Take-Away, Lieferdienst & Co. gefragt wie nie

Der Frühling ist da, und eigentlich lädt alles dazu ein, sich ans Nordufer zu pflanzen oder sich im Humboldthain fürs Acro-Yoga oder Bocciaspielen zu treffen. Auch das Stück Kuchen im Lieblingscafé und ein Besuch beim vietnamesischen Restaurant nebenan klingen verlockend. Doch die Auswirkungen der Pandemie halten immer mehr Menschen in den eigenen vier Wänden. Das bedroht natürlich vor allem Betreibende von gastronomischen Betrieben, die sonst tagtäglich das Leben in unseren Kiezen prägen. Jetzt heißt es: Take away!

Eure Lieblingsorte für Kuchen

Auf der Suche nach dem besten Kuchen im Wedding haben wir uns vor kurzem per Newsletter an unsere Leserschaft gewandt. Wer mit uns den persönlichen Geheimtipp für süße Verführungen teilte, hat schon viel getan. Zum Einen an der Verlosung für ein Stück Schokokuchen und eine Tasse Espresso im Café Tara teilgenommen und zum Anderen natürlich den Lieblingsort im Kiez unterstützt!

Hilfe, meine Eltern kommen in den Wedding!

Gute Küche in der Torfstraße/Ecke NorduferZugezogene kennen das: Da hat man sich gerade mit dem Wedding arrangiert, die schönen Seiten des Wohnstadtteils schätzen wie lieben gelernt und die weniger schönen Aspekte erfolgreich ausgeblendet – plötzlich wollen die Eltern der eigenen Hütte im wilden Wedding einen Besuch abstatten. Panik!

Erstmal aufräumen, Pfand wegbringen und den Müll entsorgen. Die Unterbringung ist meist auch kein Problem, denn im Wedding gibt es durchaus das eine oder andere interessante Hotel. Doch wohin soll man die Verwandtschaft führen, wenn diese nur das Kleinstadtidyll am Berliner Rand oder Umland kennt? Daheim kochen geht nicht, schließlich wollen die Eltern ja einladen, das darf dann auch was kosten…

Nur wohin?

Wenn die Studenten kommen oder: Asiatisch in der Brunnenstraße

Eines der Menüs in der Nguyen Kitchen mit Sauer-Scharf-Suppe, Reis und Fleischgericht. Dazu ein Ingwertee mit Zitrone und Honig. Foto: Hensel
Eines der Menüs mit Sauer-Scharf-Suppe, Reis und Fleischgericht. Dazu ein Ingwertee mit Zitrone und Honig. Foto: Hensel

Neue Studentenwohnungen sind für einige Weddinger ein Zeichen für den Anfang vom Ende. Steigende Mieten, drohendes Hipstertum, Verdrängung, sowas. Für die Gastronomen in der Brunnenstraße könnten sie aber die Rettung sein, denn sie sind Kundschaft in einem Kiez, in dem man nicht viel Geld fürs Auswärtsessen ausgeben kann. Seit einigen Monaten ist das große Haus mit den Studentenappartments an der Ecke Stralsunder Straße fertig. 700 potentielle neue Kunden wohnen nun dort. Sie bezahlen viel für die Miete und vielleicht auch den einen oder anderen Euro fürs Mittagessen. Auch die Nguyen Kitchen in der Brunnenstraße 63 kann darauf hoffen.

Hanoi St.16: Fusions-Küche mit Straßenatmosphäre

Sind wir hier wirklich noch im Wedding? Wer kurz einmal Urlaubsfeeling erleben möchte und sich in vietnamesischer und indonesischer Küche wiederfindet, sollte unbedingt mal das Hanoi St. 16 in der Torfstraße im Sprengelkiez aufsuchen. Schon aus der Ferne wird klar, dass sich hinter den Türen dieses Restaurants kein klassisches asiatisches Lokal versteckt. Die bunten Lampions und Holzmöbel kombiniert mit Vintage-Deko wie Retrofernseher und Lautsprecher laden zum einkehren und entdecken ein.