Das Wichtigste der Woche im Wedding

Während die meisten Berliner Mieter nicht einmal ihren Vermieter kennen, da es einfach kein zentrales Register gibt, wem welche Häuser gehören, kann man zumindest unter giessdenkiez.de schauen, welche Berliner Bäume (sogar einzeln anklickbar) wie viel Wasserbedarf haben – und das tatsächlich eine coole Sache. Neben Alter der Bäume und sogar Art, sieht man den aktuellen Wasserbedarf (von wenig bis akut) dargestellt. Zusätzlich ist es möglich sich zu registrieren und einzutragen, falls man einen Baum vor seinem Haus mit Wasser versorgt hat.

Was es sonst Neues gibt

Nach windigen Investorenregeln lautet die Abfolge der Gentrifizierung meist so: Armer Stadtteil -> die Künstler kommen -> die Studenten kommen -> bleiben dort -> die Investoren kommen -> Ausverkauf. In der Koloniestraße 10 kommen nun direkt die Investoren, um überteuerte Miniappartments zu bauen, in denen sich Studenten dann bei Vollausstattung vom Leben der Großstadt abkoppeln können. O-Ton eines der Investoren: Viele Eltern möchten, dass ihre Kinder dort wohnen, weil sie Angst haben, diese würden in einer Stadt wie Berlin nicht klar kommen. Lassen wir das mal so stehen, wichtiger ist nun die Kolonie10 zu unterstützen. Auf dem Areal stehen Werkstätten und Wohnungen, diese sind wieder einmal vom Abriss bedroht. Denn der aktuelle Investor buddelt dort nicht erst seit gestern. Auf Change.org wurde nun eine Petition gestartet :. Abriss verhindern – Wohnraum und Gewerbe erhalten: Verkaufen Sie unseren Hof an die Stadt!

Dass einige Baufirmen ab und zu mal einen Bagger vorbeischicken, ohne Erlaubnis, kam auch in der Koloniestraße schon vor. So dass der Baudezernent einmal fast persönlich auf die Abrissbirne springen musste um die Werkstätten zu retten.

Ein bisschen Hollywood in der Togostraße – ein Jugendlicher wird von der Polizei verfolgt, klettert durch die Dachluke, rutscht auf dem Dach aus und purzelt vor dem Polizisten auf den Gehweg. Spoiler: Er hat überlebt. Die BZ hat die ganze Geschichte.

Abstand halten, auch auf dem Gehweg. In Berlin ist es in Nebenstraßen jetzt erlaubt, dass Außengastronomie auch auf Parkplätzen am Straßenrand und auf den Straßen selbst stattfinden darf. Wo in Mitte das nun kommt, wissen wir allerdings noch nicht, sind aber auf die ersten Bilder von wütenden Autofahrern gespannt.

Vergangenen Samstag fand auf der Müllerstraße wieder einmal eine Demo für den Radweg statt. Dieser wird nicht nur seit Jahren geplant, sondern sollte in Folge der Corona-Maßnahmen als temporäre Variante zeitnah umgesetzt werden. Wer die Müllerstraße entlangfährt, sieht: Geschehen ist nichts. Dem Amt fiel erst letzte Woche auf, dass es ja auch Bushaltstellen und Lieferzonen gibt, die in die Planungen mit eingebunden werden müssen. Bezirksbürgermeister von Dassel war ebenfalls auf der Demo und war wohl sehr angetan von einem möglichen Radweg. Ob er nun zum Mitdemonstrieren vorbeikam, gegen sich oder die Stadträtin, oder ganz zufällig dort war und dann gar nicht mehr gehen wollte, ist nicht überliefert.

Die Digitalisierung bekommt momentan einen kleinen Schub, so auch in der Charité, in der nun ein Visitenroboter die Patienten besucht. Konkret geht es um Patienten, die wegen Corona eingeliefert wurden, da diese teilweise auf mehrere Krankenhäuser aufgeteilt sind, fährt bei der Visite ein Roboter mit über den Kontakt zu anderen Medizinern besteht. Auf diese Weise soll der Austausch zwischen den Krankenhäusern und Arzt*innen gefördert werden und der Lernprozess im Umgang mit Corona beschleunigt werden. Patientenbetreuung per „Visitenroboter“

Blogrückblick

Strandbad Plötzensee seit 29. Mai wieder geöffnet

Abschied von der „Tante Tegel“ – Gemischte Gefühle zur Flughafenschließung

– Besuch im Feinen Pinkel

– Das ElisaBeet entsteht digital

– Ein Blumengeschäft namens PILEA


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