Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.

BAUHAUS…oder doch lie­ber nicht? „Übri­gens bin ich Jüdin.“

Mit die­sem Satz been­de­te Hil­de B. Rubin­stein (sei­ner­zeit Brun­hil­de Rubin­stein, wie auf dem Selbst­por­trait mit wei­ßem Kopf­tuch) ihren hand­ge­schrie­be­nen Lebens­lauf vom 11. Okto­ber 1922 für die Auf­nah­me am Wei­ma­rer Bau­haus. Das zwei­sei­ti­ge Doku­ment ist die ein­zi­ge schrift­li­che Über­lie­fe­rung zu ihrer Her­kunft, der Kind­heit, Jugend und dem beruf­li­chen Weg als Künst­le­rin. „Schon als klei­nes Kind mal­te und zeich­ne­te ich am liebs­ten“, so Rubin­stein. Nach dem Schul­ab­schluss besuch­te sie an der Köl­ner Werk­schu­le ver­schie­de­ne Kur­se, ging im Okto­ber 1922 an die Düs­sel­dor­fer Kunst­aka­de­mie und woll­te von dort so schnell wie mög­lich ans Bau­haus nach Wei­mar wech­seln. Von den Bau­haus-Leh­rern erhoff­te sie sich in ers­ter Linie das freie Zeich­nen und Malen sowie eine hand­werk­li­che Unter­rich­tung in den Berei­chen Töp­fern und Weben.

Eine ech­te Künst­ler­na­tur war die jun­ge Rubin­stein, denn bereits nach weni­gen Mona­ten – am 23. Febru­ar 1923 – schick­te sie ihre schrift­li­che Abmel­dung ans Bau­haus. In den erhal­te­nen Unter­la­gen heißt es: „Frl. Rubin­stein trat aus dem Bau­haus aus (bzw. Vor­kurs), weil sie glaub­te, dass ihre im Vor­kurs gear­bei­te­ten Sachen nicht genü­gen wür­den“. Sie ließ sich von ihrer Ent­schei­dung nicht abbrin­gen. Auch ohne Bau­haus-Abschluss ging sie in der Mit­te der 1920er Jah­re nach Paris und tauch­te in das Künst­ler­mi­lieu der Sei­ne-Metro­po­le ein, so die bio­gra­phi­schen Noti­zen von Anne Stür­zer (Dra­ma­ti­ke­rin­nen und Zeit­stü­cke, 1993).

Selbst­por­trait der Künst­le­rin, Titel­bild “Jugend”, 1929, Nr. 33.

Die in die­ser Zeit ent­stan­de­nen Wer­ke blie­ben dem jüdi­schen Jour­na­lis­ten Hans Rosen­kranz in leb­haf­ter Erin­ne­rung. „Vor Jah­ren sah ich in einem klei­nen Ate­lier an der Pfor­te Mail­lot in Paris zum ers­ten Mal ihre Bil­der und seit­dem schaue ich in grö­ße­ren und klei­ne­ren Abstän­den dem Wach­sen ihres Wer­kes zu mit jener Ergrif­fen­heit, die man immer emp­fin­det, wenn man vor dem Wun­der der voll­ende­ten Gestal­tung steht“, so Rosen­kranz. Am Ende der 1920er Jah­re hei­ra­tet sie Otto Wein­reich, zieht von Köln nach Ber­lin, tritt in die KPD (Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei Deutsch­lands) ein und ist schwan­ger mit einem Mäd­chen, das 1930 in Ber­lin das Licht der Welt erbli­cken sollte.

Griff nach dem Leben: Als Künst­le­rin und jun­ge Mut­ter in der Mül­ler­stra­ße ankommen

Eine der wich­tigs­ten Sta­tio­nen für die jun­ge Künst­le­rin Rubin­stein war die Zeit im Wed­ding. Von ihrer Ankunft berich­te­te Hans Rosen­kranz für die Jüdi­sche Rund­schau am 1. April 1931. Dem­nach leb­te sie erst seit kur­zem „oben am Wed­ding“. Die Fra­ge lau­tet: Wo wohn­te Hil­de B. Rubin­stein im Wedding?

Im Jüdi­schen Adress­buch für Groß-Ber­lin 1931/1932 taucht sie nicht auf. Im Ber­li­ner Tele­fon­buch von 1932 ist ihr Ehe­mann Otto Wein­reich ver­zeich­net: N65, Mül­ler­stra­ße 98g – somit tat­säch­lich eine Adres­se „oben am Wed­ding“, wie es der Jour­na­list Rosen­kranz beschrieb. Auch der erhal­te­ne Brief­wech­sel von 1932 mit dem Thea­ter­kri­ti­ker Her­bert Ihe­ring bestä­tigt die­se Adresse.

Fried­rich-Ebert-Sied­lung – Ein­wei­hungs­fei­er ver­mut­lich 1932, Quel­le: FES.

Somit wohn­te Hil­de B. Rubin­stein in einer Woh­nung der voll­kom­men neu errich­te­ten und nach moder­nen Leit­mo­ti­ven geplan­ten Wohn­sied­lung “Fried­rich Ebert” des Afri­ka­ni­schen Vier­tels. Die Benen­nung nach dem im Jahr 1925 ver­stor­be­nen SPD-Poli­ti­ker und ers­ten Reichs­prä­si­den­ten der Wei­ma­rer Repu­blik war ein Bekennt­nis zur Arbei­ter­be­we­gung. Die Archi­tek­tur soll­te mit Flach­dä­chern, kubi­schen Bau­for­men und einer sach­li­chen For­men­spra­che den Bewoh­nern Licht, Luft und Son­ne garan­tie­ren. Fuß­läu­fig war der von 1926 bis 1929 gestal­te­te Volks­park Reh­ber­ge zu erreichen.

Hil­de B. Rubin­stein – die van Gogh Palästinas?

Inter­es­sant schätzt Rosen­kranz das Poten­zi­al der jun­gen Künst­le­rin ein: „Noch fin­det sich in ihren Stof­fen nichts von jüdi­schem Gehalt“, so Rosen­kranz. Abschlie­ßend meint er jedoch: „Ich wünsch­te, daß es bald Hil­de B. Rubin­stein ver­gönnt sei, Paläs­ti­na zu sehen, und ich weiß, daß in ihren Bil­dern das Land unse­res Vol­kes leben wür­de wie Süd­frank­reich in dem Werk van Goghs“. Ein durch­aus hoher Anspruch an die damals 27-jäh­ri­ge Künstlerin.

Ein hal­bes Jahr spä­ter in der Jüdi­schen Rund­schau vom 13. Okto­ber 1931 wur­de Hil­de B. Rubin­stein aber­mals erwähnt. Dies­mal berich­tet Will Pleß über jüdi­sche Künst­ler bei den gro­ßen Ber­li­ner Kunst­aus­stel­lun­gen. Ein­füh­rend kri­ti­siert Pleß: „Auf allen gro­ßen Herbst­aus­stel­lun­gen sieht man in der Haupt­sa­che Land­schaf­ten und Por­träts, unter letz­te­ren vie­le jüdi­sche Bild­nis­se, von jüdi­schen Künst­lern geschaf­fen, die im übri­gen mit jüdi­schen Moti­ven wenig hervortreten“.

Blick von der Mül­ler­stra­ße 98g in Rich­tung Pas­sa­ge an der Mül­ler­stra­ße. Auf­nah­me Andaras Hahn, Juli 2020.

„Die Deut­sche Kunst­aus­stel­lung bringt im Rah­men ihrer Herbst­aus­stel­lung eine klei­ne Son­der­kol­lek­ti­on von Hil­de B. Rubin­stein, deren Aqua­rel­le und Oel­bil­der aus Paris (…) bei aller Spar­sam­keit in der Far­be, plas­tisch und nuan­cen­reich sind“, so Pleß. Und wei­ter berich­tet der Jour­na­list: „Die Gro­ße Ber­li­ner Kunst­aus­stel­lung ent­hält eini­ge reiz­vol­le Aqua­rel­le der glei­chen Künst­le­rin, die eine gewis­se, von Paris her beein­fluß­te Ori­gi­na­li­tät zei­gen“. Bekannt ist, dass die Arbei­ten im Rah­men der Zwei­ten Abtei­lung vom 6. Sep­tem­ber bis Ende Okto­ber 1931 gezeigt wur­den. Somit war die Künst­le­rin im Herbst 1931 mit meh­re­ren Wer­ken im Ber­li­ner Kunst­be­trieb präsent.

Vom Ate­lier und den Kunst­sa­lons auf die Bühne

Wäh­rend 1931 für Hil­de B. Rubin­stein im Zei­chen der Kunst stand, ging 1932 der Vor­hang für ihr Talent als Autorin hoch. Dafür hat­te sie lan­ge kämp­fen müs­sen. Bereits Ende 1931 soll die Urfüh­rung ihres Wer­kes „Win­ter­krieg“ im „Stu­dio des Staats­thea­ters“ fest­ge­stan­den haben, so ein Brief­wech­sel zwi­schen ihr und dem Inten­dan­ten des Staat­li­chen Schau­spiel­hau­ses Ber­lin, Ernst Legal, vom 30. Dezem­ber 1931. Dar­aus wur­de jedoch nichts. Es öff­ne­te sich eine neue Tür! Der renom­mier­te Thea­ter­kri­ti­ker Her­bert Ihe­ring inter­es­sier­te sich für ihre Wer­ke. An ihn schrieb Hil­de B. Rubin­stein am 11. Mai 1932 fol­gen­de Zei­len: „Ver­zei­hen Sie bit­te mei­ne Zwei­fel, aber es haben mir schon vie­le Per­sön­lich­kei­ten fes­te Ver­spre­chun­gen in Bezug auf mei­ne Arbei­ten gemacht, ohne sie zu halten“.

Hil­de B. Rubin­stein, Auf­nah­me Dezem­ber 1932. Quel­le: Twit­ter

Die zwei­te Jah­res­hälf­te dürf­te für Hil­de B. Rubin­stein dann beson­ders span­nend gewe­sen sein. Ein gro­ßer Wunsch ging end­lich in Erfül­lung! An der Jun­gen Volks­büh­ne began­nen die Pro­ben für die Urauf­füh­rung des Ehe-Dra­mas „Eige­ner Herd ist Gol­des wert? oder Nora 1932“ (Ursprüng­lich: Es war ein­mal ein treu­er Husar, 1930/31). Dafür nimmt sie das Pseud­onym Hil­de B. Win­rich an, wie sie es Ihe­ring in einem Brief vom 23. Novem­ber 1932 berich­tet. Sie meint über die Dia­lo­ge des Stü­ckes: „Die Arbeit ist im Gegen­teil jetzt in poli­ti­scher Hin­sicht viel rei­fer gewor­den“. Über die Auf­füh­rung im Ber­li­ner Lust­spiel­haus berich­te­te Ihe­ring in sei­ner Thea­ter­kri­tik vom 28. Dezem­ber 1932 im Ber­li­ner Bör­sen-Cou­rier: „Bega­bung hat sie, star­ke, dich­te­ri­sche und phan­ta­sie­vol­le Büh­nen­be­ga­bun­gen, aber kei­ne poli­ti­sche“. Eine wei­te­re Bespre­chung erschien im Feuil­le­ton der Roten Fah­ne am 29. Dezem­ber 1932 – dem Zen­tral­or­gan der kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Deutsch­lands. Die Auf­füh­rung wur­de als eher wenig gelun­gen beschrie­ben. Das Publi­kum soll gelacht haben. Das The­ma konn­te in sei­ner künst­le­ri­schen Umset­zung wenig über­zeu­gen, aber die Autorin habe „eine star­ke Bega­bung“. Rubin­stein lässt ihre Haupt­prot­ago­nis­tin an einer Stel­le kri­tisch sagen: „Eige­ner Herd ist Gol­des wert? Hab ich noch nicht gemerkt, daß mei­ner Gold wert ist…“. Es war eine Kri­tik an den star­ren Rol­len­bil­dern und die Skiz­zie­rung eines neu­es Frau­en­typs, so Stürzer.

„Eig­ner Herd ist Gol­des wert“: Jüdi­sche Redewendung

In der jüdi­schen Tages­pres­se fin­det sich kein Hin­weis auf die Auf­füh­rung, wenn­gleich span­nend zu ver­fol­gen ist, dass das Bild/die Meta­pher „Eige­ner Herd ist Gol­des wert“ sich durch­aus über Jahr­zehn­te als Sprich­wort und The­ma inner­halb der jüdi­schen Glau­bens­ge­mein­schaft nach­wei­sen lässt. So war der eige­ne Herd sowohl Bild für die Grün­dung eines eige­nen fes­ten Haus­halts, einer eige­nen Fami­lie als auch zen­tral für die prak­ti­sche Zube­rei­tung von Brot und Spei­sen. Die Bedeu­tung des eige­nen Herds kommt u.a. in fol­gen­der For­mu­lie­rung zum Aus­druck: „Lie­ber Gewärm­tes am eige­nen Herd, Als Gebra­te­nes an frem­den Spie­ßen“ (Der Israe­lit, 12. Novem­ber 1894). In der Jüdi­schen Pres­se vom 20. Juni 1924 heißt es: „Eige­ner Herd ist Gol­des wert: Die­ses alte Sprich­wort muss ein geset­zes­treu­er Jude geprägt haben“, denn wei­ter führt der Autor als Erklä­rung aus: „Mit wie vie­len Ent­beh­run­gen ist das Rei­sen eines ritu­ell leben­den Juden verbunden“.

Hil­de B. Rubin­stein, Aqua­rell, 1935 (Bild­rech­te unbekannt).

Hil­de B. Rubin­stein: Eine jun­ge Frau zwi­schen den Welten

Die Künst­le­rin Hil­de B. Rubin­stein und zugleich Autorin Hil­de B. Win­rich ent­stamm­te einer Genera­ti­on, die bereits den Ers­ten Welt­krieg als 10-Jäh­ri­ge wahr­nahm, im Umbruch der 1920er zur Frau und eigen­stän­di­gen Per­sön­lich­keit her­an­wuchs und ein selbst­be­stimm­tes Leben im Wed­ding als Mut­ter und Künst­le­rin führ­te. In die­ser Zeit woll­te sie, dass ihre schrift­stel­le­ri­schen Wer­ke auf den Büh­nen Ber­lins gespielt wer­den. Ein muti­ges Ansin­nen der jun­gen Frau­en. Es gelang ihr.

1933 wur­de sie wegen ihrer KPD-Mit­glied­schaft ver­haf­tet. Es begann eine aben­teu­er­li­che Odys­see, an deren Ende sie eine neue Hei­mat in Stock­holm fand. So wur­de sie nicht Opfer des Holo­causts. Aus den Jah­ren 1933–1938 haben sich Brie­fe aus dem jüdi­schen Umfeld erhal­ten: von Juli­us Bab vom Kul­tur­bund Deut­scher Juden, vom Schau­spie­ler Paul Her­mann Bildt und sei­ner Frau, der Jüdin Char­lot­te Fried­län­der, von Kurt Bauch­witz, sowie von Tho­mas Mann von der Ame­ri­can Guild for Ger­man Cul­tu­ral Free­dom – einer 1935 in New York von Huber­tus Prinz zu Löwen­stein mit dem Ziel gegrün­de­ten Orga­ni­sa­ti­on, geflüch­te­ten Künst­lern eine Per­spek­ti­ve zu geben. Ihre Mut­ter, Pau­la Rubin­stein, wur­de Opfer der NS-Herr­schaft. Sie wur­de am 22. Okto­ber 1941 von Köln ins besetz­te Polen bzw. dem Ghet­to Litz­mann­stadt depor­tiert. In der “Zen­tra­len Daten­bank der Namen der Holo­caustop­fer” (Yad Vas­hem) ist als letz­ter Auf­ent­halts­ort von Pau­la Rubin­stein das Ver­nich­tungs­la­ger Chełm­no genannt – ermor­det am 5. Mai 1942. Ihr jün­ge­rer Bru­der Fritz, Jahr­gang 1905, wur­de am 30. Dezem­ber 1938 im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Sach­sen­hau­sen inhaf­tiert, war vom 21. Janu­ar 1939 bis 25. März 1942 im KZ Ravens­brück und wur­de anschlie­ßend im Tötungs­la­ger Bern­burg a. d. Saa­le Opfer des Holo­causts, so die Unter­la­gen im Bun­des­ar­chiv. In Köln erin­nern in der Stein­kopf­stra­ße 62 zwei Stol­per­stei­ne an Mut­ter und Sohn.

Mit die­sem bio­gra­phi­schen Kurz­por­trait soll an die Jah­re des Umbruchs erin­nert wer­den und dass es die Bio­gra­phien der Brü­che sind, die unser Inter­es­se erre­gen. Sie zei­gen uns den Men­schen und das viel­fäl­ti­ge Leben, dass nur in weni­gen Momen­ten tat­säch­lich in unse­ren eige­nen Hän­den liegt. Heu­te könn­te eine Stra­ße im Wed­ding nach Hil­de B. Rubin­stein benannt wer­den. Der­zeit zeigt die Aus­stel­lung “Nach Nor­den” im Haus Opher­di­cke in Holzwi­cke­de Kunst­wer­ke von Hil­de B. Rubinstein.

Zum Autor: Cars­ten Schmidt (Dr. phil.), pro­mo­vier­te am Fried­rich-Mein­ecke-Insti­tut der FU Ber­lin. Sein Inter­es­sens­schwer­punkt für Stadt­ge­schich­te ver­folgt einen inter­dis­zi­pli­nä­ren Ansatz zwi­schen Gesell­schaft- und Archi­tek­tur­ge­schich­te. Er ist Autor des Buchs: Man­hat­tan Modern, Archi­tek­tur als Gesell­schafts­auf­trag und Aus­hand­lungs­pro­zess, 1929–1969, und freut sich über Anre­gun­gen und Kritik.


3 Kommentare
  1. Sehr inter­es­san­te Bei­trä­ge. Ich bin auf der Suche nach Tex­ten über Juden im Wed­ding für die Ver­an­stal­tung: “Geden­ken an die Pogrom­nacht” in der Ev. Kor­ne­li­us Gemein­de im Wed­ding am 09. Novem­ber 2020. Könn­ten Sie sich vor­stel­len Ihre Tex­te ( die im Wed­ding­wei­ser ver­öf­fent­licht wur­den) zu lesen? Ich wür­de mich sehr über einen Kon­takt freu­en: Ev. Kor­ne­li­us Gemein­de, Andrea Delitz – Gemeindearbeit.
    Vie­le Grü­ße Andrea Delitz

  2. Inter­es­san­ter Bei­rag. Ger­ne hät­te ich gewusst, wie es wei­ter­ging im Leben und Schaf­fen von Frau Rubin­stein. Natür­lich kann ich zu Wiki­pe­dia gehen. Aber sicher gibt es da aus­sa­ge­kräf­ti­ge­re Quel­len. Ein klei­ner Link wäre hilfreich.

    1. Vie­len Dank für Dein Inter­es­se! Lei­der muss ich für die Jah­re nach 1933 auf von mir nicht geprüf­te Anga­ben ver­wei­sen. Hil­de B. Rubin­stein soll in Ber­lin eine 1,5‑jährige Haft abge­ses­sen haben, anschlie­ßend die Flucht nach Stock­holm mit ihrer Toch­ter Anna-Bar­ba­ra. Sie soll 1936 ihren Bru­der Fritz in der Sowjetunion/Moskau besucht haben und aber­mals ver­haf­tet wor­den sein. Anschlie­ßend erneut die Flucht nach Stock­holm. In den von mir ein­ge­se­he­nen Archiv­un­ter­la­gen habe ich eine Adres­se in Stock­holm gefun­den und die Anga­be, das ihre Toch­ter in Stock­holm als Büh­nen­bild­ne­rin arbei­tet. Im Jahr 1958 dann die Urauf­füh­rung von “Der gro­ße Coup” in Hal­le (Brief­wech­sel mit Her­bert Ihe­ring vom 14. März 1958). Bis­lang ist aus den spä­te­ren Jah­ren haupt­säch­lich ihr Werk als Autorin/Schriftstellerin bekannt. Gestor­ben ist Hil­de B. Rubin­stein 1997.

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