Bekommt die Beuth Hochschule einen neuen Namen?

Leserfoto von der Verhüllung der Buchstaben „Beuth“

In der Beuth Hochschule für Technik wird seit längerem wegen rassistischer Äußerungen des Namensgebers diskutiert. Kürzlich ging es bei einer zweitägigen Tagung wieder um das Thema. Die meisten Teilnehmer standen einer Umbenennung der Weddinger Hochschule offen gegenüber.

Wedding als Metapher für Nahost / Buchkritik

Buchcover
Cover des Buches „Der neu-deutsche Antisemit“. Grafik: Hentrich-Hentrich-Verlag

Nein, mit der Laubsäge puzzelt Arye Sharuz Shalicar nicht am Brett vor dem Kopf seiner Leser herum – er wirft die benzingetriebene Kettensäge an. Sein Buch „Der neu-deutsche Antisemit – Gehören Juden heute zu Deutschland?“ ist nicht für das abwägende Seminar gedacht. Es dient der schnellen Diskussion auf der Straße, in der U-Bahn oder im Büro. Für diesen Zweck sind die provokanten Behauptungen, knappen Argumente und kurzen Zusammenhänge grob geschnitzt. Ein Buch, wie wenn einer mit der Faust auf den Holztisch schlägt, dass es nur so kracht.

Namensgeber der Beuth-Hochschule war Antisemit

Beuth: Der Name steht in großen Lettern vor der Hochschule in der Luxemburger Straße. Foto: Hensel
Beuth: Der Name steht in großen Lettern vor der Hochschule in der Luxemburger Straße. Foto: Hensel

Die Beuth Hochschule für Technik in der Luxemburger Straße steht möglicherweise vor einer Umbenennung. Nach einem neueren Gutachten war der Namensgeber Christian Peter Beuth ein radikaler Antisemit, der sich vor allem gegen Juden richtete. In der Hochschule wird bereits seit einem Jahr diskutiert, wie mit diesen Erkenntnissen umgegangen werden soll.