf die Stra­ße stel­len und davon aus­ge­hen, dass sich jemand ande­res schon dar­um küm­mert. Das Bezirks­amt kämpft dage­gen an. Eine Erfolgs­ak­ti­on aus dem letz­ten Jahr wird nun wie­der­holt. Lei­der greift die­se zu kurz.

Himmelbeet – Aktivität – Solidarität

Foto: Him­mel­beet

Save the Date! Am 1. Mai star­tet der ers­te Pflan­zen­ver­kauf von 11–19 Uhr im Ein­gangs­be­reich vom him­mel­beet. Wenn ihr noch auf der Suche nach Pflan­zen für den Bal­kon oder das eige­ne Beet seid, soll­tet Ihr die zwei Ter­mi­ne die­se Woche nicht ver­pas­sen. Wer am Frei­tag kei­ne Zeit hat, kann sich auch den Sonn­tag, 3. Mai von 11- 19 Uhr vor­mer­ken. Zu den Abstands- und Hygie­ne­re­geln wird es Infos zum genau­en Ablauf am Gar­ten­tor geben. Und auch sonst gibt es Neu­ig­kei­ten zum Him­mel­beet in Corona-Zeiten.

Die Welt retten bei Maide Manti

Manti auf einem TellerEin klei­nes, unschein­ba­res Geschäft namens Mai­de Man­tı an der zugi­gen, unwirt­li­chen Schul­stra­ße gegen­über der Neu­en Naza­reth­kir­che. Innen ein Mini- Ver­kaufs­raum mit einer Kühl­tru­he und fast kei­nem Platz für einen Tisch mit zwei Stüh­len. Kaum etwas deu­tet dar­auf hin, was es hier gibt. Wir sagen euch, war­um ihr trotz­dem nicht dar­an vor­bei­ge­hen solltet.

ULT Ramen: In den Ramen gefallen

ULT Ramen lässt einen kurz ori­en­tie­rungs­los. Ein lan­ger Flur, dun­kel­grü­ne und lila­far­be­ne Wän­de. Kei­ne Musik ist zu hören, nur das Gemur­mel der Gäs­te und Löf­fel, die an Schüs­seln schla­gen. Ab und zu kläfft ein unsicht­ba­rer Hund (oder bil­det man sich das ein?). Man ist an einem Zwi­schen­ort gelan­det, doch das ULT Ramen nimmt den Gast an die Hand und erklärt sich selbst: Im Menü und an den Wän­den sind Zeich­nun­gen zu fin­den, wel­che die Zuta­ten der ein­zel­nen Gerich­te ent­schlüs­seln. Gemalt an die Wand: Eine Robo­ter­fi­gur, die in der Ramen­brü­he schwimmt. Es ist Ultra­man, der Held einer japa­ni­schen Ani­me-Serie und Namens­ge­ber des Restau­rants. Ultra stark, ultra scharf, ULT Ramen.

Ich und mein himmel-Beet #8

Grüner SamstagWir tref­fen uns im Gar­ten! Zum Bei­spiel im Him­mel­beet in der Ruhe­platz­stra­ße. Unser Autor Andaras hat­te in die­ser Sai­son ein Pacht­beet im Gemein­schafts­gar­ten. Nach der sai­son­be­ding­ten Schlie­ßung berich­tet er in sei­ner vor­erst letz­ten Gar­ten­ko­lum­ne, was er beim Gärt­nern erlebt hat. Heu­te: Das war’s im Jahr 2018!