Das preisgekrönte Rathausumfeld gefällt nicht jedem

Fußweg
Der Fußweg zwischen Lesegarten und Bibliothek

Die Neugestaltung des Platzes am Elise-und-Otto-Hampel-Weg („Rathausumfeld Wedding“) hat eine Auszeichnung in der Kategorie „Landschaftsarchitektur im Detail“ des Landschaftsarchitekturpreises 2019 des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) erhalten. Die Gestaltung des Platzes gefällt aber nicht allen Weddingern.

Kommentar: Beschämend – wer benennt Straßen und Plätze?

Simit Evi vor dem Rathaus WeddingSoso. Die BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) hat also offenbar keine anderen Probleme als zu verhindern, dass der Platz neben dem Rathaus Wedding einen würdigen Namen erhält, nämlich „Elise und Otto Hampel-Platz“. Elise und Otto Hampel waren ein Weddinger Arbeiter-Ehepaar, die nach dem Tod ihres einzigen Sohnes im Zweiten Weltkrieg mutigen Widerstand gegen die Nazis leisteten, mit schlichtesten Mitteln. Sie verteilten heimlich handgeschriebene Postkarten gegen den Krieg, bis die Gestapo sie nach langer Suche verhaftete. Beide wurden von den Nazis hingerichtet. Hans Fallada widmete ihnen seinen weltberühmten Roman „Jeder stirbt für sich allein“.