Freiluftkino Rehberge: Weiter geht’s im Zauberwald

Der Eingangsbereich des Freiluftkinos RehbergeIm letzten Sommer wurde – bei rekordverdächtig gutem Wetter – zehn Jahre Freiluftkino Rehberge gefeiert. Und auch in dieser Saison hat das Areal der traumhaft im Hang einer Sanddüne gelegenen Freilichtbühne nichts von seinem Charme verloren. Ein gutes Programm, eine Mischung aus Mainstream- und Arthousefilmen sowie Klassikern, gibt es sowieso.

Ganz Berlin beim Panke Parcours – zum letzten Mal?

Aquafaba
Aquafaba beim Auftritt auf der Wiese hinter dem Amtsgericht. – Foto: Andrei Schnell

Meinung Nur wenige Veranstaltungen locken so viele Besucher aus so vielen Bezirken in den Wedding wie der Panke Parcours. 2018 war der vierte Parcours mit der längsten Strecke – vom Franzosenbecken bis zum Amtsgericht. Hier die Fotos vom Samstag (1.9.) und ein Kommentar zum möglichen Aus für Musikfest.

Freiluftkino Rehberge feiert – freier Eintritt für alle

Innerhalb von zehn Jahren hat sich einer der wahrlich verwunschesten Märchenwaldorte Berlins vom absoluten Geheimtipp zum Publikumsmagneten entwickelt: das Freiluftkino Rehberge. Gegen Ende der diesjährigen Jubiläumssaison lädt das Kino im Wald alle Freunde zu einem stimmungsvollen Nachmittag und einem urkomischen Filmabend ein. Und das Beste ist: Der Eintritt ist frei!

Zur Geschichte des Freiluftkinos Rehberge

Foto: Joachim FaustWo sich heute die Freilichtbühne Rehberge befindet, waren einst Sümpfe. Zur deren Trockenlegung waren um 1848 Notstandsarbeiter, die „Rehberger“, eingesetzt. Sie sollen bei Schnaps und Bier nur zur eigenen Belustigung geschaufelt haben und hätten ihre Arbeit vollends liegen gelassen, um sich an den damaligen revolutionären Ereignissen zu beteiligen. Auch der zweite Versuch im Jahre 1926, mit Notstandsarbeitern das unfruchtbare Dünenland zu kultivieren, war von Arbeitsverweigerungen und handfesten Auseinandersetzungen geprägt, damals wurden die geringe Entlohnung und der „Sauton“ der Vorarbeiter beklagt.

Freiluftkino Rehberge: Gute Filme im Zauberwald

Programmflyer vor dem Eingang des Freiluftkinos Rehberge
Freiluftkino Rehberge

Windlichter weisen den Weg und führen die Besucher den bewaldeten Hang hinauf. Ich kann es kaum glauben, dass ich mich hier noch in Berlin-Mitte befinde. „Willkommen im verwunschensten Freiluftkino Berlins“, begrüßt der Vertreter des Kinobetreibers die Besucher zum diesjährigen Saisonauftakt in den Weddinger Rehbergen. Eine Waschbärfamilie wohnt auf dem Gelände, erzählt er, und ein Greifvogel habe sich auch schon einmal auf den Sitzbänken niedergelassen. Wer sich auf die Freilichtbühne Rehberge einlässt, glaubt, im Zauberwald angekommen zu sein.

Bau Stück Wedding: eine Spielwiese für alle Einwohner

Bau Stück Musik 2Ein nicht-profitorientierter und ein nicht-elitärer Kulturort für den Wedding? Die Idee war zwar schon geboren, aber Kajetan Skurski hatte keine Ahnung, ob sie genügend Mitstreiter mobilisiert. „Ich wollte ausprobieren, ob jemand kommt, ob sich überhaupt jemand dafür interessiert und ob der Ort funktioniert.“ Er funktioniert. Nach der Generalprobe am 9. August mit 200 Mithelferinnen und Mithelfern können der 23-jährige Wahl-Weddinger und sein Projektteam hochzufrieden sein.

„Yusuf“ – ab sofort zu bewundern auf der Müllerstraße

 

Sabrina Pützers Bild "Yusuf" wurde ausgewählt
Sabrina Pützer (2. von links)

Seit ein paar Tagen sind sechzehn Plakatwände auf dem Mittelstreifen der Müllerstraße aufgestellt, die unter dem Motto „Mein Wedding“ verschiedene Sichtweisen von Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortsteils zeigen. Hanna Dobslaw, Vorsitzende der StandortGemeinschaft Müllerstraße, der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Dr. Christian Hanke sowie Carsten Spallek, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung eröffneten die Open-Air-Galerie am 11. Juni auf dem Platz vor dem Rathaus Wedding.

Sabrina Pützer, Organisatorin der DIORAMA-Veranstaltungsreihe, hat eines der Bilder gemalt, das im Original 100 x 160 cm groß ist. „Yusuf ist 5 Jahre alt und lebt seit 2 Jahren im Wedding, am Nauener Platz“, beschreibt die Künstlerin den porträtierten Jungen. „Hier kennen ihn alle, der Gemüsehändler, der Eisverkäufer und der Spätibesitzer. Yusuf ist mein Nachbar. Mittlerweile kommt er jeden Tag vorbei, nach der Kita. Spielt, verbreitet Chaos und erzählt die wildesten Geschichten von Löwen, Schlangen, Istanbul und kleinen Mäusen. In einem Mix aus deutsch, türkisch und kurdisch. Früher wollte er nie etwas bei mir essen. Seitdem es bei mir aber mal Melone gab, bleibt er nun auch immer nach dem Essen und würde am liebsten gar nicht mehr nach Hause gehen.“

Nun hat Yusuf die Ehre, für die nächsten paar Wochen eine Art Aushängeschild für den ganzen Wedding zu sein, zu bewundern auf der Müllerstraße…

 

 

 

Open-Air-Galerie entlang der Müllerstraße

Wer sich gefreut hat, dass nun die bunten Wahlplakate aus dem Straßenbild verschwinden, könnte bald an der Müllerstraße enttäuscht werden. Doch statt Werbung gibt es Kunst zu sehen. Unter dem Motto „Mein Wedding“ eröffnet an der Müllerstraße eine temporäre Open-air-Galerie in Form von sechzehn 3,60 x 2,90 Meter großen Plakatwänden.