Das neue ElisaBeet am Friedhofsrand

St Elisabeth Friedhof
Eingang zum Friedhof St. Elisabeht in der Wollankstraße. Foto Andrei Schnell

Es wird konkreter mit dem Gartenprojekt auf der Friedhofsfläche des St. Elisabeth-Kirchhofs zwischen Wollank- und Steegerstraße. Der naheliegende Name „ElisaBeet“ wurde von den Teilnehmenden der ersten Infoveranstaltung am 26. Februar gekürt. Jetzt wurde ein Fahrplan vorgestellt, wie es mit dem neuen Garten weitergehen soll.

Die Nutzung der riesigen Friedhofsflächen ist eine Herausforderung für die Berliner Friedhöfe. Durch mehr Urnenbeisetzungen und insgesamt weniger Bestattungen werden immer mehr Flächen frei. Der St. Elisabeth-Kirchhof II ist Teil des BENE-Programms und wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Berlin gefördert. „himmelbeet“ wurde vom Evangelischen Friedhofsverband Berlin Stadtmitte (EVFBS) beauftragt, ein innovatives gärtnerisches, ökologisches, soziales und kulturelles Projekt umzusetzen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit einem Gemeinschaftsgarten soll das „himmelbeet“ die Entwicklung, Pflege und Verstetigung der Fläche fachlich und pädagogisch begleiten.

Wenn wieder Veranstaltungen erlaubt sind, soll es eine Zukunftswerkstatt geben. Zusammen sollen überlegt werden: „Wie wollen wir den Garten gestalten? Wie möchten wir dort zusammen gärtnern?“

Zur in Frage kommenden Fläche

ElisaBeet
Die Fläche des ElisaBeet

Insgesamt gibt es am nord-östlichen Rand des Friedhofs St. Elisabeth II eine ca. 2,5 ha große Teilfläche, die schrittweise zu einer gemeinschaftlich gepflegten Grünfläche entwickelt werden soll. Dafür sind langfristige Kooperationen mit sozialen Trägern aus dem umliegenden Kiez geplant. Der Fokus der gärtnerischen Fläche soll die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln sein. Diese soll nach dem Modell der Solidarischen Landwirtschaft organisiert werden. Gestartet wird auf einer ca.1000 qm großen Fläche, wo früher der Kompost stand. Hier wurde nie bestattet. Dort kann direkt im Boden gegärtnert werden. Die Ernte und Pflege der gemeinschaftlich bewirtschafteten Flächen, wird dabei gleichmäßig unter den beteiligten Anteilen aufgeteilt. Dank der Förderung ist in diesem Jahr die Teilnahme kostenfrei.

Bei weiteren Umweltbildungs- Workshops sollen vor allem Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft für den nachhaltigen Anbau von Lebensmitteln und den Naturschutz im städtischen Kontext sensibilisiert werden.

Regelmäßig werden auch Mitmach- Tage stattfinden. Hier sollen zusammen mit der Nachbarschaft neue Aufenthaltsbereiche im Garten gestaltet werden.

Unabhängig von diesem zusätzlichen Projekt ist für den Gemeinschaftsgarten Himmelbeet an der Schulstraße noch immer kein neuer Standort ab 2021 gefunden worden.

Weiter Infos zum  Projekt
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2 Kommentare
  1. Hallo Liebe Anne,
    Im ersten Jahr wird die Teilnahme beim ElisaBeet dank einer Förderung kostenfrei sein. Da wir aber Kosten für Wasser, Strom, Arbeitsaufwand haben, müssen wir schauen wie es in Zukunft umzusetzen ist. Auf einem Teil der Fläche planen wir zu gärtnern. Dies soll nach dem Modell der solidarischen Landwirtschaft organisiert werden.
    Geplant sind Umweltbildungs- Workshops zu Themen wie nachhaltiger Anbau von Lebensmitteln und Naturschutz vor allem für Kinder und Jugendliche.
    Regelmäßig werden auch Mitmach- Tage stattfinden. Hier sollen zusammen mit der Nachbarschaft neue Aufenthaltsbereiche im Garten gestaltet werden.
    Bei weiteren Fragen zum Projekt oder Intresse zum Mitmachen kannst Du uns auch unter: elisabeet@himmelbeet.de kontaktieren!

  2. Was ich nicht verstehe ist, wieso die Beete etwas kosten sollen? Der Friedhofen verlangt doch wohl keine Pacht, oder?

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