WWW – Das Wichtigste der Woche im Wedding

Diesterweg
Das ehemalige Schulhaus des Diesterweg-Gymnasiums. Foto: Weddingweiser

Im Brunnenviertel gibt es mal wieder Aufregung um das alte Diesterweg-Gymnasium. Abriss oder Neubau. Vielleicht auch Wohnungen in Zusammenarbeit mit dem Projekt pswedding – vielleicht aber auch nicht – pswedding hatte bereits vor langer Zeit vom Bezirk die Zusage für sein Wohn-Projekt bekommen, welche ihnen dann wieder entzogen wurde.

Umfrage zum Weddingplatz

Im Krieg zerstört, im Schatten der Mauer lieblos wieder aufgebaut – der Weddingplatz ist alles andere als ein Aushängeschild. Nun soll er wieder zu einem attraktiven Ort umgestaltet werden.

Damit möglichst viele Anregungen in die Umgestaltung einfließen, werden alle Weddingerinnen und Weddinger zum Auftakt des Verfahren herzlich eingeladen, an der Umfrage zum Weddingplatz teilzunehmen.

Max-Josef-Metzger-Platz und Weddingplatz: Stand der Arbeiten

Der neu gestaltete Max-Josef-Metzger-Platz nimmt deutlich Form an. Das neue Klettergerüst an der nördlichen Spitze des dreieckigen Platzes zwischen Gericht- und Müllerstraße weckt jedenfalls bereits die Neugier der Kinder – auch der neue Spielplatz gegenüber dem ehemaligen Krematorium zeigt bereits, mit welchen Gerätschaften er aufwarten wird.

Reinickendorfer Straße: Viel Charakter

Eine glanzlose, nicht ganz geradlinige Straße wie die Reinickendorfer verdient wie so viele Weddinger Straßen einen zweiten Blick. Die einzige Bundesstraße des Wedding (B 96) durchzieht unseren Stadtteil von Nord nach Süd genau an der 2001 recht willkürlich gezogenen Grenze zwischen Wedding und Gesundbrunnen. Doch gerade diese vermeintlich nichtssagende Straße ohne Sehenswürdigkeiten ist typisch für die Weddinger Mischung und erzählt viel vom Charakter unseres dichtbesiedelten Stadtteils.

Brand am Bahnhof Wedding: Was bald verschwinden könnte

Brand am S-Bahnhof Wedding (Foto: Anna Herc)
Leserfoto vom Brand, eingesandt von Anna Herc

Am  21. Dezember  2014 brannten die Flachbauten an der Müller- Ecke Lindower Straße lichterloh. 100 Feuerwehrleute bekämpften den Brand, der viele kleine Gewerbebetriebe betraf.  Schon ist der Wunsch nach Abriss der Bebauung zu hören. Ein „Schandfleck“ soll verschwinden, der baulicher Ausdruck einer heruntergekommenen Einkaufsstraße zu sein scheint. Doch es wäre nicht das erste Mal, dass ohne Rücksicht auf die Geschichte dieses Teils des Weddings gehandelt würde. 

Müllerstraße: Der „Ku’damm des Nordens“

Ralf Schmiedecke, Autor von inzwischen 13 Büchern über die Historie diverser Berliner Stadtteile sowie der Berliner Feuerwehr,  lebt seit seiner Geburt im Wedding. Der Hobby-Historiker arbeitet als Sicherheitsingenieur bei der BSR. Seine Freizeitbeschäftigung ist eher eine Leidenschaft: Er sammelt historische Ansichtskarten, Fotos und Firmenrechnungen. Die meisten Exponate stammen dabei aus dem alten Bezirk Wedding. Über den hat er bereits drei Bildbände zusammengestellt – und das vierte Buch ist schon in Arbeit.

Weddingplatz: Entsorgte Geschichte

Der einstmals pulsierende Platz, am südlichen Ende der Müllerstraße, mit seinen vielen hochwertigen Einzelhandelsgeschäften, großen Lichtspieltheatern und der ehrwürdigen Dankeskirche hatte im Laufe der Zeit herbe Schicksalsschläge hinzunehmen. Gerade deswegen steht dieser Ort, mit seinen Bausünden der 1970er Jahren, symbolisch für die Geschichte und die aktuellen Entwicklungen im Wedding.

Warum ist die Triftstraße so breit?

Einst eine wichtige Verkehrsader im Sprengelkiez – heute wieder für den Fahrradverkehr von Bedeutung

Das Leitbild der »verkehrsgerechten Stadt« in den 1950er und 60er Jahren und die Teilung Berlins degradierten die einstmals stolze Triftstraße zur Nebenstraße.

Ursprünglich hatte alles sehr bescheiden begonnen. Der Begriff »Trift« beschreibt die einstige Funktion der Straße: nämlich die eines Feldweges, über den das Vieh von der Weide in den Stall getrieben wurde. Immerhin war dieser Weg 1820 bereits befestigt und als solcher in den Stadtplänen verzeichnet. Eine großstädtische Bebauung ließ allerdings noch einige Jahrzehnte auf sich warten. Auf dem Gelände des späteren Virchow-Krankenhauses sorgte damals eine Abdeckerei, in der unter staatlicher Kontrolle Tierkadaver beseitigt wurden, mit ihren Talgschmelzen, Knochenmühlen, Seifensiedern und Gerbereien für erheblichen Gestank. Nach deren Umzug in die Müllerstraße 81 (am jetzigen U-Bahnhof Afrikanische Straße) wurde zwischen 1899 und 1906 das damals modernste Krankenhaus Europas aufgebaut, damit begann auch der Aufbau des Sprengelkiezes. Die ca. 35 Meter breite Triftstraße bildete über die Gericht- und Ackerstraße die Verbindung des Virchow-Krankenhauses mit dem Berliner Zentrum. Im Jahr 1925 ratterte hier alle 7 1/2 Minuten die Straßenbahnen der Linie 9 zum Weddingplatz, wo man in sieben weitere Tramlinien und eine U-Bahnlinie umsteigen konnte. Weiter ging es über Volta- und Watt- in die Bernauer Straße und dann (entsprechend des Verlaufs der heutigen M10) zur Warschauer Brücke. 1938 führten gar drei Straßenbahnlinien über den einstigen Feldweg. Da der Wohnungsbau im Ersten Weltkrieg zum Erliegen kam, blieben der größte Teil der nördlichen Seite der Triftstraße und viele Flächen der heutigen Beuth-Hochschule unbebaut. Hier entstanden in den krisengeschüttelten 1920er Jahren Kleingärten zur Selbstversorgung mit Lebensmitteln.

Eine Veränderung stellte sich erst Jahrzehnte später im Kalten Krieg ein, als sich der Bahnhof Zoologischer Garten als das neue Zentrum für Westberlin herausbildete, das neu errichtete Hansaviertel erschlossen werden sollte und 1953 durch die teilweise Sperrung der U-Bahn im Ostteil der Stadt deutlich wurde, dass Westberlin eine eigene und unabhängige Verkehrsführung benötigt.

Die Stadtväter im Rathaus Schöneberg beschlossen, mit großem Aufwand eine von Steglitz über den Zoo bis zur Osloer Straße führende U-Bahnlinie »G«, die spätere U9, sowie die parallel dazu führenden Straßenzüge anzulegen.

Dabei wurde die Luxemburger Straße durch das Gelände der Laubenpieper geführt, die Schulstraße verbreitert, das Zentrum des Weddings vom Weddingplatz an den Leopoldplatz verlegt und dort später auch das Warenhaus Karstadt errichtet. So gelangten viele bedeutende Straßenzüge des Weddings quasi in den Hinterhof – auch die Triftstraße, die nun lediglich die Laderampe eines Gewerbebetriebes und das Parkhaus der Beuth-Hochschule erschließt. Aber der aufmerksame Betrachter, der heute mit dem Fahrrad entlang des mehrfach verriegelten Straßenzuges von Trift- über Gericht- und Ackerstraße bis zur Museumsinsel fährt, kann hier interessante Details der Berliner Stadtgeschichte entdecken.

Autor: Eberhard Elfert

Wichtiges Ziel in der Triftstraße 67 (Hinterhof) sind der Braukeller und der Biergarten der Hausbrauerei Eschenbräu

Plätze im Wedding

Fallen wir gleich mal mit der Tür ins Haus und behaupten: im Wedding gibt es eigentlich so gut wie keine schönen Stadtplätze. Entweder sind es vom Verkehr umtoste Freiflächen oder viel zu große unwirtliche Areale, als dass man sie als beliebte Treffpunkte mit städtischem Leben wahrnimmt. Hier eine Top Ten der Freiflächen, die das Wort Platz im Namen führen, von denen aber die wenigsten eine echte Aufenthaltsqualität besitzen:

Leopoldplatz

Ein langer harter Winter mit Schnee bis in den April...
Ein langer harter Winter mit Schnee bis in den April…

Der Schnittpunkt der Verkehrsschneisen Müllerstraße und Schulstraße, unter dem sich auch gleich zwei U-Bahn-Linien übereinander kreuzen, trägt seinen Namen seit 1891. Wie viele Straßen im Kiez bezieht sich der Name auf den Spanischen Erbfolgekrieg von 1701-1714. Leopold I., Fürst von Anhalt-Dessau (1676-1747) kämpfte auf Seiten Preußens und war auch als „der alte Dessauer“ bekannt. Eingerahmt wird der Platz auf der offenen Nordostseite von der zunächst kaum als Sakralbau erkennbaren Alten Nazarethkirche, die bis 1835 von Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde. Die Freifläche zwischen den drei den Platz begrenzenden Straßen und der turmlosen klassizistischen Kirche ist ein traditioneller Marktstandort und besitzt mit der Skulptur „Adorant“ (Nachguss des Betenden Jünglings von 325 v.Chr.) ein bedeutendes Kunstwerk, allerdings gut versteckt an seinem südwestlichen Rand. Trotz seiner überbezirklichen Bedeutung (vor allem durch das Karstadt-Kaufhaus und die U-Bahn-Kreuzung) ist der eigentliche Platz ein eher zugiger Ort, an dem man sich nur ungern länger aufhält als unbedingt notwendig. Die vorletzte Umgestaltung des „Leo“ datiert aus dem Jahr 1984, und eine Aufwertung des in die Jahre gekommenen Platzes ist in Angriff genommen worden. Doch der Platz zieht sich, hinter der Schinkelkirche, noch über drei Baublöcke hinaus als langgezogenes Rechteck. Hier hat der „Leo“ eher Grünflächencharakter. Dort befinden sich Spielplätze und ein neu angelegter „Trinkerbereich“. Die Neue Nazarethkirche (1891-93) mit ihrem 78 Meter hohen Turm prägt den östlichen Platzteil. Den namenlosen Vorplatz vor dem Rathaus Wedding, der in Sichtweite, jedoch auf der anderen Seite der Müllerstraße liegt, kann man im weitesten Sinne ebenfalls als Bestandteil des Leopoldplatzes bezeichnen.

Nauener Platz

Ein „Nicht-Platz“ erster Güte. Er befindet sich im Schnittpunkt von Schul- und Reinickendorfer Straße, darunter ein in den 1970ern eröffneter U-Bahnhof in Pop-Art-Optik, 1910 benannt nach der brandenburgischen Kleinstadt. Interessanter ist da schon die Nutzung des öffentlichen Raums an seiner Nordostecke durch verschiedene Generationen. Das Umfeld rund um das „Haus der Jugend“, einst u.a. Standort der Kinderbibliothek, wurde 2009 unter dem Motto „Nauener Neu“ umgestaltet. Hier befinden sich Spiel- und Bolzplätze, u.a. auch Spielgeräte für Senioren. Auf den zweiten Blick ein sehr lebendiger Platz!

Weddingplatz

Historisch interessanter Platz an der Stelle, wo die Reinickendorfer Straße im schrägen Winkel auf die Müllerstraße trifft. Einst hieß er Kirchplatz, was sich auf eine nicht mehr nachweisbare Kirche im wüst gefallenen Dorf Wedding beziehen könnte, wurde aber 1835 umbenannt. Denn auf seiner Fläche befand sich zuvor das Vorwerk Wedding. Die Dankeskirche in seiner Mitte wurde bis 1885 von August Orth errichtet, im 2. Weltkrieg zerstört und durch einen 1972 eröffneten symmetrischen Neubau von Fritz Bornemann ersetzt, bei der der Glockenturm in die Außenwand integriert wurde. Bedeutsam ist der Firmensitz der Firma Schering an seinem Westrand seit 1871 – das Pharmaunternehmen wurde 2006 von der Bayer AG übernommen. Das bis 1974 erbaute 16-geschossige Verwaltungsgebäude wurde später für seine Integration in den Stadtraum prämiert! Unstrittig dürfte sein, dass dieser von Kriegszerstörungen geprägte und durch Gebäude im Zeitgeist der 1970er Jahre ergänzte Platz ein vom Verkehrslärm umtoster, unwirtlicher Ort ist, der trotz seines Namens wohl kaum als identitätsstiftend für den Wedding gelten kann und auch als Platz so gut wie niemandem bekannt ist.

Nachtigalplatz

Auf dem Nachtigalplatz
Auf dem Nachtigalplatz

Städtebaulich interessante Lösung an einer Stelle, wo sich die Togostraße und die Petersallee rechtwinklig treffen und die Afrikanische Straße das Ganze dann im 45-Grad-Winkel schneidet. Um diese vermurkste Kreuzungssituation herum wurde ein rechteckiger Platz mit einheitlich gestalteten Wohnbauten angelegt; in den vom Verkehr freigelassenen Freiflächen befinden sich triste Rasenflächen. Grünanlage kann man diese Platzsituation beim besten Willen nicht nennen. Ein Defizit an Grünflächen beklagen die Anwohner aber nicht, befindet sich doch nur ein paar Schritte weiter die 120 Hektar große Fläche des Volksparks Rehberge mit den ausgedehnten Kleingartenkolonien. Knatsch gibt es eher wegen des Namensgebers, dem Afrikaforscher Gustav Nachtigal. Die Umbenennung des Platzes wird insbesondere von antirassistischen Initiativen gefordert, ist aber derzeit politisch nicht umsetzbar.

Max-Josef-Metzger-Platz

Auf dem Max-Josef-Metzger-PlatzEinst der Courbièreplatz, benannt nach einem preußischen Feldmarschall (1733-1811), ist diese kleine Grünfläche umgeben von ein paar Wohnhäusern, der St.Josefkirche und der Arbeitsagentur Müllerstraße. Seit 1954 steht die Trümmersäule auf dem Platz, die an den Wiederaufbau erinnert, den Platz aber eher noch trostloser erscheinen lässt als ohnehin schon. Der 12 Meter hohe Pfeiler von Gerhard Schultze-Seehof ist mit Mosaikreliefs geschmückt. Der „Park“ drumherum wirkt insgesamt etwas ungepflegt, kein Wunder, dass der Platz im Volksmund Lausepark heißt. Da ist der auf der anderen Seite der Gerichtstraße liegende Urnenfriedhofspark mit dem Krematorium schon ein schönerer Blickfang. Der heutige Name des Platzes erinnert an einen streitbaren katholischen Theologen, der während des Zweiten Weltkriegs drei Jahre lang an der St.Josefkirche gegenüber des Platzes gewirkt hatte.

Louise-Schroeder-Platz

Hier, an der Grenze zwischen Mitte und Reinickendorf, hat man einen Platz nach Berlins erster Oberbürgermeisterin (1947/48) benannt. Der Tagesspiegel schreibt dazu: „Hat Louise Schroeder … diesen Platz verdient? Er ist ein vom Verkehr umtostes Mauerblümchen, ein stiller Treff der Trinkerszene. Vor allem ist er eine unfreiwillige Ausstellung der Schäden, die der Geldmangel Berlins an den öffentlichen Anlagen anrichtet. Es sind zwar noch Spuren minimaler Pflege zu erkennen, der Rasen ist leidlich gemäht, die Rosen heruntergeschnitten. Aber sonst? Die Zierbeete der westlichen Platzhälfte werden von Löwenzahn und Disteln überwuchert, der Zierteich auf der Ost-Hälfte sieht vor lauter Algen aus wie ein Sumpf. Und in die Wege hinein wuchert Unkraut, alles wächst wild, und in eine Ecke hat irgendjemand seine überzähligen Ikea-Schränke entsorgt.“ Muss man noch mehr dazu sagen?

Augustenburger Platz

Augustenburger Platz
Augustenburger Platz

Dieser Platz, benannt im Jahr 1901 nach einem Schloss in Dänemark, hat nur eine Hausnummer. Immerhin handelt es sich beim Adressaten um das Virchow-Klinikum der Charité. Wie ein Schloss mit einem repräsentativen Vorhof wirkt der zum Augustenburger Platz weisende ältere Teil des bis 1906 von Ludwig Hoffmann errichteten Krankenhausbaus. Der Platz selbst ist weniger attraktiv – eine ungepflegte Grünanlage mit U-Bahn-Eingang (Amrumer Straße). Die hier beginnende breite Torfstraße mit ihrer gründerzeitlichen Bebauung wird eher als urbaner Raum wahrgenommen als dieser dreieckige Vorplatz zum Krankenhaus. Auf die Idee, sich hier für längere Zeit hinzusetzen, kommt hier wohl niemand.

Sparrplatz

Groß ist der langgezogene, 1897 nach dem ersten Feldmarschall Otto Christoph Freiherr von Sparr (1599–1668) benannte Platz im Sprengelkiez ja durchaus. Kurios ist, dass auf beiden Platzseiten die Sparrstraße verläuft – eine Postadresse Sparrplatz gibt es nicht. Herrmann Mächtig legte 1902 einen Entwurf zur Gestaltung vor, 1919 und 1931 gab es eine erneute Umgestaltung. 1950 und 1954 erfolgte eine Neuanlage, bei der Gehölzgruppen gepflanzt und Spielplätze errichtet wurden. Durch das Quartiersmanagement, das sich nach dem Platz (und nicht nach dem Sprengelkiez) benannt hat, ist viel Geld in die Modernisierung der Anlage geflossen. Heute gehört der Platz wieder zu den angenehmeren Orten im Wedding, zumindest tagsüber und im Sommer.

Nettelbeckplatz

NettelbeckplatzJoachim Christian Nettelbeck verteidigte seine Stadt Kolberg gegen Napoleon. Der Platz, wo sich die Reinickendorfer Straße, die Lindower und die Gerichtstraße kreuzen, heißt seit 1884 nach diesem Kaufmann. Zuletzt 1985 wurde der Platz umgestaltet, er ist seither verkehrsberuhigt. Es ist einer der ganz wenigen Plätze im Wedding, auf denen man sich auf einer großen runden Bank unter Bäumen niederlassen kann. Ein Denkmal namens „Tanz auf dem Vulkan“ (1988) gibt dem runden Stadtplatz einen Mittelpunkt. Die Wiedereröffnung der Ringbahn mit dem S-Bahnhof Wedding hat sicher auch dazu beigetragen, dass der Nettelbeckplatz an Aufmerksamkeit hinzugewonnen hat. Mit dem KikiSol, dem „Magendoktor“ und der Gerichtstraße ist der Platz im Mittelpunkt eines sich entwickelnden Nachtlebens. Als Platz, der für den Wedding eine zentrale Bedeutung besitzt, wird der Nettelbeckplatz allerdings noch nicht wahrgenommen…

Pekinger Platz

1905 wurde der dreieckige Platz am Nordufer des Schiffahrtskanals nach der chinesischen Hauptstadt benannt. Damit sollte an die Besetzung Pekings durch Truppen der Großmächte unter deutscher Führung im Jahr 1900 erinnert werden. Das „Café Achteck„, ein denkmalgeschütztes Pissoir, stammt aus dem Jahr 1890. Nachdem der Platz nach dem Krieg als Trümmerabladeplatz gedient hatte, wurde er 1949 wieder als Park errichtet. 2010 wurde der Park neu gestaltet und die Straße Nordufer verkehrsberuhigt. Seither gibt es zahlreiche neue Fitness-Spielgeräte auf der Promenade mit Wasserlage. Auch gibt es mit dem „Auszeit“ direkt am Platz ein beliebtes Café. Fazit: Der Pekinger Platz ist unbestritten Weddings schönstgelegener Platz!

Es gibt natürlich noch mehr Plätze im Wedding, z.B. den Zeppelinplatz. Welcher Platz gefällt euch am wenigsten? Und gibt es Plätze, die ihr als „schön“ bezeichnen würdet?