Panke-Trail folgt Stettiner Bahn

Humboldtsteg
Hier soll sich eine wei­te­re Brü­cke ein­fä­deln. Foto: And­rei Schnell

Ein Rad­schnell­weg wie eine Auto­bahn ohne Kreu­zun­gen und Ampeln – das bleibt ein Traum. Doch der Pan­ke-Trail wäre immer­hin kreu­zungs­arm. Eine Mach­bar­keits­un­ter­su­chung hat Ende letz­ten Jah­res eine Rou­te für den neu­en Rad­weg aus­ge­wählt. Der Trail ist eine von meh­re­ren Rad­schnell­ver­bin­dun­gen, die Ber­lin bau­en möch­te. Der Favo­rit der Unter­su­chung führt ent­lang der ehe­ma­li­gen Stet­ti­ner Bahn durch die Grün­ta­ler Stra­ße. Und am Hum­boldt­hain soll es eige­ne Brü­cken nur für Rad­fah­rer geben.

Eine Führung durch den Roten Wedding

Zu sehen ist ein großer Stein, liegend. Auf ihm steht geschrieben: Anfang Mai 1929 fanden hier bei Straßenkämpfen 19 Menschen den Tod, 250 wurden verletzt.
Ste­le am Gedenk­stein Blut­mai 1929. Foto: August-Bebel-Institut

 

Wie wur­de der Wed­ding eigent­lich „rot“?
Was war der „Blut­mai 1929“?
Und wer war Wal­ter Nicklitz?
Das August-Bebel-Insti­tut (ABI) lud am „Tag der Deut­schen Ein­heit“ zu einer Füh­rung zur Geschich­te des sozia­len Wan­dels und poli­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zun­gen im Wed­ding ein.

 

Die Füh­rung wur­de von Mitarbeiter*innen und Besucher*innen des Tagungs­zen­trums in der Wie­sen­stra­ße 30 (TAZ), die vom gemein­nüt­zi­gen KBS e.V. betrie­ben wird, gestal­tet. Unse­re Autorin war dabei.

Ortsbegehung mit Kunst in den Gerichtshöfen

Am Wochen­en­de des 19. und 20. Sep­tem­ber  die Gerichts­hö­fe Wed­ding wie­der zur Orts­be­ge­hung ein. Am Sams­tag von 16 Uhr bis Mit­ter­nacht sowie Sonn­tag von 13 bis 18 Uhr öff­nen dies­mal 34 Ate­liers und Werk­stät­ten für die Öffent­lichkeit und in der Gäs­te-Eta­ge prä­sen­tie­ren aus­ge­wähl­te 16 Gastkünstler*innen ihre Wer­ke. Zu ent­de­cken gibt es aktu­el­le Arbei­ten aus den unter­schied­lichs­ten künst­le­ri­schen Berei­chen wie Male­rei, Zeich­nung, Illus­tra­ti­on, Col­la­ge, Holz­schnitt, Paper­cut, Glas, Foto­gra­fie, Druck­gra­fik, Instal­la­ti­on, Objek­te, Skulp­tur, Schmuck­de­sign und Kera­mik. Hin­zu kom­men eine Open Air Per­for­mance, ein Ate­lier-Kon­zert, eine Fami­li­en-Foto-Akti­on sowie eine Son­der­aus­stel­lung. Der Ein­tritt ist frei.

Kunst im Karton: Mini-Kunstmesse im Wedding

Kunst im Karton - PlakatNach 15 Jah­ren MoKu­zu­Mi­mi (Moder­ne Kunst zum Mit­neh­men) fin­det das vor­weih­nacht­li­che Kunst-Event in den Gerichts­hö­fen in einem neu­en For­mat statt. Am 7. Dezem­ber 2019 heißt es für sechs Stun­den „ Kunst im Kar­ton ”  – und zwar plas­tik­frei. 25 Künst­le­rin­nen und Künst­ler prä­sen­tie­ren ihre ins­ge­samt 300 Wer­ke in Obst- und Gemü­se­kar­tons aus ­Alt­pa­pier an der Wand. Die Maxi­mal­grö­ße ist mit dem Kar­ton­for­mat auch vor­ge­ge­ben. Die Künst­ler bie­ten ihre Wer­ke zu attrak­ti­ven ­„Weih­nachts-Prei­sen“ bis höchs­tens 150 Euro an.

Wie doll wird die Wiesenburg umbaut?

Wiesenburg
Die Wie­sen­burg wird saniert, auf Frei­flä­chen wird neu­ge­baut. Foto: Weddingweiser

Die Wie­sen­burg muss saniert wer­den, sonst ver­fie­le sie. Aber was ist Sanie­rung und was ist maß­lo­se Über­bau­ung? Die­se Fra­ge wird im zwei­ten Werk­statt­ver­fah­ren ent­schie­den, das am 10. Mai star­te­te. “Ziel­stel­lung ist die Erar­bei­tung einer geneh­mi­gungs­fä­hi­gen Lösung für Woh­nungs­neu­bau und Sanie­rung der denk­mal­wür­di­gen Bau­sub­stanz”, so die Dege­wo, die Eigen­tü­me­rin des Gelän­des in der Wie­sen­stra­ße 55 ist. Die Nut­zer des Gelän­des, die sich im gemein­nüt­zi­gen Ver­ein Wie­sen­burg e.V. zusam­men­ge­fun­den haben, wol­len eine “har­mo­ni­sche Ent­wick­lung”. Wie­vie­le Woh­nun­gen wer­den am Ende gebaut?

Eine Rarität: Sekt aus dem Humboldthain

Horst Riewendt bei der Weinlese. Er hat den Weinberg im Humbolthain als Revierleiter anlegen lassen. Foto: Hensel
Horst Rie­wendt bei der Wein­le­se. Er hat den Wein­berg im Hum­bol­thain als Revier­lei­ter anle­gen las­sen. Foto: Hensel

Seit 1987 gibt es im Hum­boldt­hain einen Wein­berg. Er liegt etwas ver­steckt auf Flä­chen des Grün­flä­chen­am­tes an der Wie­sen­stra­ße. Aus den Trau­ben wird der Hum­boldt­hai­ner Haupt­stadt­sekt gewon­nen. Am Mitt­woch (4.10.2017) fin­det die dies­jäh­ri­ge Wein­le­se statt. Es wer­de­net­wa 200 Kilo­gramm Trau­ben geern­tet. Dar­aus kön­nen etwa 100 Fla­schen Haupt­stadt­sekt gewon­nen wer­den. Ver­sek­tet wer­den sie seit jeher in Ach­kar­ren im Kaiserstuhl.

Wiesenburg: Dornröschen, aufgewacht

wiesenburg-festivalWenn eine Rui­ne zuwu­chert und aus dem Bewusst­sein der Nach­barn ver­schwin­det, redet man gern vom Dorn­rös­chen­schlaf. Wenn das Bild auch bei der Wie­sen­burg zutref­fen soll­te, so darf das wild­ro­man­ti­sche Gelän­de jetzt end­gül­tig als wach­ge­küsst gel­ten. Anders ist das gro­ße Publi­kums­in­ter­es­se beim ers­ten Wie­sen­burg­fes­ti­val an die­sem so ver­wun­schen wir­ken­den Ort mit­ten im Wed­ding, an der Pan­ke, nicht zu erklären.