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Schnee-Chaos mit Ansage:
Glatteis. Ein Wutausbruch.

Spiegelglatte Gehwege, niemand fühlt sich zuständig, Menschen stürzen, der Senat reagiert spät, zu spät – und dann legt am Montag auch noch der BVG-Streik die Stadt lahm. Ein Winterprotokoll aus dem Wedding.

Meinung Es ist spiegelglatt im Wedding. Und nein, das ist mehr als nur ein kurzfristiges „Wetterereignis“. Ich würde sagen, das ist ein Organisationsversagen. Wer hier zu Fuß unterwegs ist, bewegt sich über einen Flickenteppich aus gestreuten, halb gestreuten und völlig ignorierten Gehwegen. Drei sichere Schritte, dann Eis. Wer trägt die Verantwortung? Die verteilt sich wie der Splitt, der irgendwo liegt und anderswo eben nicht. Ob gestreut wurde, ist Glückssache, nicht aber die Regel.

Die BSR? Nicht zuständig. Auf Gehwegen räumt jeder Hauseigentümer selbst. Theoretisch. Praktisch kontrolliert das niemand. Manche streuen, viele nicht. Und selbst dort, wo gestreut wird, bleibt es oft wirkungslos, weil Tausalz tabu ist – das ist reserviert für Autos, nicht für zu Fuß gehende Menschen. Der Naturschutzbund NABU äußert gegen den Einsatz des Salzes Bedenken, während reale Menschen reihenweise auf dem Eis landen. Die volkswirtschaftlichen Kosten – abgesehen von denen fürs Gesundheitssystem – spielen bei diesen Überlegungen keine Rolle. Von menschlichen Schicksalen durch schwere Verletzungen ist dabei schon gar nicht mehr die Rede.

Die Straßen sind mustergültig geräumt – dank Tausalz.

Das Ergebnis ist absehbar und trotzdem egal: Alte Menschen stürzen. Junge Menschen stürzen. Radfahrer legen sich hin. Rettungswagen sind im Dauereinsatz und Löschfahrzeuge müssen sogar ran, die Notaufnahmen sind voll, vor allem mit komplizierten Hand-, Arm- und Rückenverletzungen. Das ist kein Kollateralschaden, das ist das direkte Resultat einer Politik, die Gefahren viel zu lange hingenommen hat.

Mit mehreren Tagen Abstand reagiert der Senat – endlich. Tausalz auf Gehwegen wird ausnahmsweise erlaubt. Zu spät. Denn zu diesem Zeitpunkt sitzen viele längst fest. Vor allem ältere Menschen sind seit Tagen faktisch eingesperrt: keine Termine, keine Einkäufe, keine Arztbesuche, keine Kontakte. Mobilität wird zum untragbaren Risiko, soziale Teilhabe zur Mutprobe. Und wer arbeiten muss, hat sowieso keine Wahl, als sich in Gefahr zu begeben.

Und als wäre das alles noch nicht genug, kommt am Montag der völlig unverantwortliche BVG-Streik obendrauf. Gerade erst waren die Straßenbahnen nach tagelangem Ausfall wieder unterwegs, gerade erst gab es wieder etwas Bewegung statt vereister Oberleitungen. Jetzt bliebe zur Sicherheit nur noch die U-Bahn – wenn man den Weg dorthin unfallfrei überlebt. Wie sollen die Leute am Montag zur Arbeit kommen? Mit dem Fahrrad wohl kaum.

In einem Satz: Spiegelglatte Gehwege, mit Salz geräumte Autospuren, Luxus-Naturschutzdebatten, ein Senat im Zeitlupentempo und ein stillgelegter Nahverkehr. Der perfekte Sturm, damit gar nichts mehr geht.

Joachim Faust

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

71 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Unverantwortlicher Streik… ganz ehrlich? Wenn es eh so glatt ist, dass man nicht rausgehen kann, weil Winterdienst gern räumt, aber zu faul (!) ist, mehr zu arbeiten (streuen, kratzen), dann ist der Streik sogar sehr ungünstig für die BVG.
    Und ja: es ist teils Faulheit zu verschulden.
    Selbst mit Leuten der BSR im Kiez gesprochen. „Wir können da nicht ranfahren.“
    Dann steigt aus, geht, arbeitet. Das ist euer Job. Mich fragt auch keiner, ob ich Bock habe zu arbeiten… ist nun mal kein Wunschkonzert.

  2. Was ich nicht verstehe, ist, dass man sich nunmehr Mühe macht, an mehr Orten zu streuen und Splitt abzugeben (es sei genug für alle da), jedoch auch beklagt. dass es „zu wenig Personal“ für die Kontrolle der ausgeführten oder nicht ausgeführten Streupflichten gäbe.
    Ja, ist es so schwer, eine Streuen-App einzuführen, an die jede/r mit (Handy-)fotos melden kann oder einen auf berlin.de oder bei BSR geführten Streuatlas, in dem jede/r eintragen kann, wann der Streupflicht nachgekommen wurde.

    In der heutigen Abendschau wurde berichtet von so sehr harten Eisdecken, dass man daraus lernen kann, sofort -und nicht erst drei Wochen zu spät – also ab dem allerersten Niederschlag (Eisregen, Blitzeis, Schnee ..) – nachts vor 7 a.m. zu räumen (Eis weghacken: das A+O !!) und zu streuen.

    Interessant wäre auch einmal ein Bericht oder Interviews über und von und mit den Winterdienstfirmen: Wie gehen diese vor? Wie sind die Routen unter welchen weeterlichen Umständen?

      • Ja die OA-App ist sehr gut. Ich melde dort ab und an Gehwegschäden, nebst Fotos. Sehr griffige Sache. Bei der OA-App wird im Rahmen von etwa 3 bis 4 Tagen weitergeleitet an die zuständige Behördenabteilung….
        Ich denke, eine eigene Glätte-Alarm-App und ein Streupflicht-Atlas sind schon besser, wegen der Zuständigkeiten, die direkt angesprochen werden.
        .

  3. Hallo Lukas
    Bingo !! du hast eine Kaffee in Lemy’s Cafe gewonnen…. wenn du ihn also mit mir trinken möchtest erlaube ich der Redaktion vom WW dir meine e-mail mitzu teilen
    Gruß
    Lukas
    sagt:
    2. Februar 2026 um 12:47 Uhr

  4. Hallo an Alle, auch a die, die nicht gegrüßt werden wollen.
    Ich denke, es ist klug hin und wieder “harte Fakten” in Form von Bildern, den eigenen (vermeintlichen 100% korrekt) Erinnerungen gegenüber zu stellen.
    Der Winter 1978/79 erlebte ich als Kind im Wedding persönlich mit.Unsere Wohnung damals mit Ofenheizung und Innen WC und Handwaschbecken (nur Kaltwasser).Anbei ein Link der mir hilfreich erscheint:
    https://m.youtube.com/watch?v=7LCL6obKJ14&pp=0gcJCTMBo7VqN5tD

    • An den Winter ’78/79 in Westberlin kann ich mich auch erinnern: kalte Studentenbude. Damals zog ein wirklich schlimmes arktisches Tief von Norden bis Süden über Deutschland. Schnee ohne Ende, wie in Skandinavien…
      Meine Erinnerungen an die etlichen letzten Berliner Winter sagen mir, dass es heute weniger um Schneemassen geht (Schnee selbst ist griffiger als Eis), sondern um die wachsenden Einsschichten, die entstehen, wenn Neuschnee, das heutige bisschen, über Nacht nicht umgehend geraeumt wird.
      Man braucht heute Erfahrung + Fingerspitzengefühl und eine gute Wetter-App um zu wissen, was die Nacht und die Folgetage an Minusgraden bringen werden.
      Aber die Streupflicht nicht ernst zu nehmen und auch nicht alle besseren Möglichkeiten zu diskutieren und umzusetzen ist m. a. W. beabsichtigte Körperverletzung am Mitmenschen und an der Stadtgesellschaft.
      Auch wenn das nächste Frühjahr bald kommt, gibt es keine Ausrede bei zukuenftigen Wintern, die vermutlich mehr Tage um knappe Plusminusnull bringen werden und die damit gefährlicher sind als die weissen Märchenwinter unserer Kindheiten.

    • Mensch MoGo
      ist ja der Oberhammer !!! …. dein Link spielt in Moabit Nähe Arminius Markthalle – Bugenhagen Ecke Bredowstr
      Der Strumpf und Textilienladen bei ca 00:40 sek. …. da hat Mutter ihre Brötchen als Repassiererin verdient
      Repassiererin !!?? ja wer weis was das ist – natürlich ohne googeln… der kriegt von mir ’nen Kaffee im Lem’s Cafe spendiert

      • Kannste ma sehn,
        nicht verzagen,
        MoGo fragen 💡
        Ditte is doch bügeln/plätten oder?
        Es gab in der Nazarethkirchstrasse (zwischen Turiner und Malplaquetstraße) eine Chemische Reinigung und Wäscherei.
        Da war mal eine Stellenausschreibung im Fenster auf Altdeutsch geschrieben, wenn ick nich irre.
        Schön dassde dia jefreut hast wegen ditte Video, war die Mama zu sehn?
        Bis denne Antenne.

          • Ich hätte jetzt gesagt, dass es etwas ähnliches wie reparieren sein muss. Und da du meintest sie hat im Strumpf- und Textilienladen gearbeitet, würde ich auf das Flicken von Laufmaschen in Strumpfhosen tippen. Ein mittlerweile leider ausgestorbener Beruf, da es sich nicht lohnt die Billigmassenware zu repassieren.

    • Da braucht man noch nicht malmmehr so weit zurück zu blicken.
      2010 war es genauso schlimm wie jetzt und da hatten wir dasselbe Problem mit dem Räumen. Etliche Knochenbrüche, Split, Spaten, Besen, Spikes ausverkauft.
      Hat an Sylvester angefangen und blieb bis Mitte April liegen. Da tauchte dann auch der Sylvestermüll wieder auf.
      https://youtu.be/azgf4BAOO0E?si=JaZdzlkJsWp4CWPd

    • Der link ist der Oberknall- siehe auch die Kommentare bei youtube dazu.
      Ich kann mich sehr gut daran erinnern- ich war 18. Die hilfsbereitschaft unter den Menschen untereinander war phänomenal. Jeder der konnte hat mit angepackt, ob es Nachbarschaftshilfe oder Schneeschippen war.

  5. Extreme Wetterlagen , erfordern auch extreme Maßnahmen dagegen. Auch Tausalz.
    Wann hatten wir das letzte mal so einen Winter? Lang ist es her.
    Daher habe ich überhaupt kein Problem damit, das endlich, endlich, nach langem zaudern, das streuen mit Salz wieder erlaubt wurde.
    Eins ist aber klar erkennbar, den sogenannten „Umweltschützern“ wie Herr Stößenreuther oder dem NABU, sind die Menschen scheinbar scheißegal
    Ob Menschen, vor allem ältere, auf spiegelglatren Bürgersteigen fallen, sich die Knochen brechen oder schlimmes. Egal! Hauptsache die Bäume kriegen nicht mal ein wenig Salz ab…
    Nicht nur die Bundesteige,…auch die Emphatie der „Umweltschützer“ mit ihren Mitmenschen, schein zu Eis gefroren zu sein.

    • Ja, auch ich denke, man kann nach dem aktiv hingenommenen Entstehen so hartnäckiger Vereisung der Stadt das Nicht-Salzen als unmenschlich gegen die Bürgerinnen und Bürger ansehen, jedoch liegt die Ursache noch immer genau da, wo die Gesamtheit der Hausbesitzer nicht bis 7 Uhr früh räumten und streuen ließen.

      Das Prinzip – da die Kommunen ihre originär kommunalen Streupflichten an die Hausbesitzer delegieren, wie es heute in Deutschland vorgesehen ist, funktioniert nur, wenn ALLE Hausbesitzer vor ihren Grundstücken streuen, ist brüchig und bräuchte eine weitere geregelte Zusatzlösung für alle Fälle.
      Und:
      Es gibt keine Statistiken zu den Glatteis-Unfallopfern, obwohl wenigstens in den Kliniken Daten erhoben werden, und es ist ein Skandal, dass das nicht öffentlich dokumentiert wird, meine ich.

      Die Datenlage zu den Unfällen ist diese: etwa durchschnittlich 40 schwere klinikbehandelte Stürze pro Tag. Das sind 8064000 € an Kosten, wenn man 6 Wochen (seit 20.12.25) x 7 Tage x 400 € Behandlungskosten pro Tag x 12 Behandlungstage je Knochenbruch /Patient rechnet – und dies nur in Berlin in diesen Tagen. Plus Kosten der Chirurgie und die gesamten Folgekosten (ReHa, Berufsunfähigkeit, Pflege daheim und und)
      Welche Versicherung möchte das auf sich nehmen?
      Wenn durchschnittlich 40 Klinikeinweisungen je Tag mit Glatteisopfern geschehen, dann sind das „3,ebbes“ Fälle je Bezirk (12 Bezirke): sind das Kavaliersdelikte?

      • Das mit den 40 Stationären Knochenbrüchen betrift nur das UKB, es gibt aber noch mehr Krankenhäuser in der Stadt. Statistisch gibt es ca 100 Knochenbrüche pro Tag in Berlin. Allein das Virchowkrankenhaus behandelt und operiert pro Jahr mehr als doppelt soviele Knochenbrüche wie das UKB.

    • Mich nervt das, dass immer wieder menschliches Leid gegen Naturschutz ausgespielt wird. Keinem Naturschützer sind die Menschen scheißegal – leider ist aber vielen Menschen die Natur scheißegal! An Knochenbrüchen ist nicht das Salzverbot schuld und auch nicht Herr Stößenreuther persönlich, sondern diejenigen, die frisch gefallenen Schnee nicht räumen, sondern plattlatschen lassen – und die so entstehenden Eisschichten dann nicht mit Splitt oder Sand streuen, sondern lieber nach Tausalz rufen. Tausalz ist eine einfache Lösung, ohne viel Aufwand – Schnee schippen und streuen hingegen ist arbeitsintensiv.
      Übrigens ist auch „ein wenig Salz“ Gift für die Bäume. Ist so, als würdest du sagen: Rattengift im Trinkwasser ist gut gegen die Nagerplage – egal, kriegen die Menschen halt auch ein bisschen ab, ist doch verdünnt. Stimmt schon, macht aber trotzdem keiner.

      • Ist dieser Kommentar human oder von einem BOT?
        Es fällt mir schwer zu glauben, daß dieser Post/Kommentar von einem Menschen stammt.
        Der Duktus und die Argumentationskette erscheint, die eines “Robotniks” zu sein.
        Dem Menschen fern und der Lebensrealität noch ferner.
        Das war “Unser Wedding” nie: er ist dem Menschen nah und Teil der Lebensrealität für immer.
        Lieber Weddingweiser, dankbar wenn man dieses mal bitte prüfen könnte.Danke!

  6. Eine ^^Lösung^^ im Stil der heutigen Zeit wäre ein smartes integriertes Kamerasystem, das von einer Hauswartstelle aus kontrollierbar ist und an den Enden des Hausobjektes Warnleuchten aufblinken lässt, wenn die Hauswartstelle dann über die App eine salzige Spruehnebelwolke für den Geh!-weg! vor dem Haus initiiert. …. Und dieser Vorgang dann an allen Häusern einzeln, irgendwann oder sensormotiviert.
    Sorry, aber meine Wut bringt den Aberwitz so auf den Punkt .

  7. ,Ich wohne seit vielen Jahren schon im Brandenburgischen,bin aber eine geborene „Weddinger Pflanze“.
    ich möchte zu den jetzigen Straßenzuständen mal folgendes zu sagen/schreiben: meine Eltern waren Hauswart in unserem Miethaus und dafür zuständig das Haus sauber zu halten und auch die davorliegende Straße, wenn es schneite,dann sind sie früh mit Schneeschippe und Besen raus und haben den Bürgersteig freigefegt, es gab leider noch nicht die vielen Hilfsmittel,die heute zur Verfügung stehen, vereiste Wege wurde freigehackt,ganz einfach mit viel körperlicher Anstrengung, wenn man Glück hatte ja half der eine oder andere Nachbar. Leider ist heutzutage jeder nur noch sich selbst der Nächste oder nicht mehr in der Lage auch mal einen Besen in die Hand zu nehmen, hier auf dem Dorf ist es auch nicht anders, bei den Älteren. ist meist gefegt und gestreut, nur den Jüngeren ist Besen oder Schneeschippe unbekannt….
    ich schreibe es nicht gern: aber es war früher besser.

    • Das sehe ich genauso. Nur mit einer Einschränkung. Es gibt auch junge Menschen, die sich darum kümmern, genauso wie es ältere gibt, die nichts machen.

  8. Ja liebe Leute ich denke, Ihr habt alle ein wenig Recht und ein wenig unrecht mit Eurer Meinung ! Weil Ihr alle nicht weit genug darüber nach denkt! Ich habe in meiner Kindheit noch Winter kennen gelernt.Ich kann mich erinnern wie vor den Haustüren Schnee geschoben gefegt und Eisflächen mit Eispickel beseitigt wurden.Dann würde Sand oder Asche gestreut. Dass alles geschah bevor die meisten das Haus verlassen mussten. Wer zur Arbeit musste hat schon um 4:30 angefangen die Wege frei zu machen. Hat es weiter geschneit haben wir Kinder vor dem Weg zur Schule noch mals Schnee geschoben. Nach der Schule ging es weiter. Bis in die Abendstunden! Auch auf Öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen würde geräumt und gestreut! Durch die Stadt! Natürlich möchte keiner die Kosten alleine tragen , keiner möchte stürzen, keiner möchte es erleben dass ein auf Glatteis Wegrutschen des Auto auf einen zu kommt! Mein Fazit lautet jeder muss mit ran, nur so kann es für alle funktionieren! Zu aller erst muss der Senat Ran um die entsprechenden Normen zu formulieren und Umzusetzen !Denn dass wurde aus Kostengründen in vielen Jahren nicht getan! Vorgaben müssen von allen eingehalten werden! Ob Senat, ob Stadtreinigung, oder privat Personen ! Doch leider ist es nicht so.Nicht jeder ist sich seiner eigenen Verantwortung bewusst, auch der Verantwortung anderen gegenüber. Heute ist sich jeder selbst der Nächste und das Trift auch auf die zuständigen Stellen des öffentlichen Lebens zu . Nur keine Kosten , soll sich doch jemand anders kümmern .Schade dass es soweit gekommen ist mit unserer Gesellschaft! Wie wäre es mit Leben und Leben lassen und mit Rücksicht und Vorsicht. Vor allem muss man ein solches Problem schon im Vorfeld durchdenken nicht erst wenn das Kind schon im Brunnen liegt. Dass geht vor allem an die vielen Entscheidungsträger die mal wieder total versagt haben! ! !

        • dit Original iss imma dit wat richtich berlinert…. kann so keen andrer 🙂
          ergo bin icke icke
          und ja auch ich kenne noch die Zeiten wo die Hauswarte größere Schneemassen weg geschaufelt haben zu kleinen Hügeln die bis april dann erst weg getaut sind …. man da waren die Straßen aber blitzblank gefegt …. was da heute geraümt wird iss sowas für’n A…. 2010 hatten wird auch Winter mit ordentlich Schnee da gab es die selbe Diskussion OB war Wowereit
          in diesem Sinne passt auf euch auf machst jut Nachbar’n

  9. Es ist sind Herausforderungen, an die heutige Politik, die diesen in keinster Weise stand haelt. Jeder sieht nur seinen eigenen Vorteil, ohne Rücksicht auf die, die sich nicht wehren können. Selbst die Arbeit im Homeoffice wird derzeit hinterfragt. Alles kommt zusammen und schlägt sich besonders in den sozialschwachen Kiezen nieder. Der Mensch ist hier Nebensache. Wir müssen uns mehr wehren und unseren Unmut zeigen. Die BVG fordert sowieso Bedingungungen, die unverschämt sind. Verdi überspannt den Bogen dabei total. Jedes Jahr Streik, speziell, weil die öffentlichen Verkehrsmittel die Lebensader in der Innenstadt sind. Dabei soll morgen die Straßenbahn, ohne Fahrgäste fahren, ein solcher Schwachsinn ist kaum zu überbieten. Der Blackout Anfang Januar hat gezeigt, es ist 5 vor zwölf. Das ueberhaupt die Moeglichkeit bestand , diesen großen Schaden anzurichten, macht mir Angst , tita 60

  10. In früheren Schneewintern gab es klare Aufforderungen des Senats an die Hausbesitzer! Wo sind die heute?
    Höchstens 1/6 der Gehsteige ist gestreut mit Splitt oder Sand: GUT!
    Ein weiteres Viertel wird von Räumdiensten brav eis-poliert -> nicht begehbar, aber genügt den „gesetzlichen Anforderungen“…
    Der Rest der Hausbesitzer macht wenig bis NICHTS.
    Alle Mieter zahlen. – Wo zieht der Senat untätige Hausbesitzer für die Unfallkosten heran?

    • Genau! Wofür zahle ich in meiner Miete den Winterdienst – wenn ich wegen Sturzgefahr tagelang nicht aus dem Haus gehen kann. Die Straßen sind geräumt, für die Autos. Die M e n s c h e n können sich ja ruhig die Knochen brechen. Das ist im Alter nichts weniger als lebensgefährlich!

  11. Ich glaube, das ist ein bundesweiter Streik von VERDI. Der ist definitiv notwendig. Die Arbeitgeber könnten ja auch mal nachgeben , bevor es zu solch einer Eskalation kommt. WIe wäre es, mal die Cum-Ex Milliarden oder die Maskenmilliarden, die Politiker verschwendet haben, zurückzufordern und anständige Löhne zu bezahlen, anstatt hier Arbeitnehmer gegeneinander aufzuhetzen? Bei allem Respekt für Ihre unermüdliche Leistung für den Wedding, aber bitte bleiben Sie fair im Ärger!

    • Der Streik ist nicht notwendig. Die BVG will mehr Urlaub. Es gibt Menschen, die bekommen 20 Tage Urlaub. Und die höheren Löhne der BVG werden doch am Ende durch höhere Fahrtkosten wieder reingeholt.
      Die M2 fährt immer noch nicht bis zur Endstation. Wir auf die Bahn angewiesen ist, muss 1,8 km bis Am Steinberg laufen.
      VERDI IST DAS LETZTE

    • In Berlin sind die Spikes ausverkauft, wie mam so lies. Verachtet die Angebote von temu.com nicht, dort gibt es die verschiedensten Angebote und technische Möglichkeiten ab 3,72 € das Paar.

    • Die Gewerkschaften haben seit 40 Jahren nichts dazugelernt und streiken wie Anno dazumal.
      Die deutsche Wirtschaft verkraftet solche Streiktage nicht mehr.
      Das interessiert die Gewerkschaften aber nicht.
      Und dem NABU und anderen Naturschutzorganisationen geht es immer ausschließlich um tatsächliche Luxusprobleme.
      Selbstverständlich müssen die Gehwege mit Streusalz bestreut werden. Alles andere hilft bei Eis nicht. Jeder Hauseigentümer sollte seiner Räumpflicht nachkommen!
      Ein bisschen mehr Sachverstand und weniger Dummheit wären schön.

  12. Achtung Satire Achtung ⚠️
    Ich schlage vor einen amtlichen Lockdown.
    Gefahr für Leib und Leben.
    Der Lockdown dauert von Sonntag bis Mittwoch.
    Alle Verdienstausfälle werden via Steuergutschrift kompensiert.Kosten? Keine!
    Rutsch freies WE an Alle, auch an die, die nicht
    gegrüßt werden wollen.

  13. Mein größtes Problem sind und waren nicht die Hausbesitzer. Die allermeisten haben vor ihren Häusern etwas getan, manche mehr, andere weniger. Die schlimmsten Eisflächen hier sind in öffentlicher Hand, z.B. ein kleiner zentraler Platz, der Gehweg vor einem Spielplatz oder zumindest bis gestern nachmittag der Maxplatz, den viele Eltern und Kinder für den Schulweg nutzen – halsbrecherisch. Blankes, schlittschuhtaugliches Eis.

  14. ‚Organisationsversagen‘ ist schonungslos, aber vollkommen korrekt formuliert.
    Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, ob der vielen Gefahren auf den Gehwegen aktuell. Ich möchte aber dennoch einen Abschnitt beispielhaft hier mal erwähnen. Das Nordufer zum Wasser hin, auf Höhe des Pekinger Platzes. Leute!! Das ist dort eine derartige, fast „perfekte“ Eisfläche, noch dazu mit leichtem Gefälle zur Straße hin, dass man dort Schlittschuhlaufen könnte.

  15. Es könnte alles so einfach sein. Nach §3 des Berliner Straßenreinigungsgesetzes ist alles geregelt.

    Was passiert, wenn ich dem Winterdienst nicht nachkomme?

    Kommen Anliegende ihrer Pflicht zum Winterdienst nicht nach, kann die zuständige Behörde eine Ersatzvornahme auf dessen Kosten anordnen. Weiterhin kann ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem StrReinG eingeleitet werden. Kommt es aufgrund des unterlassenen Winterdienstes zu einem Unfall mit Personenschaden, kann darüber hinaus ein Strafverfahren (Körperverletzung) eingeleitet werden. Die betroffene Person kann zudem zivilrechtliche Forderungen (Behandlungskosten, Schadensersatz) gegen die Verantwortlichen geltend machen.

    Kommt das zu oft vor, übernimmt auch irgendwann die Gebäudeversicherung nicht mehr.

  16. Das Problem der vereisten Gehwege würde nicht entstehen, wenn der Schnee beseitigt statt plattgewalzt wird. Dazu braucht man Menschen mit Schippe und Besen, die den Willen haben sich dieser Arbeit anzunehmen. Es wäre auch sinnvoll jeder Kehrmaschine eine Person mit Besen zuzuordnen, die die Unebenheiten beseitigt. Wir hatten von 2020 bis 2025 keine Winter, die die Schneeräumdienste gefordert hat, mussten aber die Schneebeseitigung im voraus bezahlen. Wo ist das Geld geblieben, was man jetzt einsetzen könnte?

  17. Am Montag, Anfang Februar 2026, auch noch die Rest-ÖPNV zu bestreiken und die Systemrelevanten von der Arbeit abzuhalten, finde ich angesichts der schon anhaltenden Glättesituation seit Weihnachten 2025 reichlich überzogen.
    Der unhaltbare Flickenteppich an Streuung und Nichtstreuung entspricht auch einem Teil der nicht lebenspraktisch zu Ende durchdachten Vorschriften über die letztendlich un-koordinierten Zuständigkeiten für das Streuen für Fußgänger.
    Das wäre schön: Wenn Autos und Fußgänger gesetzlich gleich- und nebengeordnet sind, dann sollte die „Kritische Infrastruktur Gehwege“ besser versorgt und in Winterzeiten öffentlich koordiniert werden: Streuatlas mit Apps, Streuressourcen, Vorortorganisation….. Mir fiele da noch mehr ein. Aber ginge das nicht schon früher und realitätstüchtiger?

  18. Ich kann die Wut nachvollziehen. Die Schlussfolgerungen jedoch nicht. Tausalz als die Lösung zu präsentieren wenn Split die Funktion auch erfüllen würde ist nicht plausibel.
    Die Nachlässigkeiten der Hausbesitzer und das Fehlen der Zuständigkeiten beim Räumen bzw Streuen mit einem angeblichen Allheilmittel auflösen zu wollen und auf Kosten der Bäume ist sehr kurzsichtig. Diese Bäume werden in den Dürre- und Hitze-Sommern, die zur Regel werden, dringend gebraucht. Denn in die kühlende Wirkung kann nicht überschätzt werden. Durch Hitze sterben jedes Jahr insbesondere die älteren Menschen, die sie durch das Salz doch schützen wollten.
    Alternativen wären der besagte Split, Notfallgehwege auf den Straßen und eine konsequenteres zur Rechenschaft ziehen der faulen Hausbesitzer bzw. Nutzung der BSR.

    • faule Hausbesitzer? BSR? Echt jetzt? Selbst split kann überfrieren und damit seine Funktion einbüssen – vielleicht einfach mal pragmatismus statt ideologie?

          • Logischer Menschenverstand. Und das war auch immer schon so. Der Ankiefer ist dafür verantwortlich wie er es macht. Er kann auch mit Schaufel und Besen die Fläche eisfrei machen und halten.

          • Ich glaube du hast noch nie ne Schaufel in der Hand gehabt geschweige denn jemals Eis gehackt. Ich schon. Ankiefer? Was soll das sein?

          • Im Gegensatz zu dir das letzte Mal erst gestern.
            Schwing hier keine großen Reden, komm von deinem hohen Ross runter und ab nach unten zum gemeinsamen Bürgersteig vom Eis befreien.

          • was du alles weisst . . . . *kopfschüttel* . . . . Bei mir vorm Haus is freigeräumt und gestreut, mach dir da mal keine Sorgen drum. Und jetzt geh Eishacken

      • Ich weiß nicht, wo du hier Ideologie siehst. Ich habe sachliche Argumente und pragmatische Lösungsansätze vorgeschlagen.
        Nach Übertrieren neu streuen. Bei Neuschnee muss man auch neu räumen und auch Salz müsste nach gestreut werden.

        Salz ist und bleibt die kurzsichtig Lösung, die man nimmt, wenn man die Folgen entweder nicht überblicken kann oder sie einen schlicht egal sind. Und das ist faktenbasiert und hat nichts mit Ideologie zu tun.

        Leider kommt nichts inhaltliches. Schade aber wohl erwartungsgemäß. Die Kommentare hier haben größtenteils eher einen persönlich angreifenden Charakter, fühlt sich fast wie social Media an.

  19. Ich kann diesen Kommentar gut Nachvollziehen. Mich ärgert immer wieder besonders die unverschämte Bevorzugung der Autos. Autos können nicht umfallen und sich komplizierte Brüche von Knöchel über Hüfte erleiden. Wieso haben nicht die Gehwege Priorität vor den Straßen. Die paar Kratzer und Blechschäden würden die Wirtschaft ja sogar noch ankurbeln statt diesen enormen Schaden durch die ganzen Brüche. Es wird Zeit, dass endlich nicht mehr die CDU diese autofreundliche Politik durchsetzten darf.

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