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Am Wochenende: „2 Tage Wedding“-Kulturfestival

Grafik: stilbrand Designwerkstatt

Nach der Premiere im vergangenen Jahr mit 45 Locations veranstalten Kunst- und Kulturstätten, Gewerbetreibende und Vereine aus dem Wedding am Wochenende (9./10.9.) zum zweiten Mal das 2 Tage WeddingKulturfestival. Der Wedding präsentiert sich in seiner künstlerischen und kulturellen Vielfalt – mit Ausstellungen, offene Ateliers, Konzerten, Filmen, Kulinarik, Performances, Workshops, Lesungen und vielem mehr. Weiterlesen

Familienfreundliche Cafés im Wedding – Teil eins

Spielecke in der Fabrik Osloer Straße
Eine Spielecke. Foto: Dominique Hensel

Draußen ist es grau, kalt, nass. Und drinnen fällt manchem Weddinger und auch der Weddingerin die Decke auf den Kopf – erst recht, wenn sie mitsamt einem quengelnden Kindlein zuhause hocken. Wie schön, dass wir zähe Debatten um Eltern, Kinder und Cafés in der Öffentlichkeit schon in den vergangenen Jahren hinter uns gebracht haben und uns heute einfach darüber freuen können, dass es im Wedding einige kinder- und familienfreundliche Cafés gibt. Die stellen wir Euch in den nächsten Wochen vor. Und hier kommt Teil eins. Weiterlesen

Eis aus eigener Herstellung

Eismaschine in einem Eiscafe. Foto Andrei Schnell.
Eismaschine in einem Eiscafe. Foto Andrei Schnell.

Ganz korrekt ist sie wahrscheinlich nicht, die Behauptung, dass das Eis aus der Kinowerbung vor allem tiefgekühlte Margarine ist. Zutreffend ist aber, dass es beachtliche Anteile pflanzlicher Öle wie Kokosöl oder Rapsöl enthält. Dabei sollte es vor allem Milch enthalten. Im Wedding (und damit ist auch Gesundbrunnen gemeint) gibt es aber Läden, die ihr Eis selbst herstellen. Und das enthält dann Milch und Fruchtmus (oder Sirup). Eben Eis aus eigener Herstellung. Zubereitet direkt im Laden.
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Eiszeit im Wedding

Zum Trost, falls mal der Sommer ebenfalls Ähnlichkeit mit einer Eiszeit haben sollte, oder eben nicht – gibt’s hier noch Tipps, wo man im Wedding gutes Eis essen kann:

Das schmalste Haus Berlins ist fünf Meter breit und befindet sich in der Müllerstraße 156 d nahe der Gerichtstraße. Bei dem darin befindlichen Eiscafé „Dal Col Silvio“ muss man sich zwischen einer großen Auswahl an selbst hergestellten Eissorten entscheiden….

In der Malplaquetstraße 42 (nahe der Nazarethkirchstraße) befindet sich das Eiscafé Pingolino.

In der Maxstraße 11 befindet sich eine Filiale der Eismanufaktur-Berlin.

Bellissimo heißt ein kleines Eiscafé in der Müllerstraße 122 (Nähe Transvaalstraße).

Im Sprengelkiez ist das Eiscafé (und italienische Restaurant) Il Falco in der Sprengelstraße 41 zu empfehlen. Eiscafe_EisbergIm Afrikanischen Viertel findet sich in der Transvaalstraße 13 das Eiscafé Kibo mit originellen selbstgemachten Eissorten. Ganz in der Nähe hat auch das Kelly’s aufgemacht (Togostraße 4).

Und ganz am Ende des Brunnenviertels (oder am Anfang) liegt in der Brunnenstr. 55 der „Eis-Berg“ (fast an der Ecke Bernauer Str.)

Näher am Gesundbrunnen liegt das Eis Henri, Brunnenstr. 96, ein preiswertes Eiscafé, in dem das Eis in Becher gespachtelt wird.

Weddingwoche #42: Kommerzielle Wundertüte?

Bunte Textilien von der "Montagehalle"
Bunte Textilien von der „Montagehalle“

Es gibt Menschen, denen jede Art von Veränderung gegen den Strich geht. Wird der Leopoldplatz verschönert, gibt es gleich eine Gentrifizierungsdebatte. Wird ein Kulturfest über Kiezgrenzen hinweg organisiert, geht’s sofort um den Verlust der eigenen Identität. Und wenn am 26. Oktober die Weddinger Wundertüte aufgemacht wird, erheben sich tatsächlich Stimmen, die dieser Initiative von 23 jungen Unternehmen aus dem Wedding Kommerzialisierung vorwerfen.

Da darf ich in diesem Falle mal mit einem lauten „Na und?“ antworten. Hier sind kreative Menschen am Werk, die mit sehr viel Herzblut und dem Verzicht auf Mußestunden am Pankestrand nicht nur ihren Traum von Selbstständigkeit zu verwirklichen suchen. Nein, diese wunderbaren Selbstverwirklicher tragen auch dazu bei, dass dieser Wedding als bunt und anders, aber keineswegs als hipster, pomadig und irgendwie ausgelaugt wie Mitte oder Prenzlauer Berg wahrgenommen wird.

Und ganz nebenbei: Im besten Falle schaffen Akteure wie das Eiscafé Kibo oder Modelabel wie montagehalle-berlin sogar noch Arbeitsplätze. Wenn es manche Zeitgenossen schlimm finden, dass die Weddinger Wundertüte mit Geld aus diversen Fördertöpfen unterstützt wird, dann kann ich nur sagen: Ein Hoch auf diese Art der Kommerzialisierung. Da bin ich 
gerne dabei!

Autor: Ulf Teichert

Der Weddingweiser ist Medienpartner der „Weddinger Wundertüte“.

Unsere Kolumne “Weddingweisers Woche” erscheint jeden Samstag in der Bezirksausgabe Wedding des Berliner Abendblatts.

Tauschen: Dinge loswerden macht Spaß!

Tauschregal im Eiscafé Kibo
Tauschregal im Eiscafé Kibo

Eine zufällige Begegnung vor dem Eiscafé Kibo in der Transvaalstraße, und schon sind wir mitten im Gespräch. Nicht nur das Eis ist ein guter Grund, hierherzukommen, sondern auch das Tauschregal im Café: „Bücher tauschen ist eine klasse Idee, das hätte schon viel früher etabliert werden müssen“, erzählt Anke Rommel, die Inhaberin des Weddinger Textil-Labels „aroshi“. Sie sieht das Ganze auch praktisch: „Ich lese so viele Bücher, die kann ich gar nicht alle zu Hause behalten, habe schon etliche Kisten verschenkt und bin oft in Bibliotheken. Tauschen ist da schon deutlich ökonomischer!“

Tauschmobil in Aktion Foto: B. Lüdecke
Tauschmobil in Aktion Foto: B. Lüdecke

„Teilen ist das neue Haben“, plakatiert eine Partei im Wahlkampf und trifft genau den Nerv konsumgestresster Zeitgenossen. Altkleider im Second Hand-Laden kaufen, Lebensmittel bei den „Tafeln“ verwerten lassen und Autos beim Carsharing gemeinschaftlich nutzen: so kritisch man das auch sehen mag, hat sich dies alles längst im großstädtischen Alltag etabliert. Der „Wegwerfgesellschaft“ hat dies bis jetzt noch keinen Abbruch getan. Fest steht: tauschen ist ein Trend, der allenthalben, auch im Wedding, immer mehr um sich greift. So soll ab 5. September das Tauschmobil, ein Lieferwagen mit Objekten, die auf einen neuen Besitzer warten,  jeden Donnerstag von 8 – 15 Uhr auf dem Leo-Wochenmarkt stehen. Auch die Transition-Town-Gruppe „Weddingwandler“ beschäftigt sich in ihrem Kiez mit „Tauschen und Teilen“. In einem „Dinge-Schrank“ sollen bald im Café TassenKuchen in der Malplaquetstraße 33 Gebrauchsgegenstände aller Art abgelegt werden.

Gerade bei Büchern haben viele Menschen Hemmungen, sie einfach im Müll zu entsorgen. In immer mehr Begegnungsstätten und Cafés tauchen passenderweise die zum ungezwungenen Mitnehmen einladenden Bücherschränke auf. „Die Regale sind auch ein prima Kontaktpunkt, ich treffe vielleicht jemanden und kann einen Schwatz halten, wenn ich gerade Lust drauf habe“, berichtet Anke Rommel. Sie lässt sich von der unsortierten Auswahl im Regal inspirieren: „Ich habe zuletzt im Kibo die ‚Die Tudors‘ und ‚Wo samstags immer Sonntag ist‘ mitgenommen … wer die wohl eingestellt hat?“

Bücherbox vor dem Centre Francais in einer französischen TelefonzelleWenn Bücher reisen

Als wäre die Tauscherei nicht an sich schon ein Abenteuer, gibt es mit der mehrere Millionen Nutzer weltweit umfassenden Gemeinschaft „Book Crossing“ sogar noch eine Steigerung des guten Gefühls beim Tauschen: „Es ist ganz einfach, Deine Bücher mit einem Aufkleber zu versehen und sie dann in die Wildnis freizulassen“, schreiben die über das Internet organisierten Bücherfreunde. Es macht ihnen Spaß, nachzuverfolgen, wo die Reise des Buches hingeht, wer die Bücher findet und diese später vielleicht wieder auf Reisen schickt. Mithilfe eines Aufklebers haben die Bücher eine Identitätsnummer (ID), über die der Finder angibt, wo sich das Buch jetzt befindet. Sogar eine Nachricht für den Bücher-Spender kann der Finder hinterlassen. Man kann sich sogar alle im Wedding mit der ID registrierten Bücher anzeigen lassen.

Book Crossing betreibt auch die „Bücherboxx„, die ihren „Heimatstandort“ vor dem Centre Français in einer ausgedienten französischen Telefonzelle besitzt. Die Skyline der wichtigsten Pariser und Berliner Sehenswürdigkeiten zieren diese wandernde Bibliothek, die mit deutsch-und französischsprachigen Büchern versorgt ist. Ist die Telefonzelle einmal nicht im Wedding, ist sie gerade unterwegs in Schulen oder sogar vor dem Kanzleramt.

Das Geben und Nehmen folgt jedoch auch ungeschriebenen Gesetzen. Schließlich sollen die Regale immer gut gefüllt sein. „Die Tauschregel 1:1 ist für manche Nutzer vielleicht eine innere Herausforderung ist“, sagt Anke Rommel. Ihr gefällt allerdings der Gedanke, dass ein Stück Kunstband genau soviel wert ist wie ein Stück Trivialroman…

Beet in der Gartenarbeitsschule

Pflanzen und Saatgut wechseln den Besitzer

Nicht nur Bücher bieten sich für den Austausch an. „Im Wedding gibt es zahlreiche Gärten: Kleingärten, private Hinterhofgärten, Gemeinschaftsgärten, Vereins- und Schulgärten. Durch unseren Tauschmarkt bieten wir ein Forum, dass die Betreiber dieser Gärten ihre Pflanzen und natürlich auch Saatgut tauschen können“, sagt Thorsten Haas, einer der Organisatoren des ersten Pflanzentauschmarkts, der am 15. September ab 16:00 Uhr auf dem Bauwagenspielplatz Ecke Gotenburger Str. / Prinzenallee im Soldiner Kiez stattfinden soll.

Viele Tauschmöglichkeiten, immer mehr Veranstaltungen rund um das Thema „Tausch“. Da bleibt uns nur zu hoffen, dass die Weddinger mit den vielen neuen Wechselspielen allzeit einen guten Tausch machen…

Tauschmobil jeden Donnerstag auf dem Wochenmarkt auf dem Leopoldplatz

Book Crossing

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Tauschregal im Eiscafé Kibo, Transvaalstr. 13

Bücherboxx, Centre Francais, Müllerstr. 74

Pflanzentauschmarkt, 15.9., 16.00 Uhr, Gotenburger Str./Prinzenallee