Trattoria Vivo: Italienurlaub im Wedding

Drei Leute sitzen an einem Tisch Es gibt die­se Restau­rants, die so aus­se­hen, als wür­den sie schon seit Jah­ren exis­tie­ren. Als gehör­ten sie schon immer zum Kiez, als hät­ten sie schon seit Jah­ren die­sel­ben Stamm­gäs­te. Die Rede ist nicht von einer Ber­li­ner Eck­knei­pe oder Gast­stät­te. Die Rede ist von der Trat­to­ria Vivo, einem ita­lie­ni­schen Restau­rant, das sich unauf­fäl­lig in die Adolf­stra­ße im Anton­kiez eingliedert. 

Sotto: Es geht ums Essen und ums Miteinander

Foto: Samu­el Orsenne

Vege­ta­ri­sches Restau­rant und Pizzeria

Die Neue Hoch­stra­ße hat kuli­na­risch nur wenig zu bie­ten, doch die Ver­än­de­run­gen rund um die kreu­zen­de Gericht­stra­ße schwap­pen lang­sam her­über. Das Lokal neben dem Eck­ki­osk war schon seit Jah­ren eine eher ein­fa­che Piz­ze­ria, doch in Erin­ne­rung geblie­ben ist uns eigent­lich nur der güns­ti­ge Preis. Nach einem Betrei­ber­wech­sel gibt es nun das Sot­to – ein klei­nes ita­lie­ni­sches Restau­rant mit aus­schließ­lich vege­ta­ri­schen (und vega­nen) Gerichten.

Café Spazio: Antik & Nippes auf italienisch

Der Tresen im Café Spazio. Foto: J. Faust
Der Tre­sen im Café Spazio.

„Was uns an Ber­lin gefällt, ist die Frei­heit“, sagt Anto­nia. Die 29-jäh­ri­ge Ita­lie­ne­rin hat mit ihrem Ehe­mann Giu­sep­pe im Novem­ber ein frü­he­res Anti­qui­tä­ten­ge­schäft in ein Café umge­wan­delt. Ent­spannt geführt und schräg ein­ge­rich­tet – hier kön­nen Besu­cher zwi­schen wild zusam­men­ge­wür­fel­ten Möbeln den Blick auf die leben­di­ge Torf­stra­ße genießen.

Einfach nur Café Rosa

Die meis­ten Cafés über­bie­ten sich in ihrem Style, ver­su­chen opti­sche Hin­gu­cker zu sein oder bie­ten eine auf jeden Geschmack und jeden Lebens­stil ange­pass­te Spei­se­kar­te. Ganz anders das Café Rosa: Es hat ein äußerst redu­zier­tes Inté­ri­eur, das Ange­bot passt auf nur einen hand­ge­schrie­be­nen Zet­tel und ist damit ein authen­ti­scher Aus­druck der Per­sön­lich­keit der Betreiberin.

Ristorante La Sera: Pizza geht immer

Das Ristorante La Sera in der Brunnenstraße. Foto: Hensel
Das Ris­tor­an­te La Sera in der Brun­nen­stra­ße. Foto: Schnell

Ich stel­le mir vor, es ist ein lau­er Som­mer­abend. Vor dem neu­en ita­lie­ni­schen Restau­rant in der Brun­nen­stra­ße ste­hen die Tische unter frei­em Him­mel. Piz­za wird ser­viert, Wein wird nach­ge­schenkt, das Tisch­ge­spräch ist ange­nehm und anre­gend. Wir essen, neh­men einen Schluck und plau­dern den Abend weg. Was gibt es Schö­ne­res! Das klingt nicht nach Brun­nen­stra­ße? Nun ja, wir wer­den sehen. An einem Mon­tag Mit­te März hat in der Brun­nen­stra­ße 79 jeden­falls das Ris­tor­an­te La Sera eröff­net. Damit sind wir die­ser Vor­stel­lung schon ein gan­zes Stück weiter.

Schiller-Oase: Der Grill macht’s

Gas­tro­no­mie kennt der Schil­ler­park erst seit weni­gen Jah­ren – und doch kommt es einem vor, als ob es die “Schil­ler-Oase” schon immer gege­ben hät­te. In der Nord­ost­ecke des hun­dert­jäh­ri­gen Parks wur­de aus dem Jugend­stil-Toi­let­ten­häus­chen ein Mini-Restau­rant. Masoud Nay­eb ist so etwas wie die gute See­le der ein­zi­gen Gast­stät­te weit und breit. Der rüh­ri­ge Voll­blut-Gas­tro­nom hat Wur­zeln in Nord­ita­li­en und im Iran – eine Mischung, die gut in den mul­ti­kul­tu­rel­len Wed­ding passt.

Tradition im Kiez: das Valle dei Templi in der Brüsseler Straße

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Oli­ven und Brot gibt es immer zur Einstimmung

Obwohl es zu den unauf­fäl­li­ge­ren Loka­len der Stra­ße gehört, gibt es nur weni­ge, die das Val­le dei Tem­pli nicht ken­nen. Seit mehr als 14 Jah­ren ver­sorgt das Restau­rant den Kiez nun schon mit ita­lie­ni­schen Klas­si­kern wie Piz­za, Pas­ta oder Sal­tim­boc­ca. Grund genug für uns, mal wie­der vorbeizuschauen.

Schäfer: Alles auf einmal im Osramkiez

Das Schä­fer kann sich nicht so recht ent­schei­den, ob es lie­ber Café, Bar, Restau­rant oder alles zugleich sein will. Noch dazu hat es täg­lich geöff­net. Auch die vari­an­ten­rei­che Küche bringt Essen aus den ver­schie­dens­ten Berei­chen zusam­men – das Wich­tigs­te ist wohl, es macht dem Koch Spaß. Der Chef Chris steht hier noch selbst am Herd und ver­sorgt den gas­tro­no­misch eher unter­be­lich­te­ten Osram­kiez nicht nur mit deut­scher Haus­manns­kost, son­dern auch mit Bur­gern und aller­lei medi­ter­ra­nen Spe­zia­li­tä­ten. Natür­lich kann hier ab mor­gens gefrüh­stückt wer­den. Die Kar­te wech­selt wöchent­lich und je nach Sai­son. Ein­ma­lig im Wed­ding dürf­te das Flamm­ku­chen­buf­fet jeden Mon­tag sein. Der Frei­tag­abend steht hin­ge­gen im Zei­chen eines Piz­za- und Pas­ta­buf­fets für wenig Geld. Sonn­tags wird gebruncht.

Aber auch wer abends ein­fach ein Glas Wein oder ein Bier trin­ken will, kann in die­sem bunt ein­ge­rich­te­ten Lokal in der Gro­nin­ger Stra­ße wohl nicht viel falsch machen.

Gro­nin­ger Str. 22, 13347 Berlin

Tele­fon 030.36741818

Mo-So 9:30 Uhr – ? 

Web­site

“Da Giorgio”: Satt in der Grüntaler

Da Giorgio Grüntaler

Inter­es­san­te Geschäf­te und Bars, vie­le Spiel­plät­ze und vor allem viel Grün. Die brei­te Grün­ta­ler Stra­ße hat sich in den letz­ten Jah­ren zu einer leben­di­gen und viel­fäl­ti­gen Stra­ße gemau­sert, das ja, aber in der Grün­ta­ler essen? Dank die­ses Restau­rants ist das  auch kein Problem.