Der sehenswerte Urnenhain im Antonkiez

Eine der steinernen UrnenAn der Gerichtstraße 37-38 liegt ein Friedhof. Er zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus: Die Stadt Berlin hat ihn 1828 als ersten städtischen Friedhof anlegen lassen. Gut achtzig Jahre später, 1909/1910, wurde auf dem Gelände das erste Krematorium Berlins errichtet. Daher gibt es hier keine Begräbnisstätten mit wuchtigen Grabsteinen und gewaltigen Wandgräbern, wie man sie von Friedhöfen für Erdbestattungen kennt.

Kurze Schrift, langes Gedenken – Grabstätten berühmter Stenografen

Grabmal eines StenografenIn unmittelbarer Nachbarschaft zum Wedding, auf den Friedhöfen des Berliner Doms und des Französischen Doms an der Liesenstraße 6/7 gibt es fünf Grabstätten, die zwei Erfindern und drei Fachschriftstellern der Stenografie ein ewiges Andenken sichern sollen. Die Historikerin Ute Pothmann stellt uns die Stenografen vor.

Spaziergang übern Friedhof – Alte Grabsteine an der Turiner Straße

GrabsteineAn der Turiner Str. 9-17 liegt ein Friedhof. Er wurde 1866 angelegt und ist unter dem Namen Garnisonsfriedhof bekannt. Hunderte Grabstätten erinnern an getötete Soldaten des Ersten (1914-1918) und des Zweiten (1939-1945) Weltkrieges. Sie erinnern durch rechteckige, steinerne Bodenplatten, die, jede für sich, in eine schmale, steinerne Umfassung eingelassen wurden. Zu lesen sind darauf die Namen der Toten, der Tag ihrer Geburt und der Tag ihres Todes. Es stehen aber auch das erste und das letzte Jahr des Krieges darauf. Wie die lebenden Soldaten einst in Reih und Glied standen, so sind auch die Grabplatten in Reih und Glied angeordnet.

Das neue ElisaBeet am Friedhofsrand

St Elisabeth Friedhof
Eingang zum Friedhof St. Elisabeht in der Wollankstraße. Foto Andrei Schnell

Es wird konkreter mit dem Gartenprojekt auf der Friedhofsfläche des St. Elisabeth-Kirchhofs zwischen Wollank- und Steegerstraße. Der naheliegende Name „ElisaBeet“ wurde von den Teilnehmenden der ersten Infoveranstaltung am 26. Februar gekürt. Jetzt wurde ein Fahrplan vorgestellt, wie es mit dem neuen Garten weitergehen soll.

Himmelbeet auf Friedhofserden

Friedhof
Friedhof. Foto Weddingweiser

19.02.2020 Vorsicht Fehlschluss: diese Meldung gehört nicht in die Reihe von Berichten, wonach das Himmelbeet einen neuen Standort braucht (zuletzt Weddinger Allgemeine Zeitung). Dennoch ist es eine gute Nachricht für die Gemeinschaftsgärtner, dass die evangelische Kirche sie als Ratgeber und praktische Helfer für die Friedhofsnachnutzung St. Elisabeth II in der Wollankstraße beauftragt hat. Jonathan Kuhlberger und Romain Elleboudt vom Himmelbeet suchen am Mittwoch, 26. Februar, in der Carl-Kraemer-Grundschule Mitstreiter.

St. Paul – Friedhof mit Zukunft

Friedhof St. Paul
(C) HORTEC Esther Bertele

Auf dem Friedhof St. Paul an der Seestraße sollen im Rahmen des Berliner Förderprogramms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) auf einer rund 1,2 Hektar großen Teilfläche neue grüne Nutzungen entstehen. Gemeinsam mit Anwohnern, Friedhofsbesuchern, Kitas, Schulen, sozialen und kulturellen Einrichtungen, dem NABU, Künstlerinnen und Künstlern aus der Umgebung sollen die Bereiche Umweltbildung und Naturschutz, Kunst und Kultur auf dem Friedhof entwickelt und neue Angebote und Aufenthaltsqualitäten geschaffen werden. Dazu findet am Samstag, den 22.Februar von 11 bis 12 Uhr eine Infoveranstaltung an der Seestraße 124 statt.

Ein inklusiver Friedhof im Wedding

Der Wedding hat inklusive Friedhöfe. Bloß wissen die Wenigsten davon. Deswegen soll die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden. Anfang November hat die Aktionsfondsjury im Soldiner Kiez die nötigen Gelder für die Gestaltung eines entsprechenden Flyers genehmigt, in dem die Anforderungen an einen solchen Begräbnisplatz erläutert werden. Dieser Flyer soll eine Information für die Bewohner des Soldiner Kiezes sein und ihr Augenmerk auf die verschiedenen Friedhöfe wie zum Beispiel den St. Elisabeth Kirchhof II lenken. Aber ganz von vorne: Worum geht es beim Thema inklusiver Friedhof?