Weddingmelder-Wochenschau #11/18

Der Plan zu Straßenumbenennungen im Afrikanischen Viertel soll die nächste Hürde nehmen. Grüne und SPD haben gerade verabredet, welche Namen sie favorisieren. Die Bezeichnungen  „Familie Bell“, „Anna Mungunda“ und „Cornelius Fredericks“ sollen kommen, der Nachtigalplatz, die Lüderitzstraße und die Petersallee sollen gehen. Der Vorschlag, den Platz umzuwidmen, so dass ein Vogel Namensgeber wäre, dürfte aktuell wenig Chancen haben. Und auch der Name des Widerstandskämpfers Hans Peters, nach dem die Petersallee benannt ist, bietet offenbar keinen leicht zu nehmenden Ausweg mehr. Abgestimmt wird in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) voraussichtlich am 22. März unter Tagesordnungspunkt 14.27 . Es steht nicht zu erwarten, dass die Mehrheit von Grünen und SPD sich im letzten Augenblick für einen anderen Weg der Dekolonisierung entscheidet. Anschließend soll der Kulturausschuss ab April die beschlossenen Namen auf die drei Straßen verteilen.   –  Und sonst? Es steht im Weddingmelder.

Weddingmelder-Wochenschau #8/18

Newsletter
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Der Beitrag Weddingmelder ist heute leider schon vergriffen. Aber es gibt noch Restexemplare. Die sind ausschließlich über den Newsletter zu beziehen. Rechts einfach die E-Mail-Adresse eintragen und die Vorzugsausgabe flattert ins Haus. Aber niemand soll leer nach Hause gehen: Hier der Weddingticker, die Meldungen in klein und kurz.

Weddingmelder-Wochenschau #7/18

Das ist mal ein Thema, wo wir die echten Zeitungen zur Seite schieben können und die B.Z. in ihrer vollen Pracht entblättern: „Kaum Hirn, dafür umso mehr PS!“ Mit 185 Kilometer auf der Tachonadel ist ein Anwärter auf den Boulevard-Titel Limousinen-Mörder in den U-Bahnhof Reinickendorfer Straße „gekachelt“. Die ernsthafte Presse ruft aus: „illegales Autorennen“ (zum Beispiel Tagesspiegel). Ein Fragezeichen hängt lediglich die Berliner Zeitung hinten an. Doch vorn setzen alle Redaktionen von Bild bis rbb einstimmig ein „illegal“ hin. Niemand schreibt kriminelles, fahrlässiges oder (ein vom Maul des Volkes abgeschautes) krankes. Was sonst noch so los war, steht im Weddingmelder.

Weddingmelder-Wochenschau #6/18

Eva Högl
Eva Högl: Von der Direktkandidatin der SPD zur Ministerin? Foto: Julien Crinier

Premiere: Eine Leserin des Weddingweisers könnte bald Bundesministerin werden.  Eva Högl, SPD-Bundestagsabgeordnete für Berlin-Mitte und im Sprengelkiez wohnend, hat gute Chancen Arbeits- und Sozialministerin zu werden. „Eva Högl hat es geschafft“ titelt der Tagesspiegel. Allerdings: Zuvor muss sie es bloß noch schaffen, ein paar Mitglieder in Berlin zu überzeugen. Die glauben, es geschafft zu haben, wenn dieses Land statt einer schwarz-roten Regierung (von altmodischen Menschen gern als „Große“ Koalition bezeichnet) gar keine Regierung hat. Und was war sonst so los? Lest unseren Weddingmelder!

Weddingmelder-Wochenschau #5/18

Hund
Der tut nichts, der muss nicht an die Leine. Foto: Weddingweiser

Guten Morgen Wedding, schon Gassi gegangen? Wer ein braves Hundchen hat, der braucht sich vom besten Freund auch nicht an die Leine nehmen zu lassen. Denn das Gesetz zum Leinenzwang gilt nur für die Bad Dogs. Wauwauchen, die drei Jahre lang „ohne amtlich registrierte Zwischenfälle gehalten wurden“ (Tagesspiegel) dürfen weiterhin an die lange Leine. So wie Kinder eben: „Komm, wir gehen nach Hause, komm, kommst Du wohl, KOOOMMMMMMM, ich zähle sonst bis EineMillionSiebenhundertausenddrei!!!!!!“ Was sonst noch so gebellt wurde in letzter Woche, steht im Weddingmelder.

Weddingmelder-Wochenschau #2/18

Vineta-Grundschule. Foto: Dominique Hensel
Nachmittags „Volkslehrer“, vormittags Grundschullehrer an der Vineta-Grundschule. Foto: Andrei Schnell

Guten Morgen liebe Weddinger, wünscht der Weddingmelder. Gleich ein paar schlechte gute Morgen scheint der selbsternannte „Volkslehrer“ gehabt zu haben. (Weniger bekannt als Nikolai N.). Tagsüber lehrt er in der Vineta-Grundschule am Gesundbrunnen. Ob Rahmenlehrplan, Grundgesetz oder der „rassistische Tagesspiegel“ – über vieles verbreitet er abends die wahre Wahrheit. Also die Wahrheit, die jetzt wirklich stimmt. Dazu nutzer seinem YouTube-Kanal, bei dem fast 7.000 Wissbegierige lauschen. Endlose Monologe (geübt in jahrelangem Frontalunterrricht wie in der guten alten Zeit?) schrecken sie nicht ab. Die fast 60 Filmchen haben nun ihrerseits der Senatsverwaltung für Bildung ihre Morgen verdorben. Sie hat Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Nachzulesen bei Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Morgenpost. Wobei rbb24 sagt, wie man Verschwörungstheorien wieder los wird.  – Und sonst so …

Weddingmelder Wochenschau #41/17

Spielen auf eigene Gefahr
Spielen auf eigene Gefahr. Manno, warum soll man selbst auf sich aufpassen?

Es ist eigentlich zu dumm, dass nicht andere für einen lernen können. Und auch Verantwortung soll man selber tragen. Wirklich zu blöd. Ja muss man denn alles alleine machen? Ach, wie schön war es doch während der Schulzeit. Da war wenigstens der Lehrer schuld, wenn man nix kapierte. Aber im Wedding ist es wie im richtigen Leben: Es kommt immer auf einen selber an. Was zum Beispiel in den letzten Tagen zu lernen war und was in der nächsten Woche zu lernen sein wird, das steht im Weddingmelder.

Weddingmelder Wochenschau #40/17

Ast abgebrochen
Xavier bricht einen Ast vom Baum. Foto: Andrei Schnell

Irgendwie auch gemütlich. Man liest den Kindern gerade „Robinson Crusoe“ vor, wie das Schiff wie ein Nussschale hüpft, die Rah bricht und der Kaventsmann alles und alle über Deck schmeißt. Und dann schauen die Kleinen aus dem Fenster: „So wie bei dem Baum, wo gerade der Ast abbricht?“ – „Ja, genau so. Aber jetzt mache ich uns erst einmal einen Tee, aber Euren ohne Rum!“ Wie es anderen Weddingern mit Xavier erging, verraten diese Kommentare auf Facebook. Was sonst noch wichtig war und wird, das steht im Weddingmelder.

Weddingmelder-Wochenschau #39/17

Erdrutsch
So sieht ein Erdrutsch aus. Foto: Wikimedia

Alt und neu. Eben noch war alles gemütlich, plötzlich kommt alles ins Rutschen. Gerade noch war der Wedding einfach bunt, nun zeigt sich nach dem Wahlabend eine unschöne weitere Farbe. Alt auch: Man sagt nicht mehr Armut. Erklärte jemand, der sich engagiert um Arme kümmert. Du Armer, du, das sei nicht nett. Dafür müsse man freundlichere Worte finden. Klingt einleuchtend. Obwohl es natürlich besser wäre, statt der Worte die Haltung zu ändern. Die wäre bei richtigen und bei falschen Worten gleichermaßen zu spüren. Dumm wäre es ja, wenn der Arme zwar korrekt angeredet wird, aber gar nicht merkte, dass er gemeint ist. Denn dann freuen sich nach Bundestagswahlen jene, die ohne Umschreibung sagen, was sie meinen. Und wer zeigte nun zuletzt Haltung? Und wie? Es steht im Weddingmelder.