Mastodon

Eingabehilfen öffnen

Superwahljahr:
Drei Fragen, drei Tweets: Die Politik

Dritte Runde der Interviewreihe im Tweet-Format. Dieses Mal: Was ist Ihnen politisch am wichtigsten?
1. Juni 2021

Manch ein Bürger wählt einen Politiker wegen dessen schönem Profilbild; andere Menschen wählen Politiker wegen ihrer Antworten auf politische Fragen. Für letztere unter den Lesern hier ein Servicebeitrag: In der dritten Run­de unse­rer monat­li­chen Rei­he zum Bun­des­tags­wahl­kampf 2021 fragen wir die vier Direktkandidaten in Mitte: Was ist Ihnen politisch am wichtigsten? (Wer den Anfang ver­passt hat, geht hier zurück zur ers­ten  und zur zweiten Run­de.)

1. Was wird in den nächsten Jahren das drängendste Problem sein und wie sollte es gelöst werden?

Annika Klose (SPD): Eine sozial gerechte Klimapolitik: Die Kosten dürfen nicht einfach auf die Bürger*innen abgeladen werden. Beispielsweise muss ein CO2-Preis mit einem Pro-Kopf-Bonus verbunden sein. So haben die, die klimafreundlich leben, am Ende sogar mehr Geld in der Tasche und nicht weniger. (278 Zeichen)

Martin Neise (Linke): Schlechte Arbeit und Klimawandel müssen wir gleichzeitig bekämpfen. Die Reichen wollen das nicht. Deshalb: tiefgreifender Umbau der Wirtschaft mit öffentlichen Investitionen in saubere Energie, Schiene, Gebäude und Industrie. Das muss mit Demokratie am Arbeitsplatz zusammengehen. (280 Zeichen)

Otti­lie Klein (CDU): In Mitte sind die Probleme unterschiedlich. An gefährl Orten ist mehr Sicherheit wichtig, in vielen Kiezen geht es um bezahlbares Wohnen, Arbeitssuchende möchten sich & ihrer Familie eine Perspektive bieten & Eltern wünschen sich für ihre Kinder eine gute Bildung. Viel zu tun! 💪 (280 Zeichen)

Han­na Stein­mül­ler (Grü­ne): Die Klimakrise wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen und für mich steht die Bewahrung unseres Planeten auf Prio 1. Wir brauchen konsequenten Klimaschutz, aber auch Klimaanpassungen. Dazu gehört mehr Grün und Wasser in Mitte, die für Abkühlung sorgen. (269 Zeichen)

2. In welchen Ausschuss des Bundestages würden Sie gern gehen und welches Thema würde Sie dort immer wieder ansprechen?

Annika Klose (SPD): Ich habe beim Deutschen Gewerkschaftsbund gearbeitet und ich möchte auch weiterhin die alltäglichen Belange der Bürger*innen verbessern und Hartz IV abschaffen: Ganz klar, der Ausschuss für Arbeit und Soziales! Das ist der Kernausschuss für unser gesellschaftliches Zusammenleben. (280 Zeichen)

Martin Neise (Linke): In den Wirtschaftsausschuss. Wir müssen eine neue klimagerechte Wirtschaft aus dem Boden stampfen. Der Markt regelt da nix. Investitionen gehen nur an Unternehmen, die soziale und ökologische Standards erfüllen. Demokratische Unternehmen wie Genossenschaften werden bevorzugt. (276 Zeichen)

Otti­lie Klein (CDU): So vielfältig Mitte ist, so divers sind die Ausschüsse, in denen für den Wahlkreis gearbeitet werden kann: Bauen & Wohnen, Wirtschaft, Digitale Agenda, Forschung & Kultur. Im Bereich Finanzen, wo ich mich gut auskenne, wären Sustainable Finance & Digitaler Euro Zukunftsthemen. (277 Zeichen)

Han­na Stein­mül­ler (Grü­ne): Ich will für die Teilhabe aller Menschen kämpfen. Dazu gehört der Kampf gegen Kinderarmut (Ausschuss für Arbeit und Soziales) und der radikale Umbau unserer Städte, damit sie Lebensqualität für alle statt nur für einige bieten. (Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen) (271 Zeichen)

3. Welchen Satz würden Sie auf jeden Fall in Ihrer ersten Bundestagsrede einbauen?

Annika Klose (SPD): Es kommt natürlich ganz aus das Thema drauf an. Leere reden überlasse ich anderen. Ich möchte aus Überzeugung sprechen. Aber es könnte etwas sein wie: Wohnraum darf keine Ware sein, sondern ist ein Grundrecht. Daher beschließen wir heute einen bundesweiten Mietenstopp! (269 Zeichen)

Martin Neise (Linke): Deutschland hat nun endlich eine Regierung, die die Mehrheit der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt und nicht die Eliten. (124 Zeichen)

Otti­lie Klein (CDU): Ganz klar: I 🧡 Mitte. (21 Zeichen)

Han­na Stein­mül­ler (Grü­ne): „Klimaschutz und Sozialpolitik sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Nur wenn wir beides zusammendenken und für beides gleichzeitig kämpfen, haben wir eine Chance gegen die Klimakrise.“ (187 Zeichen)


Über diese Reihe

Hier geht es zu Twit­ter­ka­nä­len von Anni­ka Klo­seMar­tin Nei­seOtti­lie Klein und Han­na Stein­mül­ler. Links zu mehr Social Net­wor­king der Direkt­kan­di­da­ten ste­hen im Bei­trag: Wer tritt an im Wed­ding. Und hier geht es zu den Web­sei­ten von Anni­ka Klo­se, Mar­tin Nei­se, Otti­lie KleinHan­na Stein­mül­ler.

Die Rei­hen­fol­ge der vier Kan­di­da­ten von SPD, Lin­ke, CDU, Grü­ne in die­sem Bei­trag ergibt sich aus dem Ergeb­nis bei den Erst­stim­men der Bun­des­tags­wahl 2017 im Bezirk Mit­te. Damals hol­te Eva Högl 23,5 Pro­zent, Ste­phan Rau­hut 20,5 Pro­zent, Frank Hen­kel 18,6 Pro­zent und Özcan Mut­lu 18,0 Prozent.

Du willst die vier auch etwas fra­gen? Schrei­be Dei­ne Fra­gen in die Kom­men­ta­re oder uns per Mail.

In die­ser Serie stel­len wir den vier aus­sichts­rei­chen Direkt­kan­di­da­ten im Wahl­kreis Mit­te ein­mal im Monat drei Fra­gen. Für ihre Ant­wor­ten haben sie maxi­mal 280 Zei­chen. Aus der Zei­chen­be­gren­zung lei­tet sich der Name der Rei­he ab: drei Fra­gen, drei Tweets. In der ers­ten Run­de stell­ten sich die vier Kan­di­da­ten per­sön­lich vor.

Außerdem

Noch mehr Wahl: Unser fort­lau­fend aktua­li­sier­ter Bei­trag zur Bun­des­tags­wahl, zur Ber­lin­wahl und zur BVV-Wahl (ent­schei­dend für den Bezirksbürgermeister).

Wei­te­re Infos zur Wahl in unse­ren mit­wach­sen­den Arti­keln “Wer tritt an” – Bun­des­tagBer­lin­wahlBür­ger­meis­ter im Bezirk. Und wie war das noch mal ganz grund­sätz­lich mit Wah­len und so? Ers­te Ant­wor­ten ste­hen in unsern FAQ. Ver­misst du hier eine Fra­ge, dann stel­le sie uns und wir recher­chie­ren für dich die Antwort.

Andrei Schnell

Andrei Schnell

Meine Feinde besitzen ein Stück der Wahrheit, das mir fehlt.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nicht nur zufällig gut

MastodonWeddingweiser auf Mastodon
@[email protected]

Wedding, der Newsletter. 1 x pro Woche



nachoben

Auch interessant?