Der Humboldthain, ein Park mit vielen Extras

Mitten in der Stadt und doch so grün, der Volkspark Humboldthain. Foto: Jakob Hensel
Mitten in der Stadt und doch so grün, der Volkspark Humboldthain. Foto: Jakob Hensel

Ich empfehle besonders im Sommer den Humboldthain. Der Park ist riesengroß, etwa so groß wie 40 Fußballfelder. Es gibt viele Dinge, die man erkunden kann. Eine Empfehlung von Jakob (8 Jahre), ursprünglich geschrieben für das Kiezmagazin im Brunnenviertel.

4 Parks für Weddinger, Teil 2

Parks im Wedding: der Humboldthain. Foto: Hensel
Parks im Wedding: Blick auf den Rosengarten im Humboldthain. Foto: Hensel

An Grünflächen sind wir im Wedding insgesamt nicht unterversorgt. Gerade deswegen sollten wir aber auch wissen, welcher Park sich wofür eignet und wohin sich ein Spaziergang ganz besonders lohnt. Im zweiten Teil unserer kleinen Serie (Teil 1) schauen wir uns in und um den Gesundbrunnen um. Bis zu fünf Punkte vergeben wir für jede Kategorie.

Ein Jahr Leo, ein Jahr Wedding

IMG_8184Warum ausgerechnet in den Wedding? Diese Frage war schon der erste Kulturschock, als ich vor einem Jahr von München nach Berlin zog. In München galt für die meisten, die ich kannte: Hauptsache einigermaßen zentral, einigermaßen hübsch und gerade noch bezahlbar. Sich auch noch einen Stadtteil auszusuchen war bei Münchner Preisen eher nicht drin.

Das ist in Berlin anders. Ja, vielmehr: Für viele Berliner, die ich traf, ist es ziemlich wichtig, in welchem Stadtteil sie wohnen. Sie reden auf Partys endlos darüber, ob dieser und jener Kiez angesagt ist, dieser und jener nicht mehr oder ob wieder ein anderer gerade „kommt“. Letzteres heißt es ja über den Wedding schon ziemlich lang, wie ich inzwischen weiß. So lang, dass keiner mehr daran glaubte, dass es tatsächlich passiert

Rehberge und Plötzensee: Rudern inmitten Weddings grüner Lunge

Auf Sand gebaut

(C) Linn Asmuß
(C) Linn Asmuß

Das heutige Parkgelände ist Teil des früher ausgedehnten Waldgebietes Jungfernheide. Die sprichwörtliche märkische Streusandbüchse prägte das Landschaftsbild auf dem Gebiet des heutigen Volksparks Rehberge und des Goetheparks in besonderer Weise. Denn in der späten Eiszeit abgelagerter Flugsand hatte sich dort zu ganzen Sanddünen formiert. Darauf wuchsen zum Teil Kiefern und Eichen, doch spätestens nachdem diese nach dem ersten Weltkrieg von der frierenden Bevölkerung abgeholzt wurden, lag die Sandfläche komplett frei. Der Sand beeinträchtigte die benachbarten Wohngebiete erheblich – er war allenfalls als Scheuersand zu gebrauchen. „Der Volksausdruck Berliner Schnee, womit das Treiben des Flugsandes gemeint ist, schreibt sich von den Rehbergen her“, schrieb der Stadtrat Ernst Friedel im Jahr 1899. Es musste also etwas mit dieser Fläche geschehen….

Möwensee: Fußweg befestigt

Nach monatelangen Bauarbeiten ist nun der Uferweg am Möwensee im Weddinger Volkspark Rehberge wieder befestigt. Die hässlichen Bauzäune, die bereits im letzten Winter am Seeufer standen, sind verschwunden. Jetzt, wo wieder das Farbspektakel des Herbstlaubs im Park beginnt, lohnt es sich erst recht, dem Möwensee einen Besuch abzustatten,..