Hilfe, meine Eltern kommen in den Wedding!

Gute Küche in der Torfstraße/Ecke NorduferZuge­zo­ge­ne ken­nen das: Da hat man sich gera­de mit dem Wed­ding arran­giert, die schö­nen Sei­ten des Wohn­stadt­teils schät­zen wie lie­ben gelernt und die weni­ger schö­nen Aspek­te erfolg­reich aus­ge­blen­det – plötz­lich wol­len die Eltern der eige­nen Hüt­te im wil­den Wed­ding einen Besuch abstat­ten. Panik!

Erst­mal auf­räu­men, Pfand weg­brin­gen und den Müll ent­sor­gen. Die Unter­brin­gung ist meist auch kein Pro­blem, denn im Wed­ding gibt es durch­aus das eine oder ande­re inter­es­san­te Hotel. Doch wohin soll man die Ver­wandt­schaft füh­ren, wenn die­se nur das Klein­stadt­i­dyll am Ber­li­ner Rand oder Umland kennt? Daheim kochen geht nicht, schließ­lich wol­len die Eltern ja ein­la­den, das darf dann auch was kosten…

Nur wohin?

Borik: Darf es mal rustikal sein?

Dafür muss­te man auch frü­her schon nicht in die Groß­stadt fah­ren  – jugo­sla­wi­sche Restau­rants gab es fast flä­chen­de­ckend in der alten Bun­des­re­pu­blik und in West­ber­lin. Nach dem Zer­fall Jugo­sla­wi­ens war­ben die­se Gast­stät­ten mit “inter­na­tio­na­len Spe­zia­li­tä­ten” oder fir­mier­ten als kroa­ti­sche Restau­rants. Von den vie­len Grills die­ser Art ist im Wed­ding nur noch eine Hand­voll übrig­ge­blie­ben. Das Borik in der Prin­zen­al­lee ist schon seit 42 Jah­ren am glei­chen Stand­ort und fin­det noch immer ein treu­es Publikum.

GESCHLOSSEN “Zadar”: gut gegrillt ist halb gewonnen

Restaurant von außenBelebt Kon­kur­renz immer das Geschäft? Gleich drei kroa­ti­sche Restau­rants, die man frü­her der Ein­fach­heit hal­ber “Jugo” nen­nen konn­te, befin­den sich recht nah bei­ein­an­der in einem gas­tro­no­misch ansons­ten eher leb­lo­sen Kiez. Aus der Tat­sa­che, dass alle drei ihr Stamm­pu­bli­kum zu haben schei­nen und noch kei­nes die Rol­lä­den her­un­ter­las­sen muss­te, kann man schluss­fol­gern, dass die Men­schen im Afri­ka­ni­schen Vier­tel im Nord­wes­ten des Wed­ding beson­ders ger­ne kroa­tisch essen.