Dreimal Falafel: Die Besten im Wedding

Zwei weiße Teller, jeweils mit Falafel, Halloumi und Salat. Im Hintergrund rundes arabisches Brot und eine Flasche Fritzcola.
Fala­fel, Hallo­u­mi und Maka­li Tel­ler bei Dar4 Foto: Samu­el Orsenne

Zuge­ge­ben, wirk­lich neu und über­ra­schend kann eine Hom­mage an die run­den Kicher­erb­sen­bäll­chen gar nicht mehr sein. Die Fala­fel gehört mitt­ler­wei­le genau so sehr zur Ber­li­ner Ess­kul­tur, wie es der Döner schon seit den 70er Jah­ren – die Cur­ry­wurst sogar seit 1949 – tut. Als Sand­wich in der Mit­tags­pau­se, aus­führ­li­ches Abend­brot, Mit­ter­nachts­s­nack oder spä­tes Kater­früh­stück. In all ihren Varia­tio­nen ver­führt sie gro­ße und klei­ne Weddinger:innen an fast jeder Ecke. Doch wo schmeckt sie am bes­ten? Natür­lich im eige­nen Kiez! Eine  köst­li­che Aus­wahl der ver­meint­lich bes­ten Läden rund um den Bad­stra­ßen­kiez, den Net­tel­beck­platz und U‑Bahnhof Wed­ding soll euch nicht vor­ent­hal­ten bleiben.

Flop Café: Aus Aleppo in den Wedding

Hummus, Falafel und Halloumi im Flop Café.
Hum­mus, Fala­fel und Hallo­u­mi im Flop Café. (©Enno Lenze)

Syri­sche Spe­zia­li­tä­ten von Fala­fel, Hallo­u­mi und Hum­mus bis zum haus­ge­mach­ten Eis­tee. Im Flop Café in der Ota­wi­stra­ße gibt es Lecke­res für jeden Geschmack. Als klei­nes Fami­li­en­un­ter­neh­men behaup­tet es sich seit 2015 in der eher ruhi­gen Wohn­ge­gend – dank der reich­hal­ti­gen Aus­wahl an vege­ta­ri­schen und vega­nen Gerich­ten ist im Flop Café für jeden etwas dabei. 

GESCHLOSSEN Burger One: Viel mehr als der Name verrät

Eigent­lich bringt einen der Name Bur­ger One auf eine fal­sche Fähr­te. Denn die­ser Laden an der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße ver­eint das Bes­te aus ziem­lich vie­len Wel­ten. Und dort gibt es eine ori­en­ta­li­sche Früh­stücks­spe­zia­li­tät, die man selbst im Wed­ding kaum findet.

Café Bades: Gastfreundschaft im Antonkiez

In der sonst ruhi­gen Anton­stra­ße am Leo kann man von wei­tem seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Bür­ger­steig vor dem Café Bades stets ein Grüpp­chen jun­ger Leu­te aus­ma­chen. Die Volks­hoch­schu­le Mit­te neben­an und die Wed­ding-Grund­schu­le gegen­über sor­gen für eine bun­te Mischung. Und in der wei­te­ren Nach­bar­schaft hat sich die Qua­li­tät des Espres­sos und Lat­te rum­ge­spro­chen; eine klei­ne ita­lie­ni­sche Fan­ge­mein­de gehört eben­falls schon zur Bades-Community. 

Hummus gehört zum Wedding

Aus pürier­ten Kicher­erb­sen kann man viel machen. Zum Bei­spiel Fala­fel. Die frit­tier­ten Kugeln bekommt man im Wed­ding inzwi­schen an fast jeder Ecke. Doch auch Hum­mus gehört zu den belieb­ten Spei­sen, die man in der ori­en­ta­li­schen Küche aus Kicher­erb­sen her­stellt. Im Gegen­satz zu Fala­fel wird Hum­mus jedoch kalt ser­viert, was dem Geschmack kei­nen Abbruch tut. 

O‑Slow: Immer alles anders

Schon öfter lief ich an den holz­ver­klei­de­ten Laden in der Schwe­den­stra­ße 3b auf dem Weg zum U‑Bahnhof Oslo­er Stra­ße vor­bei. Die ers­ten Male habe ich ihn bestimmt über­se­hen. Denn außer einer Krei­de­ta­fel, wel­che dem Vor­bei­ge­hen­den vor dem klei­nen Restau­rant das fast täg­lich wech­seln­de Gericht ver­rät, deu­tet nicht gera­de viel auf die japa­nisch-liba­ne­si­sche Fusi­ons­kü­che hin. Doch reich­te ein kur­zer acht­sa­mer Blick, um mich neu­gie­rig zu machen: die Ein­rich­tung, das Essen und das Kon­zept. Das funk­tio­niert viel­leicht im Spren­gel­kiez, aber hier?

Das Flop-Café: Kiez trifft syrische Feinkost

Flop Café innen

Es ist gar nicht so leicht, einen gast­li­chen Ort an der etwas unwirt­li­chen Ota­wi­stra­ße zu fin­den. Aber die Zei­ten, als die Hälf­te der Läden leer­stand, dürf­ten inzwi­schen wohl vor­bei sein. Und 2015 hat an Stel­le eines Nagel­stu­di­os das fei­ne Flop Café eröff­net. Fein – vor allem in Bezug auf den guten Kaf­fee, den Kuchen und vor allem: die her­vor­ra­gen­den syri­schen Spezialitäten.

KUSH: Brücke zwischen Orient und Afrika

An der obe­ren Mül­ler­stra­ße ist außer dem tosen­den Ver­kehrs­lärm nicht viel los. Wer wür­de da etwas ganz Beson­de­res ver­mu­ten? Hier hat sich eine Filia­le des Kreuz­ber­ger suda­ne­si­schen Imbis­ses Bas­mah ange­sie­delt. Und wer glaubt, alle im Wed­ding bekann­ten Vari­an­ten von Fala­fel, Hallo­u­mi & Co. aus­pro­biert zu haben, soll­te sich ein­mal auf die exo­ti­sche, suda­ne­si­sche Spiel­art die­ser Küche einlassen.