10 Corona-Lehren im Wedding

Isolation in der Rehberge

Auch bei uns im Wedding bestimmt Corona derzeit das öffentliche und private Leben. Da gesellschaftliche Krisen aber immer auch mit Chancen einhergehen, habe ich das Mehr an „Zeit für sich selbst“ genutzt, um nachzudenken. Über mich, mein Leben und den Wedding. Das Ergebnis meiner Reflektion: 10 Dinge, die ich insgeheim vielleicht wusste, die aber dieser gesellschaftlichen Krise bedurften, um auch endlich mal ausgesprochen zu werden.

Support your local: Noch mehr Masken aus dem Kiez

Atelier Daniel Kroh, Foto: S. Orsenne

Immer mehr Läden und Privatpersonen im Wedding nähen Stoffmasken für Mund und Nase, damit die professionellen Masken in ausreichender Zahl dem Pflegepersonal zur Verfügung stehen. Unser erster Bericht über zwei Modeateliers hat in der letzten Woche viele Weddinger erreicht. Unsere Leserin Eva schrieb uns ebenfalls an: „Ich kontaktiere euch für aus Afghanistan stammende Freunde von mir hier, die im Sprengelkiez wohnen und die Atemschutzmasken selbst nähen.“ Eine weitere Weddingerin näht ebenfalls selbst  – für rein karitative Zwecke. Und zu guter Letzt stellen wir euch ein Atelier vor, das kurzfristig ebenfalls auf Maskennähen umgestellt hat.

Support your local: Masken aus dem Kiez

Selbstgenähte Masken
Masken in unterschiedlichsten Designs

In Asien gehören sie schon seit Jahren zum Straßenbild, in Österreich sind sie beim Einkaufen derzeit Pflicht, auch in Deutschland sieht man sie mehr und mehr: Atemschutzmasken. Während der Corona-Pandemie sind diese allerdings gerade Mangelware – auch beim medizinischen Personal. Um diesen Mangel nicht zu verschlimmern, stellen einige Weddinger Schneidereien jetzt „Mundschutz“ her. Auch wenn die Wirkung der selbst geschneiderten Masken für den eigenen Infektionsschutz umstritten ist: Zumindest kann man einige lokale Gewerbetreibende mit dem Kauf jetzt unterstützen.

Coronavirus: Der wichtigste Faktor sind wir selbst

Coronavirus Atemschutzmasken ausverkauft-Schild in der Leo-Apotheke
Foto: Hensel

Seit ein paar Wochen sind die Augen des ganzen Landes auf den Wedding gerichtet. Denn am Nordufer und an der Seestraße befindet sich das Robert-Koch-Institut. Täglich wird von dort aus die aktuelle Gefährdungslage angesichts des Coronavirus vermeldet. In der Nacht vom Sonntag auf Montag kam dann aus dem benachbarten Virchowklinikum die Meldung, dass der erste Patient, der in Berlin durch eine Routineuntersuchung positiv auf das Coronavirus getestet wurde, auf der dortigen Isolierstation untergebracht wurde.
Die Rettungsstelle der Inneren Medizin musste 24 Stunden lahmgelegt werden, die Mitarbeiter der betroffenen Schicht bleiben nun erst einmal zu Hause, ebenso wie weitere Kontaktpersonen. Auf dem Gelände des Klinikums wurde nun ein eigenes Untersuchungsgebäude für Corona-Verdachtsfälle ausgewiesen, um den restlichen Betrieb nicht zu beeinträchtigen. Worauf kommt es jetzt an?