Überraschendes Blessing 66

Man muss schon einen Tipp bekommen, um dieses kleine Café-Bistro in der Triftstraße zu entdecken. Dabei liegt das Blessing 66 sehr verkehrsgünstig, fast an der Ecke zur Müllerstraße, und doch übersieht man den schmalen Laden schnell. Das wäre sehr schade, denn neben Kaffee, Kuchen und anderen Süßspeisen bekommt man hier das vielleicht leckerste Falafel-Sandwich weit und breit geboten.

Ganz selbstverständlich vegan: veg.room

Smoothie Foto: veg.room

„Wir sind Veganer ohne Kompromisse“, sagt Aga. Mit ihrem Café „geh.veg“ in der Moabiter Birkenstraße beweist die gebürtige Polin, dass man Erfolg hat, wenn man seiner Linie treu bleibt. Doch der Laden in Moabit leidet unter Platzmangel. „Meine große Liebe gehört sowieso dem Wedding, wo ich seit 15 Jahren wohne“, sagt Aga. Sie hat dort auch nach einem leerstehenden Laden für eine Filiale gesucht. Gefunden hat sie ihn in der ehemaligen Schwäbischen Bäckerei in der Triftstr. 37 nahe der Torfstraße. Der in dunklen Tönen gehaltene „veg.room“ soll die Erfolgsgeschichte jetzt auch im Wedding weiterschreiben, wo viele Stammgäste des Moabiter Ladens herkommen.

Gastro-Hotspots im Sprengel- und im Brüsseler Kiez

Auf den ersten Blick haben die beiden Nachbarkieze höchstens die Beuth Hochschule gemeinsam. Abgegrenzt durch die laute Seestraße, die Müllerstraße und den Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal hat sich im Sprengel- und im Brüsseler Kiez an drei Hotspots aber ein gastronomisches Eigenleben entwickelt, wie es sonst kaum ein Gebiet im Wedding besitzt.

„Kandil-Bei Mama“ – Gäste willkommen

Ehepaar Akil Falafel Imbiss Bei Mama
Das Ehepaar Akil in Aktion

Manchmal braucht es kein großes Restaurant mit einer aufwendig gestalteten Einrichtung. Ein Wohlfühlfaktor kann auch durch eine freundliche und aufmerksame Bedienung und vor allem durch Essen, das geschmacklich überzeugt, entstehen. Im „Kandil-Bei Mama“ in der Weddinger Triftstraße trifft genau das zu.

Kleinkrieg wie im Kindergarten

Das Sommertheater um die Weddinger Kinderfarm

Da haben sich zwei Gegner aneinander festgebissen und danach ganz gehörig verspekuliert. Bundesweite und regionale Medien freuen sich klammheimlich über diese Steilvorlage, wenn sie über die Ereignisse in der Weddinger Kinderfarm genussvoll als „Posse“ oder „Groteske“ berichten können. Die Weddinger, egal auf welcher Seite der beiden Kontrahenten sie stehen mögen, sind zumindest entsetzt. Und die wirklich Leidtragenden sind die Kinder und die Tiere, die unter die sprichwörtlichen Räder geraten.

Radpolitik am Scheideweg

Quelle: D. Terbach
Quelle: D. Terbach

Mit der in Trippelschritten voranschreitenden Berliner Verwaltung lässt sich eine wachsende Stadt nicht mehr sinnvoll planen, damit ihre Infrastruktur den neuen Bedürfnissen genügt. Das zeigte sich in der Vergangenheit am Chaos in den Bürgerämtern, an fehlenden Grundschulplätzen oder beim Flüchtlingsandrang vor dem Lageso. Auch die U-Bahn platzt infolge Wagenmangels und steigender Fahrgastzahlen aus allen Nähten. Kein Wunder, dass immer mehr genervte Berliner aufs Rad umsteigen; auch Neubürger und Touristen haben dieses Verkehrsmittel für sich entdeckt.