Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappWed­ding aktu­ell: Hier kom­men die sie­ben wich­tigs­ten, neu­es­ten und inter­es­san­tes­ten Mel­dun­gen aus der Nach­bar­schaft. Bleibt informiert!

7 Tage, 7 Schlagzeilen

  1. Mehr Arbeits­lo­se und vie­le ohne Berufsabschluss
  2. Sanie­rung der Carl-Kraemer-Grund­schu­le – teils oder komplett?
  3. Sperr­müll-Akti­ons­ta­ge in den Kiezen auch 2021
  4. Will­kom­men Mia, will­kom­men Mohammad!
  5. Neu­er Name: Ber­li­ner Hoch­schu­le für Technik
  6. För­de­rung für Demo­kra­tie­pro­jek­te ausgeschrieben
  7. Kir­chen­ge­mein­den öff­nen Türen für Obdachlose

Wedding kurz & knapp

Mehr Arbeits­lo­se und vie­le ohne Berufsabschluss
Auf dem Gebiet des ehe­ma­li­gen Bezirks Wed­ding suchen deut­lich mehr Men­schen einen Job als vor einem Jahr. Das geht aus den aktu­el­le Arbeits­lo­sen­zah­len für die Regi­on her­vor, die das Amt für Sta­tis­tik Ber­lin-Bran­den­burg auf Anfra­ge mit­teil­te. Zum Stich­tag 31. Dezem­ber 2020 waren ins­ge­samt 15.954 Men­schen arbeits­los gemel­det – im Orts­teil Wed­ding 8.678, in Gesund­brun­nen 7.276. Vor einem Jahr waren im Orts­teil Wed­ding 5.971 Men­schen arbeits­los gemel­det, in Gesund­brun­nen 5.047. Nur ein Vier­tel der aktu­ell Arbeits­lo­sen aus dem Gebiet bekom­men regu­lä­res Arbeits­lo­sen­geld. Drei Vier­tel aller Arbeits­lo­sen behal­ten vom Job­Cen­ter Leis­tun­gen nach SGB II (Hartz IV, Auf­sto­cker). Deut­lich wird aus den Zah­len, dass vor allem Men­schen ohne Berufs­ab­schluss von Arbeits­lo­sig­keit betrof­fen sind; zwei Drit­tel der Arbeits­lo­sen haben kei­nen Abschluss. Die­ser Wert ist ver­gleichs­wei­se hoch. Ber­lin­weit sind ledig­lich die Hälf­te der Arbeits­lo­sen ohne Berufsabschluss.

Sanie­rung der Carl-Kraemer-Grund­schu­le – teils oder komplett?
Das Abge­ord­ne­ten­haus hat bereits im Novem­ber beschlos­sen, die Carl-Kraemer-Grund­schu­le im Sol­di­ner Kiez wegen des Schim­mel­be­falls zu sanie­ren. Geht es nach Cars­ten Spal­lek, erhält die Schu­le eine Kom­plett­sa­nie­rung und eine neue Turn­hal­le. Der zustän­di­ge Stadt­rat strebt eine umfas­sen­de Sanie­rung an, die über den Beschluss des Abge­ord­ne­ten­hau­ses hin­aus­geht und hofft dar­auf, dass die Senats­ver­wal­tung mehr Geld frei­gibt. Bis­her ste­hen 4,5 Mil­lio­nen Euro für die Maß­nah­men an dem Gebäu­de in der Zech­li­ner Stra­ße zur Ver­fü­gung. Kom­plett­sa­nie­rung und Sport­hal­len­neu­bau wür­den zusam­men 37 Mil­lio­nen Euro kos­ten, so der Stadt­rat. Wegen des Schim­mel­be­falls muss­te die Carl-Kraemer-Grund­schu­le vor drei Jah­ren meh­re­re Wochen lang geschlos­sen bleiben.

Sperr­müll-Akti­ons­ta­ge in den Kiezen auch 2021
Der Bezirk will die Sperr­müll-Akti­ons­ta­ge auch in die­sem Jahr fort­set­zen. Das teilt des Bezirks­amt auf Nach­fra­ge mit. Der­zeit spre­che man die Orte der kos­ten­frei­en Abho­lung und die Ein­satz­ta­ge mit den Ber­li­ner Stadt­rei­ni­gungs­be­trie­ben (BSR) ab, heißt es. Wie in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren wird der Bezirk den Ein­satz der BSR in den Kiezen mit Mit­teln aus dem Senats­pro­gramm „Sau­be­re Stadt“ finan­zie­ren. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den bei den elf Akti­ons­ta­gen ins­ge­samt 1.009 Kubik­me­ter Sperr­müll und 1.475 Elek­tro­ge­rä­te ein­ge­sam­melt. Ins­ge­samt haben 1.253 Men­schen das kos­ten­freie Ange­bot genutzt. Die Akti­ons­ta­ge fan­den bis­her in Quar­tiers­ma­nage­ment-Gebie­ten statt, die Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen waren bei der Aus­wahl der Stand­or­te beteiligt.

Will­kom­men Mia, will­kom­men Mohammad!
Ins­ge­samt 5.849 Neu­ge­bo­re­ne zähl­te das Bezirks­amt im ver­gan­ge­nen Jahr. 3074 Jun­gen und 2775 Mäd­chen wur­den neu ange­mel­det. Wie vie­le Men­schen 2020 im Wed­ding ins Leben gestar­tet sind, schreibt das Bezirks­amt jedoch nicht. Dafür infor­miert es über die Namens­wahl: Die belieb­tes­ten Mäd­chen­na­men in Mit­te waren Mia, Char­lot­te und Emi­lia. Favo­ri­ten bei den Jungs waren die Namen Mohammad/Muhammed, Ali und Leon.

Neu­er Name: Ber­li­ner Hoch­schu­le für Technik
Die Hoch­schu­le in der Luxem­bur­ger Stra­ße bekommt einen neu­en Namen. Ab dem 1. Okto­ber wird sie Ber­li­ner Hoch­schu­le für Tech­nik (BHT) hei­ßen. Das hat die Aka­de­mi­sche Ver­samm­lung am Don­ners­tag (28.1.) beschlos­sen. Die Senats­kanz­lei für Wis­sen­schaft und For­schung muss die Namens­wahl noch for­mal bestä­ti­gen. Der Umbe­nen­nung vor­aus­ge­gan­gen war eine drei­jäh­ri­ge Dis­kus­si­on über den bis­he­ri­gen Namens­ge­ber Chris­ti­an Peter Beuth und sei­nen Anti­se­mi­tis­mus. Die Schu­le trug sei­nen Namen erst seit 2009, um sei­ne Ver­diens­te um die Gewer­be­för­de­rung und Indus­tria­li­sie­rung Preu­ßens zu wür­di­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr stimm­ten die Hoch­schul­gre­mi­en für eine Umbe­nen­nung und einen offe­nen Namens­fin­dungs­pro­zess. Ins­ge­samt sind laut Hoch­schu­le 385 Vor­schlä­ge ein­ge­reicht wor­den. (Bei­trag: Ein neu­er Name für die Beuth Hoch­schu­le ist gefun­den)

För­de­rung für Demo­kra­tie­pro­jek­te ausgeschrieben
„Demo­kra­tie in der Mit­te“ bit­tet bis zum 14. Febru­ar um Vor­schlä­ge für Demo­kra­tie­pro­jek­te. Geför­dert wer­den kön­nen Pro­jek­te im Gebiet Wedding/Gesundbrunnen/Brunnenstraße Süd. Ein Pro­jekt kann mit bis zu 5000 Euro unter­stützt wer­den. Das Geld kommt aus dem Bun­des­pro­gramm „Demo­kra­tie leben!“ und wird im Auf­trag des Jugend­amts Mit­te ver­ge­ben. Gefragt sind Pro­jekt­ideen, die ange­sichts der Coro­na­kri­se online, hybrid oder ana­log umge­setzt wer­den kön­nen. Die Pro­jek­te sol­len mehr Bil­dungs­chan­cen für Kin­der und Jugend­li­che her­stel­len, Fake News, Hate Speech und Ver­schwö­rungs­er­zäh­lun­gen ent­ge­gen­ge­wir­ken, die Dia­log­kul­tur sowie den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt und die demo­kra­ti­sche Teil­ha­be stär­ken. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es im Vor-Ort-Büro von Demo­kra­tie in der Mit­te in der Fabrik Oslo­er Stra­ße, per E‑Mail unter info@demokratie-in-der-mitte.de oder tele­fo­nisch unter (030) 4 950 05 26.

Kir­chen­ge­mein­den öff­nen Türen für Obdachlose
Der Kir­chen­kreis Ber­lin Nord-Ost will ab Febru­ar unge­nutz­te Gemein­de­räu­me im Wed­ding stun­den­wei­se am Wochen­en­de öff­nen, damit sich obdach­lo­se Men­schen dort auf­wär­men und Kon­tak­te haben kön­nen. Es sei Platz für bis zu zwölf Obdach­lo­se, die von ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern betreut und ver­sorgt wer­den. Für die­se Initia­ti­ve unter dem Titel „Warm & tro­cken“ wer­den noch Ehren­amt­li­che gesucht. Inter­es­sier­te Wärmespender:in kön­nen sich am Mon­tag (1.2.) ab 19 Uhr bei einem digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­abend über Auf­ga­ben und Ein­satz­zei­ten infor­mie­ren. Inter­es­sen­ten kön­nen sich bei Pfar­re­rin Ann-Kath­rin Has­sel­mann zur Video­kon­fe­renz anmel­den oder Fra­gen klä­ren (E‑Mail: hasselmann@hoffnungskirche-pankow.de, Tele­fon: 0160/90 96 92 55).

→ Die nächs­ten „Wed­ding kurz & knapp“-Nachrichten erschei­nen am Sonn­tag, den 7. Februar.

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

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