Flop Café: Aus Aleppo in den Wedding

Hummus, Falafel und Halloumi im Flop Café.
Hum­mus, Fala­fel und Hallo­u­mi im Flop Café. (©Enno Lenze)

Syri­sche Spe­zia­li­tä­ten von Fala­fel, Hallo­u­mi und Hum­mus bis zum haus­ge­mach­ten Eis­tee. Im Flop Café in der Ota­wi­stra­ße gibt es Lecke­res für jeden Geschmack. Als klei­nes Fami­li­en­un­ter­neh­men behaup­tet es sich seit 2015 in der eher ruhi­gen Wohn­ge­gend – dank der reich­hal­ti­gen Aus­wahl an vege­ta­ri­schen und vega­nen Gerich­ten ist im Flop Café für jeden etwas dabei. 

Aus Aleppo in den Wedding

Reham und drei ihrer Geschwis­ter sind 2014 aus Alep­po in Syri­en nach Ber­lin geflo­hen. Hier im Wed­ding hat ihr Bru­der eine Bar und das Flop Café eröff­net. Er starb 2018. Seit­dem über­nimmt Reham das Geschäft­li­che, wäh­rend ihre Eltern in der Küche Köst­lich­kei­ten zau­bern. Gekocht wird nach den Rezep­ten der Mut­ter – ohne Kom­pro­mis­se, auf höchs­tem Niveau. Nur die bes­ten Zuta­ten sind gera­de gut genug, im Flop Café sind alle Gerich­te vege­ta­risch oder vegan. Reham und ihre Eltern wol­len zei­gen, dass syri­sche Küche nicht nur aus den bekann­ten Fleisch­ge­rich­ten wie Shawar­ma besteht, son­dern auch ohne Fleisch eine gro­ße Viel­falt bietet.

Der Mix-Teller ist das absolute Highlight der Speisekarte

Der Mix-Teller im Flop Café.
Der Mix-Tel­ler im Flop Café. (©Enno Lenze)

„Zwei Fala­fel, zwei Hallo­u­mi, ein Bäll­chen Kib­be, Hum­mus, Mut­ab­bal, Toma­ten und Gur­ken.“ – es klingt unschein­bar, ist aber ein Gau­men­schmaus – dazu ein Schäl­chen Sesam­so­ße. Es gibt fri­sches Fla­den­brot dazu. In Ber­lin und auch im Wed­ding gibt es vie­le ara­bi­sche Imbis­se. Manch­mal lei­det bei der Kon­kur­renz die Qua­li­tät. Das Flop Café ist qua­li­ta­tiv über­ra­gend und lebt von der Gast­freund­schaft der Betrei­ber und Mitarbeiter.

 

Der hausgemachte Eistee ist besonders gut an heißen Sommertagen.
Der haus­ge­mach­te Eis­tee ist beson­ders gut an hei­ßen Som­mer­ta­gen. (©Enno Lenze)

Auch an ihnen ist Coro­na und die damit ver­bun­de­ne Schließ­zeit nicht spur­los vor­bei gegan­gen, aber lang­sam kom­men die Gäs­te wie­der. Die Tische im Außen­be­reich sind beson­ders beliebt. Haus­ge­mach­ten Eis­tee in der war­men Som­mer­son­ne trin­ken und dabei syri­sche Köst­lich­kei­ten zu ver­na­schen klingt auch ein­fach nach dem per­fek­ten Nach­mit­tag im Wedding.

Vollzeitjob und Café-Management

Reham vom Flop Café.
Reham vom Flop Café. (©Enno Lenze)

Reham ist eigent­lich Gra­fik­de­si­gne­rin und arbei­tet auch Voll­zeit in ihrem Beruf, wäh­rend sie alles Orga­ni­sa­to­ri­sche im Flop Café regelt. Es ist viel für die auf­ge­weck­te jun­ge Frau. Sie sieht in den Him­mel, wenn mal wie­der ein Flug­zeug vom nahe gele­ge­nen Flug­ha­fen Tegel abhebt: “ich schaue nach oben, aber wir sind hier in Deutsch­land, die flie­gen ja nur in den Urlaub und haben kei­ne Bom­ben zum Abwer­fen.” Man sieht Reham die Erfah­rung mit dem Krieg nicht an, sie ist fröh­lich, lacht viel – “mein Zuhau­se ist jetzt hier” – im Wedding.

Flop Café
Ota­wi­stra­ße 11
13351 Ber­lin

U6 Reh­ber­ge

Öff­nungs­zei­ten:
täg­lich außer Dienstag
11:00 bis 20:00 Uhr


1 Kommentar
  1. Das Flop ist mein Lieb­lings­ca­fé. Und ich bin wirk­lich froh, das es so was Schö­nes gleich bei mir um die Ecke gibt 🙂

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