Unser Zuhause: vom Speckgürtel in die Mitte

Wenn man lan­ge an einem Ort lebt, emp­fin­det man die­sen irgend­wann ganz selbst­ver­ständ­lich als Hei­mat. Den Wed­ding kön­nen nur die weni­ge sei­ner Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner als Geburts­ort ange­ben, die­ser Stadt­teil ist schon immer ein Ort der Ein­wan­de­rung und des Tran­sits gewe­sen. Wie­der ande­re Ber­li­ner sind hier auch nur gebo­ren, weil sich vie­le Kran­ken­häu­ser im Wed­ding befin­den, und haben nie im Stadt­teil gewohnt. Der Zuge­zo­ge­nen­at­las 2016 weist für den Wed­ding aus, dass über die Hälf­te sei­ner Bewoh­ner nicht in Ber­lin gebo­ren ist – nur rund um den Schil­ler­park lag die Quo­te der Ur-Ber­li­ner etwas höher. So ver­wun­dert es nicht, dass auch die meis­ten der Redak­ti­ons­mit­glie­der beim Wed­ding­wei­ser nicht aus der Regi­on Ber­lin-Bran­den­burg stam­men. In unse­rer Serie berich­ten wir von unse­ren Her­kunfts­or­ten  – und war­um wir in unse­rem Stadt­teil Wur­zeln geschla­gen haben. Heu­te: Der lan­ge Weg vom Speck­gür­tel in den Wedding

 

Unser Zuhause: Adé Prenzlberg, hallo Wedding!

Wasserturm in Prenzlberg
Foto: Kris­ti­na Auer

Wenn man lan­ge an einem Ort lebt, emp­fin­det man die­sen irgend­wann ganz selbst­ver­ständ­lich als Hei­mat. Den Wed­ding kön­nen nur die weni­ge sei­ner Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner als Geburts­ort ange­ben, die­ser Stadt­teil ist schon immer ein Ort der Ein­wan­de­rung und des Tran­sits gewe­sen. Wie­der ande­re Ber­li­ner sind hier auch nur gebo­ren, weil sich vie­le Kran­ken­häu­ser im Wed­ding befin­den, und haben nie im Stadt­teil gewohnt. Der Zuge­zo­ge­nen­at­las 2016 weist für den Wed­ding aus, dass über die Hälf­te sei­ner Bewoh­ner nicht in Ber­lin gebo­ren ist – nur rund um den Schil­ler­park lag die Quo­te der Ur-Ber­li­ner etwas höher. So ver­wun­dert es nicht, dass auch die meis­ten der Redak­ti­ons­mit­glie­der beim Wed­ding­wei­ser nicht aus der Regi­on Ber­lin-Bran­den­burg stam­men. In unse­rer Serie berich­ten wir von unse­ren Her­kunfts­or­ten  – und war­um wir in unse­rem Stadt­teil Wur­zeln geschla­gen haben. Heu­te: weg vom Prenzlberg

Unser Zuhause: Dzień dobry, Wedding!

Wenn man lan­ge an einem Ort lebt, emp­fin­det man die­sen irgend­wann ganz selbst­ver­ständ­lich als Hei­mat. Den Wed­ding kön­nen nur die weni­ge sei­ner Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner als Geburts­ort ange­ben, die­ser Stadt­teil ist schon immer ein Ort der Ein­wan­de­rung und des Tran­sits gewe­sen. Wie­der ande­re Ber­li­ner sind hier auch nur gebo­ren, weil sich vie­le Kran­ken­häu­ser im Wed­ding befin­den, und haben nie im Stadt­teil gewohnt. Der Zuge­zo­ge­nen­at­las 2016 weist für den Wed­ding aus, dass über die Hälf­te sei­ner Bewoh­ner nicht in Ber­lin gebo­ren ist – nur rund um den Schil­ler­park lag die Quo­te der Ur-Ber­li­ner etwas höher.So ver­wun­dert es nicht, dass auch die meis­ten der Redak­ti­ons­mit­glie­der beim Wed­ding­wei­ser nicht aus der Regi­on Ber­lin-Bran­den­burg stam­men. In unse­rer Serie berich­ten wir von unse­ren Her­kunfts­or­ten  – und war­um wir in unse­rem Stadt­teil Wur­zeln geschla­gen haben.

Zu Besuch in einem bulgarischen Tante-Emma-Laden

„Die Bul­ga­ren pla­nen ihre Ein­käu­fe nicht lan­ge im Vor­aus und kau­fen lie­ber spon­tan ein“, erklärt mir Mar­tin. Der 34-jäh­ri­ge Bul­ga­re, der mit sei­ner Fami­lie im Afri­ka­ni­schen Vier­tel lebt, freut sich über das neue bul­ga­ri­sche Lebens­mit­tel­ge­schäft in der See­str. 105 – ide­al für klei­ne Ein­käu­fe der beson­de­ren Art. Und nicht zuletzt kann man hier die Ess­kul­tur die­ser weit­hin unbe­kann­ten, den­noch fünft­größ­ten Com­mu­ni­ty in Ber­lin entdecken. 

Tonbank Berlin: Die Bank, die spricht

Die beiden Podcaster Stefan & Stephan
Die bei­den Pod­cas­ter Ste­fan & Stephan

Der Pod­cast-Boom ist wahr­schein­lich für die meis­ten unüber­seh­bar, oder eher unüber­hör­bar. Über­all sprie­ßen neue For­ma­te aus den Mikro­fo­nen, von Aben­teu­er-Pod­cast, Tech­nik-Pod­casts, bis zu den Pod­casts der ZEIT, erlebt die­ses schon lan­ge exis­tie­ren­de Unter­hal­tungs­for­mat gera­de einen Boom. Aber Stopp! Auch aus dem Wed­ding kommt seit letz­tem Som­mer ein Pod­cast. Ton­bank-Ber­lin heißt er und an den Mikro­fo­nen sind die bei­den Wed­din­ger Ste­fan und Stephan.

Flüchtlingskind Lana wohnt jetzt im Wedding

Lana aus Syrien (rechts) mit Svenja und ihrem Bruder Layth. Foto: Oertel
Lana aus Syri­en (rechts) mit Sven­ja und ihrem Bru­der Layth. Foto: Oertel

Wo sind eigent­lich die vie­len Flücht­lin­ge, die in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren zu uns gekom­men sind? Laut Sta­tis­tik kamen in den Jah­ren 2015 und 2016 ins­ge­samt 1,2 Mil­lio­nen Asyl­su­chen­de nach Deutsch­land, doch wenn ich durch mei­nen Kiez lau­fe, sehe ich kei­nen von ihnen. Viel­leicht, weil Wed­ding mul­ti­kul­tu­rell ist und die Geflüch­te­ten im Stra­ßen­bild nicht auf­fal­len? Ich mache mich auf die Suche nach den Neu­an­kömm­lin­gen und ler­ne die 17-jäh­ri­ge Lana aus Syri­en kennen.

Wie afrikanisch ist das Afrikanische Viertel?

Alles Mögliche hat hier einen Afrikabezug....
Alles Mög­li­che hat hier einen Afrikabezug.…

In den Medi­en geis­tern immer wie­der aben­teu­er­li­che Zah­len her­um, wie vie­le Afri­ka­ner angeb­lich im Afri­ka­ni­schen Vier­tel leben sol­len. So war bei­spiels­wei­se im Tages­spie­gel des 10. Juli von 2.500 Afri­ka­nern (»vor allem aus Gha­na, Kame­run und Nige­ria«) zu lesen, die dort inzwi­schen gemel­det sei­en. Ins­ge­samt hat das Afri­ka­ni­sche Vier­tel 20.722 Ein­woh­ner – inklu­si­ve der »Cité Joff­re« süd­lich der Juli­us Leber-Kaser­ne, die zum sel­ben sta­tis­ti­schen Gebiet gehört. Von denen müss­te dem­nach fast jeder Ach­te aus Afri­ka stam­men. So vie­le sind es aber bei wei­tem nicht.