(Stadt-)Landschaft unter Schutz

Schild geschützte Grünanlage Landschaftsschutzgebiet
Was genau ist der Unterschied?

Wenn Berlin sich mit Paris oder London vergleicht, dann kann Berlin vor allem punkten mit dem Schlagwort „Grüne Stadt“. Allein auf den 15 Quadratkilometern Wedding und Gesundbrunnen haben 180.000 Menschen ihr Grün mit dem Humboldthain, dem Schillerpark, dem Volkspark Rehberge und mit den vielen Kleingärten quasi vor der Haustür.  Damit das so bleibt und diese Flächen als Freiraum erhalten bleiben, hat der Gesetzgeber für verschiedene Formen des Schutzes gesorgt. Was bedeuten eigentlich die Schilder, die an den Eingängen der Grünflächen allgegenwärtig sind? Was ist erlaubt, was ist verboten – und warum?

Besondere Aussichtspunkte im Wedding

Rundblick Wedding Leo Amtsgericht
Blick auf den Wedding und Teile des Gesundbrunnens von der Humboldthöhe aus

Sich über die Stadt erheben, den Blick in die Ferne schweifen lassen oder einfach den Sonnenstrahlen beim Funkeln auf dem Wasser zuschauen: im Wedding und in Gesundbrunnen gibt es unzählige, bekannte und auch weniger bekannte Stellen mit besonders schönen Aussichten…

Der Schillerpark

Wie alles begann…….

Wie im benachbarten Gebiet des Volksparks Rehberge gab es eine Dünenlandschaft und Flugsandbelastung. 1898 lagen die ersten Pläne vor, die eine Bepflanzung dieses Areals vorsahen. Die Bevölkerung im Norden Berlins war stark angewachsen und brauchte Erholungsstätten – „wat Jrünet“. 1903 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Entschluss den Plan zu realisieren. Erst bekam der Park 1905 einem Namen. Anlass war der 100. Todestages von Friedrich von Schiller. 1907 wurde erst einmal der Wettbewerb zur Gestaltung des Schillerparks ausgeschrieben. Den Wettbewerb gewann der junge Magdeburger Gartenbauarchitekt Friedrich Bauer. 1909 konnte es dann losgehen. Der Festakt begann mit der Pflanzung der Schiller-Eiche in der Nähe der Barfusstraße. Diese Schiller-Eiche wurde eigens aus Schillers Geburtsort Marbach geholt und ist noch heute im nördlichen Parkteil zu besichtigen. 1910 konnte bereits der nördliche Teil des Parkes der Öffentlichkeit übergeben werden.

4 Tipps für einen Frühlingstag im Wedding

KrokusseMorgens kann es, zugegebenmaßen noch ganz schön frostig sein, doch Schneeglöckchen, Krokusse und erste Anzeichen von sich öffnenden Knospen sind ein untrügliches Zeichen: der Frühling wird, ja wirklich, er wird bald kommen! Nur gut, dass wir im schönsten aller Berliner Bezirke wohnen. Hier wird der Frühling ganz besonders herzlich willkommen geheißen und zwar mit diesen Tipps.

Volkspark Rehberge und Goethepark

Wie alles begann…….

Im Goethepark
Im Goethepark

Erst gab es da die Jungfernheide, ein bis nach Spandau reichendes großes Forst – und Waldgebiet mit Flugsanddünen. Der Name des etwa 78 Hektar großen Volksparks weist auf den damaligen Wildbestand hin. Die Dünen wurden in vielfältiger Weise genutzt: als militärisches Übungsgelände und zum Sandabbau. Dieser feine Sand war bei den Hausfrauen der Stadt gefragt. Dann folgte eine kleine Öko – Katastrophe: In den kalten Wintern nach dem ersten Weltkrieg holzte die notleidende Bevölkerung den gesamten Waldbestand ab und die dünne Humusdecke wurde fortgeweht. Übrig blieb eine Sandwüste. Neben Sand, wenig zu essen, gab es auch wenig Arbeit. Dies beschreibt der Weddinger Maler Otto Nagel sehr eindrücklich in seinen Erinnerungen. Genossen verschafften ihm eine bezahlte Stelle in einem Beschäftigungsprogramm. Ein Volkspark soll entstehen. Das war 1922. Begonnen wurde mit dem Goethepark.

Rehberge: Entenpfuhl und Sperlingsee verlanden langsam

Sperlingsee2 (C) Frank Müller
Foto: Frank Müller

Am östlichen Rand des Volksparks Rehberge befinden sich drei eiszeitliche Rinnenseen, die gestalterisch in die Grünanlage integriert sind: der größere Möwensee, der Sperlingsee und der kleinere Entenpfuhl – direkt hinter der Freilichtbühne. Im Möwensee leben zahlreiche Fische, Enten, Blesshühner und andere Vogelarten. Sogar Graureiher kommen regelmäßig “zu Besuch”. Doch die beiden anderen Seen sind biologisch fast tot. Im Sperlingsee gibt es inzwischen nur noch vereinzelt Frösche; vor wenigen Jahren gab es dort noch eine große Kolonie. Der Entenpfuhl ist bereits völlig ausgestorben und verwaist.

Die Liesenbrücken beim Tag des offenen Denkmals

liesenbruecken_nachtschattDie denkmalgeschützten Liesenbrücken sind für Fotografen und Maler beliebte Motive. Doch für die stillgelegten Eisenbahnbrücken interessieren sich nicht nur Künstler. Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals können sich am 14. September alle treffen und informieren, die sich für Technik interessie ren und mehr über die Pläne des Aktionsbündnisses erfahren wollen, das über die alten Bahngleise eine grüne Schneise schlagen wollen, um den Nordbahnhofpark mit dem Volkspark Humboldthain zu verbinden.

Schiller-Oase: Auf ein Schwätzchen im Park

Gastronomie kennt der Schillerpark erst seit wenigen Jahren – und doch kommt es einem vor, als ob es die „Schiller-Oase“ schon immer gegeben hätte. In der Nordostecke des hundertjährigen Parks, gegenüber der Weltkulturerbe-Siedlung und in der Nachbarschaft einer Kleingartenanlage ist das Jugendstil-Toilettenhäuschen in ein Mini-Restaurant umfunktioniert worden. Masoud Nayeb ist so etwas wie die gute Seele der einzigen Gaststätte weit und breit. Der Endvierziger hat Wurzeln in Norditalien und im Iran – eine Mischung, die gut in den multikulturellen Wedding passt. Gemeinsam mit seinem Sohn Mahiar, einem gelernten Koch, überzeugt er immer mehr Kunden durch selbst zubereitete Gerichte mit frischen Zutaten. Jetzt im Winter sind besonders die Suppen, aber auch die Mailänder Apfeltaschen mit Vanilleeis der Renner.