Kostenloses Pubkonzert im Gedeih & Verderb

„Wedding in Sicht!“ ist das zweite Konzert der Einfach.Hiersein-Reihe, die lokale Bands auf die Nachbarschaftsbühnen bringt. Erstmals kommt die Reihe mit einem Pirate Speed-Folk-Abend mit den Shipwreck Rats in den Wedding. Getanzt, gesungen und getrunken wird am Donnerstag, 28. März ab 20 Uhr im Gedeih & Verderb, der  Kiezkneipe mit Altberliner Charme. Im Vorfeld gibt es 20 Freigetränke zu gewinnen.

BücherboXX Osloer Straße

Bücherboxx, Osloer Straße, Büchertausch
Bücherboxx Osloer Straße – Foto: Sulamith Sallmann

Da steht sie nun seit ein paar Jahren vor dem Kindermuseum „Labyrinth“ und der dahinter gelegen „Osloer Fabrik“: meine geliebte gelbe BücherboXX! Nee, natürlich gehört sie nicht mir und ich habe sie auch nicht aufgestellt, aber sie fühlt sich irgendwie zu mir zugehörig an.
Schon vor etlichen Jahren habe ich mich als bekennende Büchernarrin bei Bookcrossing im Internet angemeldet und zusammen mit meinem Sohn haben wir dann draußen, für die Bücher, die wir nicht mehr lesen mochten, mehr oder weniger sichtbare Verstecke gesucht. Im Web konnte man dann anhand der Nummer im Buch verfolgen, ob jemand das Buch gefunden und sich hoffentlich auch gefreut hat. Natürlich nur, wenn die Person ebenfalls bei Bookcrossing angemeldet war und Lust hatte, das Buch als gefunden zu vermelden. Ich glaube, wir haben ein einziges Mal eine Rückmeldung erhalten.

Vergessene Orte zerstörter Vielfalt im Wedding

Der Wedding scheint das Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“ (1933 / 1938 / 1945)  anlässlich des 80. Jahrestages der Machtübernahme der Nationalsozialisiten zu verschlafen. Das jedenfalls ist das Ergebnis, zu dem man kommen muss, wenn man sich das Programm zu diesem Erinnerungsjahr durchschaut. Denn vor Ort scheint es kaum Initiativen zu geben, die sich mit den Ereignissen zwischen 1933 und 1945 befassen. Das ist vor allem im Wedding erstaunlich. Die hier seit Jahrzehnten regierende SPD müsste doch den Wunsch verspüren,  jungen Menschen die Zerstörung der Demokratie nahe zu bringen. So wurde von den Nationalsozialisten nur wenige Kilometer von Berlin entfernt das Konzentrationslager Sachsenhausen für jenes Rote Berlin eingerichtet, für das der Wedding steht.

Radtour führt zu historischen Schauplätzen

Der Weddingweiser, das KiezKulturNetz und die Kultur-Touren im Wedding laden am Samstag, den 9. März um 14:00 Uhr zu einer kostenlosen Fahrradtour zu den „Vergessenen Orten Zerstörter Vielfalt im Wedding“. Startpunkt ist die Prinzenallee 33 in 13359 Berlin.
Die Tour führt vorbei….
  • am „Wilden KZ Glaskasten“ in der Prinzenallee 33
  • an den „Pharusssälen“ (Hof der Müllerstraße 143), dem bedeutendsten Orte der Arbeiterbewegung im Wedding
  • auf dem Friedhof Seestraße, auf dem nach dem Zweiten Weltkrieg über 280 Menschen beerdigt worden sind, die u.a. im Gefängnis Plötzensee von den Nationalsozialisten ermordet worden waren.
  • am hinteren Teil des Leopoldplatzes, auf dem sich in den 1920 er Jahren eine reformpädagogische Lebensgemeinschaftsschule befand. Hier richtete die später von den Nationalsozialisten ermordete Clara Grünwald einen ersten Montessori-Kindergarten ein.

Über die Umbenennung der Tromsöer Straße am U-Bhf. Osloer Straße ist bis heute nicht einmal nachgedacht worden. Die Straße erhielt im Jahre 1940 den Namen der norwegischen Stadt, unmittelbar nachdem die Deutschen im Zweiten
Weltkrieg dort einmarschiert waren.

Ein Anmeldung zur Tour wird empfohlen unter: [email protected]
Beteiligt sind: Kultur Touren im Wedding (Eberhard Elfert): Unter dem Namen „Kulturtouren im Wedding“ wurden in den letzten zwei Jahre Fahrradtouren zu den Stationen des Wedding Kulturfestivals organisiert; KiezKulturNetz: Das KiezKulturNetz fördert die Auseinandersetzung der Bewohner mit der Kultur und der Geschichte im Soldiner Kiez.  Der Weddingweiser unterstützt die Tour als ein Medienpartner.

Termin:

Samstag, 9. März

14.00 Uhr

Prinzenallee 33 (Glaskasten)