Auf einen Kaffee mit unserer 1.000sten Newsletter-Abonnentin

Newsletter-Abonnentin Lena
v.l.: Der Weddingweiserbeutel, Lena und Fritz

Vergangene Woche durften wir uns über eine Eins und viele Nullen freuen. Denn mittlerweile verfolgen schon über 1.000 Weddinger und Weddingerinnen unseren wöchentlichen Newsletter über Ereignisse im Kiez und Kurioses aus unserem Mikrokosmos Wedding. Diese runde Zahl wollten wir zelebrieren – und so habe ich mich kurzerhand (als das noch möglich war) mit unserer Numero Tausend, der frischgebackenen Newsletter-Abonnentin Lena, im veg.room in der Triftstraße getroffen.

Kontaktverbot: Kostenlose Videokonferenzen für den Wedding

In Zeiten von Social Distancing, Quarantänen und Ausgangssperren ist es wichtig, den Kontakt mit seinen Verwandten und Freunden nicht zu verlieren. Zwar sind Videokonferenzen in den meisten Unternehmen Standard, doch nicht bei Privatpersonen oder kleineren Strukturen. So musste sich auch unser Redaktionsteam umstellen, denn ein Treffen im Kiez ist nicht mehr möglich. Unsere Treffen finden nun dank Jitsi Meet virtuell als Videochat im Browser statt. Wir finden das großartig, und wollen euch diese Möglichkeit ebenfalls bieten. Damit ihr Abstand, aber trotzdem Kontakt zueinander halten könnt, stellen wir euch ab sofort unsere Videokonferenzplattform zur Verfügung.

Deinen Weddinger Lieblingsort retten mit Helfen.Berlin

Das öffentliche Leben in Berlin ist derzeit lahmgelegt. Jeden Tag ein wenig mehr, fühlt es sich beinahe an, auf die Ausgangssperre vorbereitet zu werden.  Nach langem Hin und Her dürfen Restaurants ab heute nur noch zur Lieferung oder Abholung öffnen. Auch Theater und Museen sind geschlossen. Durch fehlende oder weniger Einnahmen sind deshalb viele Geschäftsleute von der Insolvenz bedroht. Dem will die private Initiative „Helfen.Berlin“ entgegenwirken.

 

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Das Corona-Virus kommt näher. Wir haben durch Zufall Kontakt zu einer Weddingerin, die seit 2. März in Quarantäne lebt – also die Wohnung nicht mehr verlassen durfte. Hier ihr Tagebuch aus der Quarantäne . Und seit Donnerstag heißt es beim Busfahren: Tickets vorher kaufen, in der Mitte oder hinten einsteigen. Denn die Tür beim Fahrer bleibt zu, um das Fahrpersonal vor Ansteckungen durch Fahrgäste zu schützen. Und ab Montag werden sukzessive die Schulen geschlossen. Was sonst noch diese Woche los war, erfahrt ihr hier.

Über die Nacht der Solidarität

Kommentar: Wer in Berlin wohnt, kommt am Thema Obdachlosigkeit schlicht nicht vorbei. Auch im Wedding zeigen zahlreiche Hilfeeinrichtungen und Institutionen, welche Relevanz dieses Thema in unserer Nachbarschaft hat. Doch frage ich mich oft, wie ich einen Beitrag zur Besserung der Situation von Menschen ohne festen Wohnsitz leisten kann. Ende letzten Jahres dann wurde ich auf die “Nacht der Solidarität” aufmerksam . Eine Teilnahme war für mich völlig klar, denn die Notwendigkeit, eine Zahl von auf der Straße schlafenden Personen zu erfassen, um entsprechende Hilfsangebote anzupassen, erschien mir sehr einleuchtend. Etwas naiv, wie ich mir später eingestehen musste.

Effektive Hilfe für Obdachlose – aber wie?

Jemand hält ein Schild mit der Aufschrift "Wohnungen für alle" hoch
© Obdachlosen-Uni

Als der Berliner Senat vor kurzem mit zahlreichen Ehrenamtlichen die Obdachlosen unserer Stadt zählen ließ, wurde dies nicht nur von Betroffenen und Verbänden durchmischt kommentiert, es fanden sich auch deutlich weniger Menschen an, als bisherige Schätzungen erwarteten. Dass die Zählung aber allenfalls eine rudimentäre Stichprobe gewesen sein kann, sollte auch allen klar gewesen sein. Was noch getan werden kann? Die Obdachlosen-Uni weiß Rat.