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Abfuhr für Tannen

Das Tannen-Glück ist bald vorbei. Entnadelt, abgeschmückt und manche noch mit Lametta-Fetzen bekleidet liegen viele Weihnachtsbäume schon an Weddinger Wegesrändern. Dienten die Nadelbäume noch vor zwei Wochen der Verbreitung weihnachtlicher Stimmung, erwartet die per Fensterwurf ausrangierten Gehölze jetzt eine zweite Karriere als Material zur Energiegewinnung. Weiterlesen

5 Dinge, die man an einem Herbsttag im Wedding machen kann

Nadelbaum und HerbstlaubJetzt beginnt die Zeit, in der man den braunen Blättern auf der Straße beim Tanzen zu sehen kann. Früh vernebelt einem kein Kater, sondern der Morgendunst den Blick. In Parks und Gärten steht viel Arbeit an. Und gerade in der vermeintlichen Steinwüste des Wedding gibt es in dieser Zeit des Übergangs zum kalten Winter jede Menge zu erleben. Weiterlesen

Abfuhr für Tannen

Das Tannen-Glück ist bald vorbei. Entnadelt, abgeschmückt und manche noch mit Lametta-Fetzen bekleidet liegen viele Weihnachtsbäume schon an Weddinger Wegesrändern. Dienten die Nadelbäume noch vor zwei Wochen der Verbreitung weihnachtlicher Stimmung, erwartet die per Fensterwurf ausrangierten Gehölze jetzt eine zweite Karriere als Material zur Energiegewinnung. Weiterlesen

Weddingwoche #2: Tannen-Glück

Nach Neujahr liegen Tannenbäume auf dem Bürgersteig
Nach Neujahr liegen Tannenbäume auf dem Bürgersteig

Die Weddingwoche ist eine neue wöchentliche Kolumne. Diese erscheint auch samstags im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Es soll ja Menschen geben, die lassen ihren Weihnachtsbaum am liebsten bis kurz vor Ostern stehen. Nun gut, einem jeden sei eine individuelle Therapie der Winterdepression zugestanden. Die Mehrzahl war wohl erfreut, dass die BSR schon jetzt zum Rauswerfen aufruft. Man kann ja beim momentanen Wetter auch durchaus mit den Jahreszeiten durcheinander kommen. Und so ist Berlin derzeit ein wahrlich grüner Parcours. Allerorten liegen Bäume rum und Idefix, der kleine Gallier-Hund, würde sich vermutlich die Augen aus dem Kopf heulen. Auch für die winterfesten Radfahrer sind die ausgedienten Bäume wohl kein Grund zur Freude. Vorteil gegenüber den ebenfalls meist grünen Glasscherben, die traditionsgemäß nach Silvester die Radwege zieren: Man sieht die Bäume wenigstens schon von weitem und kann sie großräumig umfahren.


Aber man soll ja nicht nur das Schlechte sehen in der Welt. Energetisch betrachtet haben diese Weihnachtsbäume ja einen durchaus positiven Effekt. Bei mir war das so: Als das Abnadeln anfing und das Abschmücken erledigt war, galt es nur, die Distanz zur Straße zu überbrücken. Realistisch eingeschätzt, war die Entfernung zum Bürgersteig vom Fenster aus schlicht zu weit. Ich bin ja nicht Boris Henry, der Speerwurfmeister. Also hab ich das gute Stück durchs Treppenhaus geschleift. Das Ausmaß der Verheerung wurde mir erst auf dem Rückweg klar, als ich wie ein indischer Fakir über ein Meer von Nadeln wieder nach oben ging. Geplagt vom Gewissen ums Gemeinwohl hab ich also fleißig die schöne Bescherung aufgefegt. Eine körperliche Anstrengung vom Feinsten – schließlich wohne ich im vierten Stock.

Und wenn dann die Bäume als Heizmaterial zweitverwertet werden, komme ich bestimmt gleich nochmal ins Schwitzen, wenn denn der Winter endlich kommt.

Also: Bäume abschmücken, raus auf die Allee – dabei an die Radler denken – und dann schön das Treppenhaus fegen. Wegen der guten Nachbarschaft.

Wann holt die BSR im Wedding die Weihnachtsbäume ab?

Abgeholt wird im Wedding am 7.  und nochmal am 14. Januar.

Autor: Marcus Bauer

Link zu einem Download der letzten Ausgaben des Berliner Abendblatts

Dem Dreck selbst etwas entgegensetzen

Der Frühling lockt die Weddinger aus ihren Wohnungen ins Grüne. Neben den Parks findet man auch auf dem Panke-Grünzug das eine oder andere schöne Fleckchen, wo man die Sonne genießen kann. Doch im Buschwerk oder am Uferstreifen zeigen sich nicht nur pflanzliche Frühlingsboten, sondern auch der ganze Müll eines Winters. Warten, dass der von allein verschwindet, kann man oft lange. Der aufmerksame Bürger kann es der Stadtreinigung überlassen, den Unrat aufzusammeln, denn die BSR hat ein Dreckeckentelefon eingerichtet und rückt an, wenn es sich so richtig lohnt. Wenn das alles nicht hilft, heißt es selbst zupacken.

Thorsten Haas bei einer Putzaktion im Jahr 2011
Thorsten Haas bei einer Putzaktion im Jahr 2011

„Gleich drei Putzaktionen werden wir in diesem Frühling an drei Abschnitten der Panke durchführen“, sagt Thorsten Haas von panke.info e.V. Auftakt wird die Aktion am Montag, den 16. April um 14:00 Uhr vor der Uferstraße 12 (Kino am Ufer) sein. Am Donnerstag den 19. April ebenfalls ab 14:00 Uhr wird die Wildnis vor der Bibliothek am Luisenbad, Travemünder Straße 1, gesäubert. Diese Aktion findet in Kooperation mit der Freiwilligenagentur Wedding statt. Beim anschließendem Kaffee wird der achte Geburtstag der Freiwilligenagentur gefeiert.

Dreck weg an der Panke heißt es zum Abschluss am 23. April im Rahmen der Kampagne „Schön und Gut, Sauberkeit im Soldiner Kiez“. Stadtrat Carsten Spallek nutzt den Termin, um selbst zuzupacken und somit das eine oder andere schöne Fotomotiv für die Presse zu bieten. Treffpunkt ist die Panke-Fußgängerbrücke an der Gotenburger Straße um 16:00 Uhr. Um 18:00 Uhr wird die Aktion auf dem Abenteurspielplatz Panke (Gottschalkstraße Ecke Wilhelm-Kuhr-Straße) mit einem gemeinsamen Essen ausklingen.

 

 

 

Kinder helfen tatkräftig, das Panke-Ufer vom Dreck zu befreien
Kinder helfen tatkräftig, das Panke-Ufer vom Dreck zu befreien

Für die Vorbereitung und Durchführung der Aktionen braucht panke.info natürlich jede Menge freiwillige Helfer. Nicht nur mit Greifern und Handschuhen: „Gesucht werden Menschen, welche die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen und beispielsweise Flyer verteilen“ erzählt Thorsten Haas. Gern gesehen sind auch Kuchenspenden. Wer die Aktionen fotografisch dokumentieren möchte, kann sich ebenfalls an panke.info wenden. Da auch Kindergärten und Schulen an den Aktionen beteiligt sind, können sich auch Freiwillige bei der Betreuung der Kinder einbringen. „Und selbstverständlich werden viele helfende Hände für die Durchführung der Putzaktion entlang der Panke gebraucht“, betont Thorsten Haas noch einmal. Darum geht es letztendlich ja: dem Dreck selbst etwas entgegenzusetzen.

Veranstaltungstipp: Mit dem Grünflächenamt ins Gespräch kommen

Am 16. April um 12:30 laden das Kino am Ufer und der Verein panke.info zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung im Kino am Ufer, Uferstraße 12, ein. Herr Kube und Herr Ruth vom Grünflächenamt Berlin-Mitte beantworten die Fragen der Anwohner zum Thema Baumfällungen, Pflanzenrodungen und zur geplanten Umgestaltung der Panke. Interessierte sind eingeladen, ihre Fragen zu stellen. Im Anschluss an die Veranstaltung findet um 14:00 Uhr eine Putzaktion am Grünstreifen der Panke statt. Hierfür werden noch freiwillige Helfer gesucht. Müllbeutel und Zangen werden durch die BSR gestellt.

Orange Objekte auf der Müllerstraße

Die Müllerstraße verändert sich - Straßenmöbel werden eingepackt

Nanu, mit Klebeband verpackte Objekte auf der Müllerstraße? Entsorgt hier jemand illegal Müll? Oder – noch besser – die BSR knöpft sich einmal den Wedding vor? Nein – es handelt sich um eine Aktion des Programms „Aktive Stadtzentren“, in dessen Rahmen die Müllerstraße endgültig ihr Gesicht aus den 1970er Jahren verlieren soll. Die formschönen Stadtmöbel aus dieser Zeit, denen wohl niemand eine Träne nachweinen wird, rücken quietsch-orange noch einmal kurz in den Focus, bevor sie dann verschwinden. Zeit wird’s, und auf das Neue darf man gespannt sein!