Ganz Berlin besucht den Weddingmarkt

Impressionen vom Weddingmarkt (c) Foto von M.FankeAuf dem Leopoldplatz können Spaziergängerinnen und Spaziergänger an fünf Sonntagen im Jahr über den Weddingmarkt schlendern. Am 1. Juli war das so, am 5. August wird es wieder so sein. Schon ab 10 Uhr beginnt für die Händlerinnen und Händler der Markttag mit dem Aufbauen der Präsentationen an den schon aufgebauten Ständen. Die Organisatorin des Weddingmarkts, Sabrina Pützer, sitzt beim Coffee Man, der mit seinem roten Kaffeewagen weit zu sehen ist, regelt die Standvergabe und hilft wo sie kann.

Was, wann, wo Wedding (24. Woche)

Foto: HenselDiese Woche steht im Zeichen der beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft. Doch Fußballfieber und Public Viewing sind nicht alles. Es gibt auch den Langen Tag der Stadtnatur und eine Premiere im Prime Time Theater. Und dann ist da noch das ganz normale Weddinger Programm mit Für-jeden-Was von heute bis kommenden Mittwoch. Glaubt ihr nicht? Seht selbst!

Galerie Wedding: Wer bin ich und wer bist du?

Ausstellungseröffnung I AM LARGE in der Galerie Wedding (c) Foto von Susanne Haun

Bis zum 15. Juli zeigt die Galerie Wedding im Rathaus Wedding in der Müllerstraße die Ausstellung „I Am Large, I Contain Multitudes“. Sie fragt mit den Exponaten nach den Dingen, die dem Leben einen Sinn geben und wie eine erfolgreiche Selbstinszenierung gelingen kann. Frei übersetzt lautet der Titel der Ausstellung „Ich bin selbstbewusst und besitze viele Fähigkeiten“.

Nächstes Ziel: die Wedding-Uni

E-Racer
Rast davon – der E-Racer der Beuth-Hochschule. Foto: Stephan Niespodziany / LNDW

Meinung Per Livestream kann die ganze Welt zuschauen, wie Forscher Alexander Gerst in die ewige Nacht des Weltraums aufbricht. Nicht ganz so viele Zuschauer wird der Aufbruch von hunderttausend Berlinern zur Langen Nacht der Wissenschaften am Sonnabend haben. Sie werden die Entdeckung machen, dass der Wedding für Forscher nicht mehr hinterm Mond liegt. Das führt zu der Frage: Und wann kommt die Wedding-Uni?

Bienenrettung wie im Märchen

Dieser junge Mann fotografierte die zerstörten Bienenbeuten und trug die Nachricht mit seinem Twitterkonto KMKBerlin in alle Welt. Foto: Andrei Schnell

Es war einmal ein öder Platz neben dem Kinderbauernhof Pinke-Panke und dem Pankower Bürgerpark. Da sagten die Nachbarn: „Wir zäunen die wüste Öde ein, wir pflanzen früh blühende Blumen, wir stellen Bienenkörbe auf. Da haben die Menschen mit Behinderung etwas, wo sie sinnvoll etwas tun können und wir haben guten Honig.“ Das ging gut, bis eines Nachts böse Menschen kamen, die zerstörten die Bienenstöcke und 90.000 Bienen starben. Und die Bösen lachten noch dabei. Da war das Unglück groß. Wo sollten die Menschen mit Behinderung arbeiten? Wo das Geld hernehmen für neue Bienen? Doch Hilfe war näher als gedacht.

Der Wedding vor 5 Jahren


(c) Daniel Gollasch

Die Zeit vergeht wie im Flug, und der Wedding ändert sich ganz rasant. Das merkt man nicht nur an neuen Cafés oder Luxuswohnungen. Manchmal reicht es auch, sich nur fünf Jahre alte Texte durchzulesen.

Hier erfahrt ihr, welche Themen uns vor fünf Jahren auf dem Weddingweiser beschäftigt haben. Und manchmal erkennt man daran, wie sich die Zeiten auch in unserem Lieblingsstadtteil geändert haben….

Mietenwahnsinn bringt alle auf die Straße

Am Samstag gingen Zehntausende auf die Straße, um ein Zeichen gegen den Verknappung des Wohnraums, die unbezahlbar werdenden Mieten  von Wohnungen und die unerbittliche Verdrängung von Bestandsmietern aus der Innenstadt zu setzen. Für manche war es sogar die erste Demo ihres Lebens, und so kamen Menschen aus allen Schichten und Stadtteilen zusammen. Auch Initiativen aus dem Wedding waren natürlich auf dieser Demonstration vertreten, die am Potsdamer Platz startete. Unser Autor Andaras Hahn hat Impressionen mit der Kamera eingefangen.

Zur Demo gegen Mietsteigerungen

Ein Plakat am ExRotaprint. Foto: D. Hensel
Genau das Thema: Ein Plakat am ExRotaprint. Foto: D. Hensel

Meinung Das sagen wir wirklich selten, aber jetzt muss es sein: Geht mal raus aus dem Wedding! Am Samstag findet eine Demonstration gegen Mietsteigerungen am Potsdamer Platz statt. Denn die Mieten steigen auch bei uns, viele Menschen haben Angst, irgendwann finanziell nicht mehr mithalten zu können. Auch im traditionell armen Wedding sorgen sich inzwischen immer mehr Mieter, Vereine, Kreative. Am Samstag werden auch viele Initiativen von hier dem Aufruf folgen und mit dem Marsch unter dem Motto „Mietenwahnsinn widersetzen“ ein Zeichen setzen.