Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappDass der Wed­ding cool ist, wis­sen die Wed­din­ger. Nun haben sie mal wie­der eine Bestä­ti­gung bekom­men – vom Time­Out-Maga­zin in Groß­bri­tan­ni­en. Genau, das sind die, die den Wed­ding im ver­gan­ge­nen Jahr zum viert­cools­ten Kiez der Welt (!) gekürt hat­ten. Schmun­zeln, Kopf­schüt­teln und vor Stolz geschwell­te Brüs­te waren nach die­ser Bou­le­vard­mel­dung im Stadt­teil zu ver­zeich­nen. Nun gab es ein neu­es Ran­king, und wie­der ist der Wed­ding dabei…

Doch das ist natür­lich bei Wei­tem nicht alles, was seit unse­ren letz­ten Mel­dun­gen vor zwei Wochen gesche­hen ist. Hier kommt der Nach­rich­ten­über­blick mit vie­len erns­ten und unter­hal­ten­den Neuigkeiten.

Wedding kurz & knapp

22.08.2020 Das Leben ist nach dem Coro­na-Lock­down wie­der zurück­ge­kehrt. Auch im Wed­ding ist das jetzt deut­lich zu spü­ren. Die Kul­tur­ein­rich­tun­gen wagen sich vor­sich­tig an ers­te Ver­an­stal­tun­gen und die Orte der Gemein­schaft öff­nen wie­der ihre Türen. Die Mel­dun­gen heu­te sind nur eine klei­ne Aus­wahl des­sen, was im Wed­ding der­zeit geschieht in Poli­tik, Wirt­schaft, Kul­tur, Sozia­lem und Frei­zeit. In unse­rem Nach­rich­ten­for­mat „Wed­ding kurz & knapp“ schau­en wir die­ses Mal auf genau 20 der aktu­el­len Ereig­nis­se in unse­ren Kiezen.

Zusammenrücken bitte: Nachverdichtung im Wedding

Visua­li­sie­rung der Auf­sto­ckung im Kiez Schil­ler­hö­he. Foto: DAHM Archi­tek­ten + Inge­nieu­re GmbH

Die wach­sen­de Stadt belegt Bra­chen, stockt Häu­ser auf, ver­grö­ßert Gebäu­de. Die Fol­ge: es wird eng. Manch­mal wächst der Wed­ding ver­steckt im Hin­ter­hof wie in der Mül­ler­stra­ße 30. Dort hat der Bau­herr bestehen­de Häu­ser abge­ris­sen und durch ein Wohn­haus mit mehr Grund­flä­che und mehr Stock­wer­ken ersetzt.

Was, wann, wo im Wedding: Gottesdienste an Weihnachten

Zumin­dest an Hei­lig­abend wer­den die Kir­chen im Wed­ding wie­der über­füllt sein. Es gibt sehr unter­schied­li­che For­men wie Krip­pen­an­dach­ten, Fami­li­en­got­tes­diens­te mit Krip­pen­spiel, Christ­ves­pern, eine Christ­met­te oder einen Got­tes­dienst mit Bild­me­di­ta­ti­on. Es lohnt sich, aus dem gro­ßen Ange­bot im Wed­ding aus­zu­wäh­len und die teil­wei­se sehr schö­nen Kir­chen­ge­bäu­de von innen zu erle­ben. Leuch­ten­de Kin­der­au­gen, zahl­lo­se Ker­zen an den gro­ßen Weihnachts­bäumen, eine fei­er­li­che und zugleich auf­ge­reg­te Stim­mung bei­spiels­wei­se in der voll beset­zen St. Jo­sephskirche: Im Mit­tel­punkt steht dabei neben vie­len bekann­ten Weih­nachts­lie­dern ein Krippen­spiel, das von 4- bis 12-jäh­ri­gen Kin­dern auf­ge­führt wird; in die­sem Jahr das Stück „Der Sterne­nen­gel und die Hoff­nung“. In St. Joseph wird auch die tra­di­tio­nel­le Mit­ter­nachts­mes­se gefei­ert, sie beginnt also um 24 Uhr.  Wir geben einen Über­blick über die deutsch­spra­chi­gen Got­tes­dienst­zei­ten der evan­ge­li­schen Kir­che (EKBO) und des Erz­bis­tums Berlin.

Schillerhöhe: die kleine Trabantenstadt des Wedding

St Aloysiuskirche Schillerpark
Anspre­chend: St Aloysiuskirche

Dort, wo der Wed­ding wie eine gesichts­lo­se und ein wenig spie­ßi­ge Vor­stadt wirkt, wo man nicht genau weiß, wo Ber­lin-Mit­te auf­hört und Rei­ni­cken­dorf beginnt, ist weni­ge Jah­re nach den Kriegs­zer­stö­run­gen ein damals bei­spiel­ge­ben­des Sied­lungs­pro­jekt rea­li­siert wor­den. Das waren noch Zei­ten, als der Ber­li­ner Senat eine akti­ve­re Woh­nungs­bau­po­li­tik betrie­ben hat. Nach damals moderns­ten Grund­sät­zen ent­stand so ab dem Jahr 1955 die Sied­lung Schil­ler­hö­he im Wedding…