10 Corona-Lehren im Wedding

Iso­la­ti­on in der Rehberge

Auch bei uns im Wed­ding bestimmt Coro­na der­zeit das öffent­li­che und pri­va­te Leben. Da gesell­schaft­li­che Kri­sen aber immer auch mit Chan­cen ein­her­ge­hen, habe ich das Mehr an “Zeit für sich selbst” genutzt, um nach­zu­den­ken. Über mich, mein Leben und den Wed­ding. Das Ergeb­nis mei­ner Reflek­ti­on: 10 Din­ge, die ich ins­ge­heim viel­leicht wuss­te, die aber die­ser gesell­schaft­li­chen Kri­se bedurf­ten, um auch end­lich mal aus­ge­spro­chen zu werden.

1. Der Volkspark Rehberge ist groß genug, um sich dort mehrmals zu verlaufen.

2. Gin-Tonic aus der Dose vom Supermarkt schmeckt im Sonnenuntergang am Leopoldplatz mit einem Freund dann am besten, wenn man mit zwei Metern Abstand voneinander auf den Stufen vor der Nazarethkirche sitzt.

3. Restaurants, die ich im Wedding gerade nicht vermisse, werde ich im Wedding auch nach der Corona-Pandemie nicht vermissen.

4. Nur für Oma und Opa möchte ich noch den Wedding verlassen. Und auch nur, um Einkäufe vorbeizubringen, die ich im Wedding gekauft habe.

5. Die Maskenpflicht sollte am U‑Bahnhof Seestraße dauerhaft gelten, auch über die Corona-Pandemie hinaus.

6. Der Wedding ist doch ganz schön teuer, wenn man viermal pro Woche im Café Göttlich sitzt, abends Pizza im St. Bess isst und sich wöchentlich eine 60-Minuten Massage bei Thon Pho gönnt. Und doch vermisse ich alle drei!

7. Es ist möglich, McFit in der Seestraße zu vermissen.

8. Man kann auf der Müllerstraße Fahrrad fahren.

9. Die beste Opernbalkonsängerin wohnt irgendwo im Afrikanischen Viertel.

10. Weddinger Gabenzäune, freiwillige Hilfsangebote für Risikogruppen im Wohnhaus und die vielen Masken in Bus und Bahn beweisen, dass der Wedding besser ist als sein Ruf.

 


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