6 Tipps für Studikram im Wedding

Blick von der Hochschule auf den Wedding. Foto: Paul Jerchel
Blick von der Hochschule auf den Wedding. Foto: Paul Jerchel

Willkommen, geneigte Lesende, in der Chronik unserer Umtriebe! Haben wir in der ersten Folge unserer Serie vom studentischen Wedding mit Kneipen und Bars die Rückzugs- und Anders-Orte des Alltags vorgestellt, widmen wir uns diesmal dem öffentlichen Raum als Trottoir des Tagtäglichen. Die Studierendenschaft der Beuth-Hochschule ist vielfältig und mit bunteren Lebenswandeln als an manch‘ anderer Hochschule. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Verbrauchsgüter und Dienstleistungen, die jeder von uns zu einem bestimmten Punkt benötigen wird. Nun denn, packen wir die Weddinger Schultüte!


  1. Schreibwaren
Zeichen-Center Ebeling in der Triftstraße. Foto: Hensel
Zeichen-Center Ebeling in der Triftstraße. Foto: Hensel

Das Zeichencenter Ebeling ist kein einfacher Papier- und Schreibwarenladen: Normschablonen, Klemmbrettklammern, Seidenpapier, White-Board-Marker und Klebezettel – Das Zeichencenter Ebeling hinter der Schweißtechnischen Lehranstalt und dem Studierendenwohnheim Augustenburger Platz hat alles, was alle brain-stormenden, lernenden, tüftelnden, präsentierenden und nachbereitenden Studierende einmal brauchen. Da gilt die Ausrede „Keine Arbeit, weil kein Material“ nicht mehr – nicht für Studierende und auch nicht für die Lehrkräfte. Gerade zu Semesterbeginn oder zur Projektphase scheint hier ein erhöhtes Aufkommen von Kommiliton*innen verzeichnet zu werden. Wir wissen, warum.
–>Triftstraße 39, Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr geöffnet


  1. Kopiere und studiere!
Copyshop Tegeler Straße. Foto: Hensel
Copyshop Tegeler Straße. Foto: Hensel

Gut, diese Formulierung falsch verstanden, schafft manchem Guttenberg eine neue Ausrede vor der Prüfungskommission. Was das Kopieren und Drucken auf dem Campus angeht, wird die Lage bei kurzfristigen Vorhaben schon manchmal knifflig: Zwar gibt es in der Bibliothek günstige Schwarz-Weiß-Kopierer, das hochschuleigene Copy-Center braucht aber schon mal zwei Tage Vorlauf für etwaige Druckaufträge. Und da auch noch nicht ganz sicher scheint, ob sich eine digitale Beschleunigung der Abläufe durch die vor der Tür stehende Campuscard erwarten lässt, weicht unsereins häufig zur „Privatwirtschaft um die Ecke“ aus. Der Copyshop Wedding in der Triftstraße bietet zahlreiche Rechner-Arbeitsplätze zum selbsttätigen Drucken in vielfältigsten Farben, Formaten und Arten. Den Kommilitonen und Kommilitoninnen vom Campus Seestraße empfehlen wir A&W Digitaldruck in der Kameruner Straße 57.
–> Tegeler Straße 29, Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 11-17 Uhr geöffnet


  1. Belletristik und Zerstreuung
Belle-Et-Triste in der Amsterdamer Straße. Foto: Hensel
Belle-Et-Triste in der Amsterdamer Straße. Foto: Hensel

Seien es Schopenhauers „Aphorismen zur Lebensweisheit“, Rancières „Der unwissende Lehrmeister“ oder einfach nur der neue Dan Brown. Jeder Student braucht hin und wieder ein Buch, dass er sein eigen nennen kann. Hierzu befindet sich unweit der Beuth-Hochschule der kleine Buchladen Belle-Et-Triste. Leseratten können hier in Ruhe schmökern oder einen kleinen Plausch mit dem interessierten Personal halten. Und das Beste ist: Unter der Telefonnummer (030) 455 67 01 könnt ihr bis 18.30 Uhr ein Buch bestellen und am nächsten Morgen abholen. Damit spart ihr euch Mär vom wieder-mitgenommenen Paket oder die der „ausbeutenden Amazone“ und unterstützt den Buchladen von Nebenan. Auf der Website ist außerdem der ganze Bestand zu finden, jeweils tagesaktuell.
–> Amsterdamer Straße 27, Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr (im Advent bis 18 Uhr) geöffnet


  1. Hochschulpolitik
Im Haus Bauwesen auf dem Campus hat der ASta seinen Sitz. Foto: Hensel
Im Haus Bauwesen auf dem Campus hat der AStA seinen Sitz. Foto: Hensel

Mündigkeit und Selbstorganisation würde zwar kaum ein Student an einem stereotypen Freitagabend als seine bezeichnenden Attribute anführen, ganz ohne das ist ein Studium aber nicht zu stemmen. Folglich ist es da für viele Studierende ganz richtig, wenn die „Sphäre Universität“ als Raum des Wissens und des Austauschs verstanden wird, an dem Lehrkräfte, Angestellte und Studierende gemeinsam über Art und Weise des Lernens und Lehrens mitbestimmen. Wichtigste ständige Gremien der Studierendenschaft sind dabei das Studierendenparlament (StuPa) als Legislative und der Allgemeine Studierendenausschuss  (AStA) als Exekutive studentischer Beschlüsse. Die knapp fünfzig ehrenamtlichen Mitglieder organisieren Campusfeste, betreuen die Fahrradwerkstatt, bieten Bafög-, Sucht- und Rechtsberatungen an, koordinieren die Fachschaftsräte als Vertretungen aller Studierenden eines Fachbereichs, und sind euer Ansprechpartner bei Diskriminierung und anderen Konflikten jedweder Art. Die Gremienwahlen 2017 für das kommende Haushaltsjahr finden beziehungsweise fanden am 5., 6. und 7. Dezember statt. Wir hoffen auf hohe Wahlbeteiligung!
–> Campus Luxemburger Straße (Unter der Mensa), Kontakt Stupa: stuPa@studis-bht.de, Kontakt AStA: vorstand@studis-bht.de


  1. Bibliotheken
Auch im Haus Bauwesen: die Campusbibliothek. Foto: Hensel
Auch im Haus Bauwesen: die Campusbibliothek. Foto: Hensel

Die Bibliothek der Beuth-Hochschule ist verglichen mit ikonischen Bauten wie dem Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität die Zeitschriftenauslage beim Zahnarzt. Nichtsdestotrotz bietet der auf die Studiengänge der Beuth Hochschule zugeschnittene Bestand mit seinen abertausenden Print- und eBook-Ausgaben sowie die umfassenden Fachzeitschriften-Archiv vermutlich mehr Lesestoff zu Gartenbau, Robotik & Co., als es Mensch Meier in seiner Lebzeit zu lesen vermag. Die ausleihbaren Medien können online eingesehen werden – und auch Anschaffungsvorschläge können über die Webseite eingereicht werden. Ein besonderer Geheimtipp zum Lernen ist der Stillarbeitsbereich im oft übersehenen Keller der Bibliothek. Bei der anhaltenden Raumnot auf dem Campus ein Hinweis, den wir gerne mit euch teilen. Alternativ könnt ihr natürlich in einer der Bibliotheken im Kiez vorbeischauen:

Die Schiller-Bibliothek am Leopoldplatz. Foto: Hensel
Die Schiller-Bibliothek am Leopoldplatz. Foto: Hensel

Die 2016 neu eröffnete Schiller-Bibliothek direkt am Leopoldplatz ist wirklich schick geworden und bietet viele ruhige Arbeitsplätze. Direkt am Kanal, Nahe der Pankstraße befindet sich die Bibliothek am Luisenbad in einem ehemaligen Gebäude des ehemaligen Marienbads. Es gibt außerdem einen „Lesegarten“, sowie einen ruhigen Innenhof mit vielen Pflanzen und Sitzgelegenheiten. Interessant ist auch ein Ableger der Staatsbibliothek zu Berlin am Westhafen (Westhafenstraße 1, Zeitungsabteilung/Kinder- und Jugendbuchabteilung), gelegen direkt in den großen Speichergebäuden. In regelmäßigen Abständen gibt es dort Führungen zu Geschichte, Aufgaben und Beständen der Abteilung sowie zur Architektur des Westhafengebäudes und dessen Besonderheiten.
–> Bibliothek der Beuth-Hochschule, Campus Luxemburger Straße (EG Haus Bauwesen), Vorlesungszeit: Mo-Fr 9 – 21 Uhr, Vorlesungsfreie Zeit: Mo-Fr 9 – 15 Uhr geöffnet


  1. Brain- & Bodyfood

Der quirlige Genter Wochenmarkt ist seit 80 Jahren eine feste Institution im Wedding. Zweimal in der Woche gibt es auf dem Markt direkt zwischen Beuth Hochschule und Rathaus Obst, Gemüse, Klamotten, Fisch, Fleisch, Käse und leckere frische Gözleme. Und da das Kochen für viele Studierende ein Ausgleich zum Trubel der Bologna-Bildung ist, der Denkapparat während der Klausurenphase besonders viel Nährstoffe verlangt und im Nachhinein ein gutes Essen über manche Note hinwegtröstet, ist dieser Hort der Versuchung und Völlerei-Verleitung ein häufiger Hafen in den Wogen der Woche. Besonders kurz vor Feierabend sind die Preise unschlagbar. Man sollte dann jedoch große Taschen dabei haben, da das Obst und Gemüse zum Teil nur noch kistenweise abgegeben wird, beispelsweise eine Kiste Avocados für zwei Euro.
–> Genter Wochenmarkt, mittwochs und samstags von 7–16 Uhr, Genter-/Ecke Ostender Straße


Die Autoren dieses Beitrags sind Kathrin Giering, Paul Jerchel und Roman Süsin. Sie sind Studierende und Mitglieder des Rats für Zukunftsweisende Entwicklung (RZE), der Studierendeninitiative für Zukunft und Nachhaltigkeit der Beuth-Hochschule für Technik, die sich mit den zukunftsträchtigen Entwicklungen in Hochschulalltag, Lehre, Forschung und dem Kiez beschäftigt. Mit dieser Serie wollen sie neuen Studierenden und Interessierten aus dem Kiez Einblick in den studentischen Alltag und die Beuth, die „große Unbekannte“ aus der Nachbarschaft, geben. Weitere Informationen via mail@rze-bht.de.

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