Kiezdetails: Der Wedding als Thema auf Instagram

Auf Instagram teilen Nutzerinnen und Nutzer ihre Fotos – oft sehr persönlich, manchmal aber auch mit Motiven aus dem, was sie in ihrem Umfeld vorfinden. Der Wedding bietet sich da ganz besonders an – realitätsnah, ungeschminkt, voller scheinbar unwichtiger Details, um die es schade wäre, wenn sie niemand für die Ewigkeit festhielte. Heute stellen wir den Instagram-Blog Kiezdetails vor, der genau diese Kleinigkeiten im Straßenbild unseres Stadtteils zum Thema hat.

Gustav-Falke-Grundschule: Mit Kindern lernen und lachen

Stephanie Aschenbrandt (links) und Gabriele Wangerin aus der Gustav-Falke-Grundschule. Foto: Esser
Stephanie Aschenbrandt (links) und Gabriele Wangerin aus der Gustav-Falke-Grundschule. Foto: Esser

Bildung Eine der Grundschulen im Brunnenviertel ist die Gustav-Falke-Grundschule, eine gebundene Ganztagsschule. Kinder, die eingeschult werden, kommen in jahrgangsübergreifende Klassen. Die 1/2 b ist eine dieser Anfangsklassen. Hier lernen Erstklässler, die „Minis“, gemeinsam mit den „Maxis“ aus der zweiten Klasse. Klassenlehrerin Stephanie Aschenbrandt und Klassenerzieherin Gabriele Wangerin erzählen über sich, „ihre Kinder“ und warum sie das Ganztagskonzept schätzen.

Die Kolumne: Lieber mal durchgeknallt…

Warum Wedding so besonders ist

Müller- Ecke SeestraßePünktlich zum Jahreswechsel geriet Wedding mal wieder mal in die Negativschlagzeilen. Erst durch einen Knaben, der mit 980 Polenböllern aufgegriffen wurde, dann durch den silvesterlichen Bilanzbericht der Polizei, wonach die Müllerstraße eines der für Mensch und Tier gefährlichsten Berliner Gebiete in der Neujahrsnacht gewesen ist. Nun ja! Dass es in Wedding öfter mal knallt, ist kein Geheimnis. Dass es dazu auch entsprechend Durchgeknallter bedarf auch nicht. Aber so ist es nun mal in einem Stadtteil, der sich dadurch auszeichnet, dass es hier die Berliner Mischung noch gibt: Das Neben- und manchmal auch Miteinander von Arm und Etwas-Besser-Dran, von Abend- und Morgenland, von Spießern und Lebenskünstlern, von Eckkneipe und Edelbar, von den Alkis am Leo und erfolgreichen Unternehmen. Das hat zur Folge, dass unter der Oberfläche eines ganz normalen Alltags eben auch Konflikte brodeln, die sich manchmal in einem mehr oder weniger großen Knall entladen. Das ist tatsächlich nicht schön, mir aber immer noch lieber als das tägliche Rollkoffergeknatter in den von Ureinwohnern weitestgehend „befreiten“ Vierteln dieser Stadt.
Autor: Ulf Teichert
Der Kommentar erscheint ebenfalls jeden Samstag im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Menschen helfen Menschen: Zehn Jahre Vereinsarbeit im Soldiner Kiez

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Horst und Sabine Schmiele.

Der Sozialverein „Menschen helfen Menschen in und um Berlin e.V.“ wird im November zehn Jahre alt, am Sonnabend (21.11.) ist das gefeiert worden. Seit 2004 setzen sich Horst und Sabine Schmiele von der Geschäftsstelle in der Wollankstaße aus für jene Menschen ein, die kein oder nur wenig Geld zur Verfügung haben. Der Verein gibt Lebensmittel ab, betreibt eine Kleiderkammer, stellt Schulanfängern aus bedürftigen Haushalten Einschulungsmaterialien zur Verfügung, hat Kleinmöbel im Angebot und fungiert als soziales Zentrum im Soldiner Kiez.

Familienzentrum Osloer Straße: bunt und lebendig von ersten Tag

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Viele Familien kamen zur Eröffnungsfeier des neuen Familienzentrum in der Fabrik Osloer Straße.

Was ist ein Familienzentrum? Abschließend kann Dorothee Fischer die Frage nicht beantworten. Allgemein gesagt ist ein Familienzentrum ein Ort im Sozialraum für Familien mit Beratung, Freizeitangeboten, Kursen. Doch die Familienzentren, die mit Mitteln aus dem Senatsprogramm „Berliner Familienzentren“ seit 2012 neu entstanden sind, sind sehr verschieden. Dorothee Fischer bereichert diese Vielfalt seit kurzem, sie leitet das Familienzentrum in der Fabrik Osloer Straße, das in den Herbstferien offiziell eröffnet wurde.

Berliner Mauer: Eine Geschichte von anno dazumal?

Blick auf den ehemaligen Mauerstreifen an der Bernauer Straße. Foto: Hensel
Blick auf den ehemaligen Mauerstreifen an der Bernauer Straße. Foto: Hensel

Kolumne Die beiden Halbweddingerinnen wissen vermutlich nicht, wovon ich spreche. Fast jeden Tag überqueren sie die ehemalige Grenze nahe der Bernauer Straße. Mal laufen sie hinüber zum Mitte-Wohnsitz, mal radeln sie zurück zum Wedding-Domizil. Manchmal fahren sie mit der U-Bahn unten durch, gelegentlich folgen sie dem Grenzstreifen mit der Straßenbahn in Richtung Prenzlauer Berg ohne einen Gedanken an die Bedeutung des historischen Schauplatzes.

Halloween im Wedding – Ein Erlebnisbericht

kuerbisIch habe Halloween vor sieben Jahren im Wedding kennengelernt. Davor wohnte ich im Friedrichshain und dort gab es damals kein Fest am 31. Oktober – oder ich war einfach zu ignorant. Heute ist der herbstliche Monatswechsel für mich ein fester Termin auf den sich die ganze Familie schon Wochen im voraus freut – fast wichtiger als der eigene Geburtstag.

Basketball im Wedding: Wie ein Wiesel

Im Soldiner Kiez sind sie seit langem heimisch, die Wiesel. Doch sind nicht die kleinen Raubtiere aus der Familie der Marder gemeint, die sich rechts und links der Panke wohlfühlen. Es handelt sich um Sportler, genauer gesagt um Basketballer, die hier teils tags, teils nachts aktiv sind. An der Wilhelm-Hauff-Grundschule bietet der Verein Weddinger Wiesel eine Basketball-AG für Mädchen an. Außerdem führen die Wiesel in Kooperation mit den Vereinen Gangway und dem Freibeuter 2010 e. V. in der Sporthalle Koloniestraße die so genannten HoopNights durch. Das sind MitternachtsStreetballturniere, die zweimal im Jahr stattfinden. Mit der Carl-Kraemer-Grundschule gibt es ebenfalls gute Kontakte: Die Schule beteiligt sich an der ALBA-Grundschulliga, die die Weddinger Wiesel als Kiezpartner im Wedding mitorganisieren.

Mädchen am Fußball

maefuba1Als Mädchen ist man nicht Fan des Bayern Münchens, sondern man ist Anhängerin von Turbine Potsdam. Ohne Vorbilder geht es auch beim Mädchenfußball nicht. Überhaupt ist eigentlich vieles gleich, beim Fußball der Jungs und bei dem der Mädchen. Ein Unterschied ist höchstens, dass es grundsätzlich zu wenig Trainerinnen gibt. So wie die Turbinen – wie der Fan sagt – von einem Mann trainiert werden (seit 40 Jahren von Bernd Schröder), so suchen auch die Mädchenfußballerinnen im Soldiner Kiez noch eine weitere Trainerin.