Straße der Nachbarschaft

Tag des guten Lebens
Die­se Anwoh­ner wol­len den Tag des guten Lebens. Foto:TdgL

09.09.2020 Dem Stra­ßen­raum einen neu­en Sinn geben, das wol­len Anwoh­ner im Brüs­se­ler Kiez. Am 25. Sep­tem­ber und am 2. Okto­ber jeweils von 14 bis 18 Uhr wol­len sie die Ant­wer­pe­ner Stra­ße auf dem Abschnitt zwi­schen Brüs­se­ler Stra­ße und See­stra­ße in eine Stra­ße der Nach­bar­schaft umwan­deln. Tag des guten Lebens heißt die Akti­on und die Grup­pe der Orga­ni­sa­to­ren. Wer bei Vor­be­rei­tung mit­hel­fen oder an den Tagen etwas vor­zei­gen möch­te, ist herz­lich willkommen.

“Alle sind ein­ge­la­den: Kin­der und ihre Eltern, Anlie­ger- und Nachbar*innen”, sagt die Grup­pe. “Sie alle kön­nen hier Frei­raum und Zeit haben zum Spie­len, zum gegen­sei­ti­gen Ken­nen­ler­nen und für den Aus­tausch (natür­lich mit Mas­ke und Abstand!).” Die Anwoh­ner wol­len die Ant­wer­pe­ner Stra­ße auf neue Wei­se erschlie­ßen. Dabei geben sie den bereits vor­han­de­nen Ver­kehrs­schil­dern “Ach­tung Kin­der!”, die hier schon vor­han­den sind, ihren ursprüng­li­chen Sinn zurück. Die “Stra­ße der Nach­bar­schaft” ist zu einem Teil ein tem­po­rä­res Spiel­stra­ßen­pro­jekt. “Und wer mit­ma­chen möch­te, kann sich uns gern anschließen.”

Antwerpener Straße
Schild Ach­tung Kin­der auf der Ant­wer­pe­ner Stra­ße. Foto: TdgL

Aber sie ist mehr als eine zeit­wei­li­ge Spiel­mög­lich­keit. Sie will ein Tref­fen der Nach­barn ermög­li­chen. IhrTag des guten Lebens könn­te in zwei wei­te­ren Kiezen in Ber­lin umge­setzt wer­den, wenn die­ses Jahr nicht Coro­na man­ches ver­hin­dert hät­te. Als Nach­bar­schafts­in­itia­ti­ve wol­len die Macher vom Tag des guten Lebens nun wenigs­tens im Brüs­se­ler Kiez die Men­schen des Stadt­teil moti­vie­ren, zusam­men­zu­kom­men. Und das in aller­lei Form: kli­ma­ak­tiv, mul­ti­kul­tu­rell, nach­bar­schaft­lich. “Wir wol­len uns vor allem mit­ein­an­der betä­ti­gen und engagieren.”

Auto: Ich muss leider draußen warten

Die Initia­ti­ve, die seit 2018 aktiv ist und bereits sechs Nach­bar­schafts­tref­fen orga­ni­siert hat, lädt damit zum 7. Tref­fen der Nach­barn ein. 2017 wur­de der Tag des guten Lebens mit dem Deut­schen Nach­bar­schafts­preis der Stif­tung nebenan.de aus­ge­zeich­net. Das Ziel des Tags des guten Lebens ist es, die Nach­bar­schaft zusam­men­zu­brin­gen, dafür den öffent­li­chen Raum als Gemein­gut zu nut­zen und die Demo­kra­tie und die Nach­hal­tig­keit zu stär­ken. Um den dafür nöti­gen Platz zu schaf­fen, muss der Kiez an den bei­den Tagen für ein paar Stun­den auto­frei sein. Die Grup­pe bit­tet um Ver­ständ­nis, dass die Fahr­zeu­ge aus­nahms­wei­se woan­ders par­ken müs­sen. “Wir möch­ten ein­fach mal Platz schaf­fen für die Nachbar*innen und ihre Kin­der, unse­re Zukunft”, schrei­ben die Organisatoren.

Die Grup­pe besteht aus Anwoh­nern aus dem Brüs­se­ler Kiez, die aus ganz unter­schied­li­chen Lebens­ecken kom­men. “Uns eint der Kiez und die Nähe zu ihm, emo­tio­nal wie all­täg­lich.” Die Initia­ti­ve sagt: “Wir hof­fen auf rege akti­ve Teil­nah­me, gutes Aller­lei und vor allem und gera­de auch ‘die Nachbarschaft’.”

Online Talks zum Thema Selbstgestaltung

Flyer Onlinetalk
Fly­er für die Online­talks vom Tag des guten Lebens. Grafik:TdgL

Weil wegen Coro­na nicht alles geht, was denk­bar ist, ver­leg­te derTag des guten Lebens  eini­ge Ver­an­stal­tun­gen, die sonst auch auf der Stra­ße hät­ten statt­fin­den kön­nen, ins Inter­net. Bei Online-Talks geht es um die Fra­ge, wie Men­schen die Gestal­tung ihres Kiezes selbst in die Hand neh­men kön­nen. Die nächs­ten Ter­mi­ne sind: Kli­ma­schutz im Kiez am 9. Sep­tem­ber, Mobi­li­tät und Ver­kehrs­wen­de am 16. Sep­tem­ber, Ernäh­rung und­Le­bens­mit­tel am 23. Sep­tem­ber, Jugend­be­tei­li­gung am 30. Sep­tem­ber und Trans­for­ma­ti­on im Kiez am 14. Oktober.

Kontakt:

facebook.com/bruesselerkiez/
tagdesgutenlebens.berlin/bruesselerkiez
brueki@gutesleben.berlin
Tel.: 0157 3387 4054

PM Tag des guten Lebens/bearbeitet And­rei Schnell

Andrei Schnell

Man hat mir versichert, es gäbe keine Vorschrift zu gendern und ich sei in dieser Frage frei, nicht wahr? Mein Hintergrund ist ostdeutsch, das beruht auf Erlebnissen. Politik sehe ich mir an wie den Sport. Wenn ich ein Buch lese, möchte ich es gleich besprechen. Ich mag Geschichten und Geschichte. Mister Gum möchte ich noch erwähnen.

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