Verschärfungen im Lockdown im Wedding ab 24. Januar

AKTUALISERT: Der Senat hat die bis­her bestehen­den Coro­na-Maß­nah­men bis zum 14. Febru­ar ver­län­gert. Dar­über hin­aus wur­den wei­te­re Ver­schär­fun­gen beschlos­sen, die seit Sonn­tag, 24. Janu­ar gel­ten.. Dem­nach müs­sen Fahr­gäs­te im öffent­li­chen Nah­ver­kehr, Kun­den und auch Mit­ar­bei­ter in Geschäf­ten, Hand­wer­ker und Dienst­leis­ter sowie Got­tes­dienst­be­su­cher eine medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ke (OP-Mas­ke oder viren­fil­tern­de Mas­ke der Stan­dards KN95 oder FFP2)  tra­gen. Und auch bei den Kitas ändert sich einiges.

Was im Weddinger Lockdown noch geht. Und was verboten ist.

Wir haben ein­mal die Rege­lun­gen für den Lock­down in einer Über­sicht zusam­men­ge­stellt, die euch eine gro­be Ori­en­tie­rung gibt. Wo wir für Wed­din­ger Geschäf­te und Insti­tu­tio­nen Infor­ma­tio­nen haben, sind die­se ein­ge­pflegt. Stand: 13.01.21., 8.00 Uhr

Deinen Weddinger Lieblingsort retten mit Helfen.Berlin

Das öffent­li­che Leben in Ber­lin ist der­zeit lahm­ge­legt. Jeden Tag ein wenig mehr, fühlt es sich bei­na­he an, auf die Aus­gangs­sper­re vor­be­rei­tet zu wer­den.  Nach lan­gem Hin und Her dür­fen Restau­rants ab heu­te nur noch zur Lie­fe­rung oder Abho­lung öff­nen. Auch Thea­ter und Muse­en sind geschlos­sen. Durch feh­len­de oder weni­ger Ein­nah­men sind des­halb vie­le Geschäfts­leu­te von der Insol­venz bedroht. Dem will die pri­va­te Initia­ti­ve “Helfen.Berlin” entgegenwirken.

 

Geschickt kombiniert

Stettiner StraßeDie Mischung macht’s! Eben­so wenig wie eine Stra­ße vol­ler neu­rei­cher Protz­bau­ten in den Wed­ding passt, wol­len wir hier tris­te Anein­an­der­rei­hun­gen der immer glei­chen Laden­ket­ten sehen. Auch wenn der Trend ein­deu­tig in Rich­tung “mehr Mono­to­nie” geht, leis­ten eini­ge Geschäfts­in­ha­ber in unse­rem Stadt­teil Wider­stand. Indem sie ori­gi­nel­le Kon­zep­te mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren und damit etwas schaf­fen, was kein Welt­kon­zern hin­be­kommt: Kiez­lä­den mit Persönlichkeit. 

Kiez rund um den Leo und Osramkiez: Städtische Qualität

Neue und alte Nazarethkirche direkt hintereinander

 

Neue Nazarethkirche
Neue Naza­reth­kir­che

Das namen­lo­se Vier­tel an der Naza­reth­kirch­stra­ße zwi­schen dem Leo­pold­platz, der Mül­ler­stra­ße, der See­stra­ße und der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße besitzt von allen Wed­din­ger Kiezen mit die geschlos­sens­te Bebau­ung aus der Zeit vor dem ers­ten Welt­krieg. Die in ein Gewer­be- und Büro­zen­trum umfunk­tio­nier­ten Osram-Höfe, einst Euro­pas größ­te Glüh­lam­pen­fa­brik (erbaut 1904–1910), schlie­ßen das Vier­tel nach Nor­den hin ab.

Müllerstraße: Großer Boulevard mit Lackschäden

An der Müllerstraße ist der Lack ab

Die Mül­ler­stra­ße, die über drei Kilo­me­ter lan­ge, unan­ge­foch­te­ne Haupt­schlag­ader des Wed­ding, besitzt noch das For­mat einer Haupt­stra­ße. Ihr beschei­de­ner Anfang als Sand­pis­te zwi­schen Tegel und Ber­lin ist ihr jeden­falls nicht mehr anzu­se­hen, Res­te der länd­li­chen Bebau­ung vor den Toren Ber­lins gibt es auch nicht mehr. Wie so vie­le Magis­tra­len ande­rer Welt­städ­te führt sie schnur­ge­ra­de aus den Vor­or­ten direkt ins Herz der Innenstadt.

Unbeugsamer Badstraßenkiez

Fei­ne Crê­pes wie in der Bre­ta­gne. Authen­ti­sche Kaf­fee­spe­zia­li­tä­ten ser­viert vom ita­lie­ni­schen Baris­ta. Thea­ter­be­su­cher strö­men wie selbst­ver­ständ­lich aus der Ufer­stra­ße. Da reibt man sich die Augen. Ist das noch die Bad­stra­ße, die glei­che Gegend rund um den Gesund­brun­nen, wie man sie von frü­her her kannte?

Sonntags geöffnet im Wedding

Von wegen Sonn­tags­ru­he! Die­se ist zwar vom Grund­ge­setz-Arti­kel 140 vor­ge­se­hen. Den­noch muss­ten 2013 stol­ze 28 Pro­zent der Arbeit­neh­mer gele­gent­lich oder regel­mä­ßig am Wochen­en­de in die Fir­ma. In einer Mil­lio­nen­stadt wie Ber­lin wer­den sonn­tags auch nicht die Bür­ger­stei­ge hoch­ge­klappt. Im Wed­ding schon mal gar nicht!

Neue Müllerhalle: eine Chance für den schwarzen Kasten

Ber­lin ver­än­dert sich, der Wed­ding auch, aber in Sachen “Mül­ler­hal­le” ist mehr Weh­mut im Spiel als bei ande­ren Bau­pro­jek­ten der Stadt.

Tristesse in grau: die MüllerhalleNach­dem 1950 auf dem Gelän­de eines ehe­ma­li­gen Tier­fried­hofs die Markt­hal­le errich­tet wur­de, ent­wi­ckel­te sich der Stand­ort schnell zum Treff­punkt des gesam­ten nörd­li­chen Wed­ding. Doch mit dem all­ge­mei­nen Nie­der­gang der Mül­ler­stra­ße und dem Auf­kom­men ande­rer Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten ver­kam die Mül­ler­hal­le immer mehr zu einem Ramsch­la­den und stand zuletzt größ­ten­teils leer. Auf das Wag­nis einer sanier­ten, leben­di­gen Markt­hal­le mit vie­len klei­nen Geschäf­ten woll­te sich der Besit­zer denn auch nicht mehr ein­las­sen. So war es nur eine Fra­ge der Zeit, bis die Abriss­bir­ne tätig wur­de und 2012 gro­ße Tei­le des Häu­ser­blocks Mül­ler-/Kon­go-/Lü­de­ritz­stra­ße in gäh­nen­de Lee­re verwandelte.