Schlagwörter: Buchrezension

Das Wedding-Fotobuch: neu, wichtig, interessant

Wedding Fotobuch
Berlin – Wedding. Das Fotobuch. Herausgegeben von Axel Völcker und Julia Boeck. Grafik: Kerber Verlag

Und plötzlich die Meldung: Die Herausgeber der Magazinreihe „Der Wedding“ haben nunmehr ein Buch gestaltet. Axel Völcker und Julia Boeck haben dieses Mal ein Fotobuch zusammengestellt. Die Fotos stammen von Fotografen Agentur Ostkreuz aus Weißensee. An dieser Stelle werden die 236 Buchseiten besprochen. Die Buchkritik folgt allerdings nicht den Fragen eines Kunstkritikers, sondern den drei typischen Fragen eines Nachrichtenmachers. Weiterlesen

Lucas Vogelsangs Bericht von der Heimaterde

Vogelsang Heimaterde
Heimaterde. Reportagen von Lucas Vogelsang. Cover: Aufbau-VerlagHeim

Elf Reportagen über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Zusammenlebens hat Lucas Vogelsang geschrieben. Aber es geht in seinem Buch nicht darum, warum Mann und Frau nicht zusammenpassen. Vielmehr geht es in Heimaterde um den türkische Bäcker, die arabischen Jungs, Ägypter und um Frau Kulack. Um Neue und um Alteingessene. Das Buch mit dem Untertitel „Eine Weltreise durch Deutschland“ ist eine amüsant zu lesende Reise eines optimistischen Reporters durch den weiten Wedding und die Weite Deutschlands. Weiterlesen

Heiko Werning: Vom Wedding verweht

Heiko Wernig bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann
Heiko Werning bei der Präsentation seines neuen Buches. Foto: Sallmann

Als nach London wegmigrierte Berlinerin und ehemalige Wahlweddingerin kommt jedes Mal Freude auf, wenn man mich mit einem Buch von Heiko Werning bedenkt. So schenkte mir meine Mutter zu Weihnachten 2011 das Werk „Mein wunderbarer Wedding“. Das Buch enthielt eine Widmung, die ich tatsächlich immer mal wieder ansehe: „Mit herzlichen Grüßen aus der alten Heimat nach London, dem Wedding Europas“ (ja, das ist wohl eine Weile her…). Nun sandte mir der Weddingweiser das aktuelle Buch „Vom Wedding verweht – Menschliches, allzu Menschliches“ zu.

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Clint Lukas ist der letzte der Cowboys

Nie wieder Frieden. Buch von Clint Lukas. Grafik Verlag Periplaneta.
„Nie wieder Frieden“. Buch von Clint Lukas. Grafik: Verlag Periplaneta

Clint Lukas kann gut schreiben. Clint Lukas kann auf der Lesebühne gut seine Texte vorlesen. Clint Lukas kann gut zeichnen. Die Zeichnungen entdeckt man nicht, wenn er mittwochs ab 21 Uhr bei den Mauerseglern liest. Die findet man in seinen Büchern. Zum Beispiel in „Nie wieder Frieden“. Erschienen ist das Buch im Frühjahr 2016 im Periplaneta-Verlag. In diesem Werk bekennt er, ein Cowboy zu sein. Wir blättern mal durch seine Texte.

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Die Weddinger Spuren des Architekten Jean Krämer

"Jean Krämer - Architekt. Und das Atelier von Peter Behrens." - Grafik: Verlagshaus Römerweg.
„Jean Krämer – Architekt. Und das Atelier von Peter Behrens.“ – Grafik: Verlagshaus Römerweg.

Das Cover zeigt die Uferhallen. Jean Krämer hat sie von 1926 bis 1931 als Straßenbahnbetriebshof entworfen und gebaut. Krämer (1886 – 1943) war ein Architekt, der heute fast vergessen ist. Das Buch“Jean Krämer – Architekt. Und das Atelier von Peter Behrens“ dokumentiert nun das Werkt des Baumeister, der viele Spuren in Berlin hinterlassen hat – wichtige davon im Wedding. Der Band ist aber noch mehr als ein vollständiges Werksverzeichnis. Den Autoren ist es gelungen, dass Inge Fernando, die Tochter Krämers, ihre Erinnerungen an ihren Vater aufschreibt. Am Rande weist das Buch darauf hin, dass es Krämer war, der die erste Berliner Ampel – am Potsdamer Platz – entworfen hat (heute steht dort eine Nachbildung der historischen Ampel). Weiterlesen

Als die „Plumpe“ noch Nabel der Fußballwelt war

Blau-weiße Wunder von Michael Jahn im Verlag Die Werkstatt.
Blau-weiße Wunder von Michael Jahn im Verlag Die Werkstatt.

Herzlichen Glückwunsch Hertha BSC. Heute wird der Verein 124 Jahre alt. Zu Opas Zeiten, als Hertha noch Deutscher Meister wurde, fanden viele Saison-Spiele in der „Plumpe“ statt –  einem Stadion in der Behmstraße. Michael Jahn hat in seinem Buch „Blau-weiße Wunder. Die Geschichte von Hertha BSC“ auch einige Kapitel über die Anfänge der Hertha im Gesundbrunnen geschrieben. Ein Blick zurück auf Herthas Kinderjahre.

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Die Flaktürme

flaktürme10Michael Foedrowitz ist Autor des Buches „Die Flaktürme. Berlin, Hamburg, Wien“. Er hat für sein Buch sehr viele Fotos zusammengetragen, 449 davon wählte er für den Druck aus. Darunter sind einige seltene Farbaufnahmen. Im April diesen Jahres ist es in der Edition Berliner Unterwelten erschienen. 30 Euro kostet das etwa A4 große, broschürte Buch. Es beantwortet alle Detailfragen zum Hochbunker im Humboldthain und erweckt auch die damalige Zeit zum Leben. Weiterlesen

Ehrmann und der alte Wedding

Johannes Ehrmann, Foto: Manfred Esser
Johannes Ehrmann, Foto: Manfred Esser

Bis vor kurzem noch im renommierten „Wedding-Blog“ des Tagesspiegels aktiv, präsentierte Johannes Ehrmann im Eichborn Verlag Anfang März mit „Großer Bruder Zorn“ seinen großen Abschluss des Weddinger Abenteuers – so scheint es jedenfalls. Oder ist es bloß ein Berliner Roman, der rein zufällig im Wedding spielt? Ich habe den Roman gelesen und war trotz Skepsis positiv überrascht.

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Die Rosenthaler Vorstadt lag teilweise im Wedding

Wolfgang Feyerabends Buch "Rosenthaler Vorstadt". Grafik: LH-Verlag.
Wolfgang Feyerabends Buch „Rosenthaler Vorstadt“. Grafik: LH-Verlag.

Der Rosenthaler Vorstadt ergeht es wie dem Wedding. So wie es den ehemaligen Bezirk Wedding gab und den heutigen Ortsteil Wedding gibt, so gab es auch den ehemaligen Vorort Rosenthaler Vorstadt und gibt es den heutigen Stadtteil Rosenthalter Vorstadt. Wolfgang Feyerabend ist Lektor, freier Schriftsteller, Stadtführer und war mehrere Jahre Berliner Stadtforscher. Diese Herkunft erklärt, warum sein Buch „Die Rosenthaler Vorstadt“ gut lesbar und gut recherchiert zugleich ist.

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Johannes Ehrmann blickt von oben auf den Wedding

"Großer Bruder Zorn" von Johannes Ehrmann. Grafik: Eichborn Verlag.
„Großer Bruder Zorn“ von Johannes Ehrmann. Grafik: Eichborn Verlag.

„Schaudernd lege ich mich wieder schlafen.“ Über diesen Satz kann man sagen, dass er kurz ist und dass er ein Satz ist. Er stammt aus Heiko Wernings Buch „Mein wunderbarer Wedding“ (2010), ein Buch mit Lesebühnentexten aus dem Wedding. In Johannes Ehrmanns Buch „Großer Bruder Zorn“ (Verkaufsstart heute) steht zum Beispiel das Gefüge: „Ihre letzten drei Worte.“ Das ist auch kurz, aber es ist kein vollständiger Satz. Und das Buch „Großer Bruder Zorn“ spielt zwar im Wedding, aber es ist kein Roman aus dem Wedding, mehr ein Roman über den Wedding. Also Außenbetrachtung. Oder wie es im Klappentext heißt: „Johannes Ehrmann lebt am Rande des Weddings“ (Marketingdeutsch für: nicht im).

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