Prinzenallee 58 Soldiner Kiez

Prinzenallee 58: Die jüdische Familie Gattel und ihre Hutfabrik

In der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts lag der Wed­ding noch weit außer­halb, aber die Dyna­mik der Grün­der­zeit ließ Ber­lin aus allen Näh­ten plat­zen. Im Jahr 1880 hat­te die noch jun­ge kai­ser­li­che Reichs­haupt­stadt 1,1 Mil­lio­nen Ein­woh­ner und 25 Jah­re spä­ter bereits etwas mehr als 2 Mil­lio­nen. Damals wur­de der Wed­ding als Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt und neue Hei­mat ent­deckt. Auch in der Prin­zen­al­lee 58 begann mit der Hut­fa­brik Gat­tel ein neu­es Kapitel.

Badstraße 40: Frieda Mehler – Jüdische Schriftstellerin, Frauen-Power und Mutter

Wer an die Bad­stra­ße in Wed­ding-Gesund­brun­nen denkt, der erin­nert sich an das impo­san­te frei­ste­hen­de Back­stein­ge­bäu­de unmit­tel­bar neben der Pan­ke, die an die­ser Stel­le von einer brei­ten Brü­cke über­baut ist. Die Pan­ke ist für die Wed­din­ger “die Spree”. Auch die jüdi­sche Schrift­stel­le­rin Frie­da Mehl­er (*1871, +1943) nimmt die Pan­ke in ihrem klei­nen Kin­der­buch „Fei­er­tags-Mär­chen“ (erschie­nen 1935) über die wich­tigs­ten jüdi­schen Fest- und Fei­er­ta­ge auf.

Orte jüdischen Lebens: Die liberale Bewegung im Wedding der 1930er Jahre

Historische Karte Berlin (Silva 1925), Ausschnitt Berlin-Wedding
His­to­ri­sche Kar­te Ber­lin (Sil­va 1925), Aus­schnitt Berlin-Wedding

Das heu­ti­ge Juden­tum besteht aus ortho­do­xen, kon­ser­va­ti­ven, libe­ra­len und rekon­struk­tio­nis­ti­schen Strö­mun­gen. Stets geht es um die Aus­übung der jüdi­schen Gebo­te und ritu­el­len Geset­ze. Vor gut 90 Jahren

Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.

Makkabi im Stadtbad Wedding: Der internationale jüdische Schwimmwettkampf von 1935

Im Febru­ar 1935 war das Stadt­bad Wed­ding in der Gericht­stra­ße ein viel beach­te­ter Aus­tra­gungs­ort des jüdi­schen Schwimm­sports. Es fand das inter­na­tio­na­le Mak­ka­bi-Schwimm­fest statt und es sei die ers­te „inter­na­tio­na­le jüdi­sche Schwimm­sport­ver­an­stal­tung in Deutsch­land“, so eine Vor­ankün­di­gung in der Jüdi­schen Rund­schau am 22. Febru­ar 1935.