Mission einer Weddingerin: Süßes kommt in die Tüte!

Schon seit September stehen sie in unseren Supermärkten herum; viele fühlen sich davon genervt: Süßigkeiten für die Adventszeit. Doch eine Weddingerin sieht die Vorboten von Weihnachten vielmehr als Auftrag, anderen, weniger gut situierten Menschen in unserem Stadtteil eine Freude zu machen. Jahr für Jahr bringt sie von vielen Spenderinnen und Spendern abgegebene Schokoladentüten in Gemeinschaftsunterkünfte. Denn dort leben auch Kinder, die es nicht so leicht haben und sich über diese Geste der Menschlichkeit freuen.

Kurzer Blick in eine Notübernachtung der Kältehilfe

Obdachlose warten vor der Notübernachtung in der Seestraße. Foto: Andrei Schnell

„Herzlich willkommen“ steht auf einem A4-Blatt hinter einer Glasscheibe. Ich wäre beinahe an der Tür vorbeigegangen. Es ist 18.55 Uhr. Ich lese: „Wir öffnen um 19 Uhr“. Nach fünf Minuten Warten ist mir kalt, ich ziehe meinen Presseausweis und klopfe an. Vorbei an den Obdachlosen, die weiter geduldig warten, werde ich ins warme Haus hineingelassen. Es ist der 4. Januar und für den Standort Seestraße in diesem Winter die erste Kältehilfe-Nacht. An diesem Abend und in diesem ehemaligen Bürogebäude begegnen sich verschiedene Menschen. Die engagierte Studentin trifft auf den Sozialorganisator. Und auch die Obdachlosen sind beinache unsichtbar anwesend. Was ist das eigentlich: Kältehilfe?

Wiesenburg: Dornröschen, aufgewacht

wiesenburg-festivalWenn eine Ruine zuwuchert und aus dem Bewusstsein der Nachbarn verschwindet, redet man gern vom Dornröschenschlaf. Wenn das Bild auch bei der Wiesenburg zutreffen sollte, so darf das wildromantische Gelände jetzt endgültig als wachgeküsst gelten. Anders ist das große Publikumsinteresse beim ersten Wiesenburgfestival an diesem so verwunschen wirkenden Ort mitten im Wedding, an der Panke, nicht zu erklären.