Schlagwörter: Ehrenamt

Huckepack: Geflüchteten Kindern Zeit schenken

Logo der Initiative für geflüchtete KinderMit dem Projekt HUCKEPACK vermittelt eine Weddinger Initiative gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V. persönliche Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Berlin. Gegründet wurde die Initiative im Januar 2016. Im Sommer letzten Jahres konnte die Initiative HUCKEPACK sogar den Integrationspreis 2016 der BVV in Mitte gewinnen. Weiterlesen

Ein Wegweiser für Engagierte

Anna Asfandiar berät Ehrenamtliche zu freiwilligem Engagement.

Wird die Welt immer schlechter, die Menschen immer egoistischer? Anna Asfandiar kann einen zunehmenden Egoismus zumindest für Wedding und Gesundbrunnen nicht bestätigen. Bei ihr stehen seit zehn Jahren Menschen Schlange, die sich für das Gemeinwohl einsetzen möchten. In ihrer Freizeit und kostenlos. Anna Asfandiar bringt mit der Freiwilligenagentur ehrenamtliche Helfer mit Initiativen und Vereine aus dem Stadtteil, die Unterstützung nötig haben, zusammen. Jetzt wird das Beratungsangebot des Vermittlungsprojekts ausgeweitet.

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Wer hilft der Freiwilligenagentur Wedding?

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Anna Asfandiar berät Tilo Kempfer vom Verein panke.info.

Eine Kirchengemeinde im Wedding braucht Unterstützung bei der Essensausgabe. Gesucht werden auch ein Leiter für eine Seniorentanzgruppe, ein Nachhilfelehrer für Englisch/Französisch und ein Freiwilliger, der Sportangebote in einem Wohnheim für geistig behinderte Erwachsene anbietet. Anna Asfandiar von der Freiwilligenagentur Wedding könnte viel tun für den Wedding. Seit 2006 bringt sie ehrenamtliche Helfer und Kiezinitiativen zusammen. Doch weil die Förderung zum Ende vergangenen Jahres ausgelaufen ist, hat die Agentur kein Geld mehr für Annas Vermittlungsarbeit und steht vor dem Aus.

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Anlaufstelle für Alltagshelden: Die Freiwilligenagentur Wedding

Es war das 10-Jahres-Jubiläum, das dem Team von der Freiwilligenagentur Wedding mal wieder gezeigt hat, wie wichtig ihre Arbeit ist. Die Statistik spricht für sich selbst: Über 2.500 Beratungsgespräche wurden in den letzten zehn Jahren geführt und 750 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen an über 250 Kooperationspartner vermittelt. Die Agentur am Gelände der Fabrik Osloer Straße berät und begleitet Weddinger, die sich für ihren Bezirk aktiv engagieren wollen – ein Beitrag aus dem neuen Kiezmagazin „Soldiner“. Weiterlesen

Wer gründete die Gleim-Oase?

(C)  www.gleim-oase.de
(C) www.gleim-oase.de

Bürgerwissen über den Ursprung einer Verkehrsinsel gesucht! Im Wedding/Gesundbrunnen gibt es seit 1985 eine besondere Verkehrsinsel. Sie ist mit ihren schätzungsweise 530 qm nicht nur besonders groß (gar die größte?), und mit ihren Bäumchen nicht nur die grünste, sondern sehr wahrscheinlich auch eine der geheimnisvollsten. Die beiden Paten Dunja Berndt und Holger Eckert fragen sich, durch welche Umstände es überhaupt zum Bau der Verkehrsinsel Gleim-Oase kam…

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Feuerwache Wedding: Freiwillige im Einsatz

In  der  Nacht  hat es überfrierende Nässe gegeben – die Berliner Feuerwehr verzeichnet  aufgrund  von Glätte ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Daher sind alle Fahrzeuge der Wache unterwegs und auch die Reservewagen stehen bereit, bei  Bedarf  auszurücken. Ausgerechnet an einem solchen Tag sind wir mit Thomas Schwarz in der Feuerwache Wedding in der Reinickendorfer Straße verabredet.

Gemeinschaftsräume für die Feuerwehrleute Wedding„So mancher geht gern zum Fußball, weil er Sport treiben und seine Zeit mit Freunden verbringen will. Ich gehe eben zur Freiwilligen Feuerwehr“, erklärt Thomas Schwarz. Den 37-Jährigen hat am Morgen ein Alarmruf erreicht. Per Funkmeldeempfänger werden die freiwilligen Feuerwehrleute alarmiert. Jedoch geschieht das erst, wenn viele Staffeln der Berufsfeuerwehr ausgerückt sind. Das passiert durchschnittlich zwölf Mal im Jahr. „Wir haben dann bis zu 20 Minuten Zeit, unser Fahrzeug einsatzbereit zu machen“, sagt der Hauptbrandmeister – zu bestimmten Tageszeiten ist das keine leichte Aufgabe im Großstadtverkehr. Seinen Arbeitsplatz in Charlottenburg darf Thomas Schwarz dann umgehend  verlassen. Thomas Schwarz wird aber nicht nur zur Weddinger Feuerwache gerufen, sondern gehört auch zu den sieben Freiwilligen in Berlin, die die Feuerwehrleitstelle als Reserve unterstützen. Berlin gehört zu den wenigen Städten  in Deutschland, in denen es eine Berufsfeuerwehr gibt. Die freiwilligen Feuerwehren ergänzen die professionellen Feuerwehrleute, wobei zwischen den A-Wehren in weniger dicht besiedelten Stadtrandgebieten und den B-Wehren, die die Berufsfeuerwehren unterstützen, unterschieden wird.

Es gibt auch eine Rutschstange in der Feuerwache WeddingDie  Feuerwache Wedding verfügt über zwei Löschfahrzeuge mit je 1200 Litern Wasser im Tank und zwei Rettungswagen. 16 Berufsfeuerwehrleute, die zugleich auch Rettungssanitäter sind, stehen zu jeder Tages- und Nachtzeit im Dienst. Wenn es die Wetterlage, ein Katastrophenfall oder ein Großereignis wie der 1. Mai erfordert, kommen bis zu 31 freiwillige Feuerwehrmänner dazu.  Meist treffen etwa 60 % der Freiwilligen in der Feuerwache am S-Bahnhof Wedding ein – die Übrigen sind krank, im Urlaub oder können sich nicht kurzfristig vom Arbeitsplatz entfernen. Die Freiwillige Feuerwehr löst dann die Berufsfeuerwehr ab und erledigt dann mit ihrem eigenen Fahrzeug das „Tagesgeschäft“.

Ein historischer Feuermelder auf dem Hof„Es  macht Spaß, gemeinsam mit seinen Freunden anderen Menschen zu helfen, weil man die entsprechende Technik und das Wissen hat“, beschreibt Thomas Schwarz seine Motivation für das Ehrenamt. Zehn Einsatzdienststunden und sechs  Übungsstunden muss ein freiwilliger Feuerwehrmann im Monat aufbringen. Tatsächlich sind es viele Stunden mehr. „Natürlich habe ich viel seit meinem Einstieg im Jahr 1992 erlebt“, erinnert sich der Feuerwehrmann. Doch ihm sind  weniger die spektakulären Einsätze in Erinnerung geblieben: „Die kleinen Katastrophen, die sozialen Dramen – das geht einem ans Herz“, sagt Thomas Schwarz. Ein alter Mensch, der in seiner Wohnung gestorben ist, eine ausgebrannte  Wohnung ausräumen, die Wiederbelebung eines Patienten – in Berlin sind solche Einsätze an der Tagesordnung. Selten hört ein Feuerwehrmann im Einsatz ein Dankeschön, doch auch ein Lächeln gibt dem Lebensretter eine große Bestätigung. Nicht zuletzt entschädigen ihn auch die langjährig gewachsenen Freundschaften, die unter den Kameraden entstanden sind, für den Zeitaufwand. „Man muss sich mit den Kameraden verstehen und einander blind vertrauen – schließlich begibt man sich gemeinsam auch in Lebensgefahr.“

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